Schlagersängerin Anita Hofmann ist eines der neuen Gesichter in der Riege der prominenten Botschafter der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help, die weltweit Schulen schon über 1000 Schulen baute. Jetzt, in Kenia bei der Benefiz-Eventreise „Stars unter Afrikas Sternen“, erlebte sie erstmals persönlich eine Schuleröffnung – von Mickie Krause. Wir begleiteten die Stars und sprachen dabei auch exklusiv mit Anita Hofmann über ihre Eindrücke. In dem sehr herzlichen Interview zeigte sie sich tief bewegt und fand wunderschöne Worte. Dabei zeigte sie sich auch sehr begeistert von der Arbeit der Stiftung…
Schlagerpuls.com: Anita, du hast jetzt hier in Kenia zum ersten Mal eine Schuleröffnung von Fly & Help miterlebt. Wie war das für dich?
Anita Hofmann: „Das war Emotion pur. Man muss es wirklich erlebt haben. Ich bin sehr, sehr stolz, dabei gewesen zu sein. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Kinder sind. Es waren Hunderte von Kindern und sie waren alle so freundlich. Ich habe auch so tolle Gespräche geführt und auch eine richtige Mädelsrunde gehabt (lacht). Ich habe sie gefragt, was sie so für Hobbys haben. Die eine hat zum Beispiel gesagt, dass sie gerne tanzt, die andere spielt gerne Baseball. Ich habe ihnen gesagt, dass ich auch gerne tanze. Sie bat mich daraufhin ihr etwas vorzuführen und mir ist nichts anderes eingefallen als das afrikanische Lied ‚Jambo ‚Bwana. Wir haben dann zusammen getanzt. Es war so witzig und schön. Danach haben sie mir erzählt, dass sie auch eine Disco haben, wo sie auch immer gerne tanzen gehen. Dabei haben die Augen dieser Teenies, dieser Mädels anfangen zu funkeln. Ich hatte so das Gefühl, wenn ich jetzt länger da wäre, dann könnten das richtige Freundinnen werden. Sie waren so herzlich. Das würde ich mir in Deutschland auch öfter wünschen. Wahnsinn! Die Jungs haben sich natürlich gleich auf die Fußbälle gestürzt, die das Team mitgebracht hat.
Wir haben uns natürlich auch Klassenräume angeguckt – von den Erstklässlern. Das war ja so süß. Ich war mir nicht ganz sicher, ob die Kleinen schon Englisch verstehen, aber die Lehrerin hat gesagt, verstehen tun sie es schon, nur können sie noch nicht so richtig sprechen. Und ‚Hallo‘ sagt man, indem man sich abklatscht. Das fand ich auch ganz süß. Vor allem, wie ich am Anfang mit Händen und Füßen gefragt habe: ‚Wie sagt man bei euch Hallo?“ Sie haben es dann halt gezeigt, die klatschen sich immer alle ab.
Weil ich das schon immer mal wissen wollte, habe ich die Lehrerin auch gefragt – weil sie ja alle kleidungstechnisch so eingehüllt sind – ob die das den ganzen Tag tragen. Auch zu Hause und ob das nicht wahnsinnig warm da drunter ist. Sie sagte, dass sie sich dran gewöhnt haben, das es für sie normal ist und das auch zu Hause tragen. Wahnsinn. Bei uns läuft der Schweiß runter und bei denen nicht.“
Schlagerpuls.com: Was hat dich ganz besonders berührt?
Anita Hofmann: „Das war auf jeden Fall diese Masse an Herzlichkeit. Wie wir empfangen wurden… sie haben eine Aufführung nach der anderen für uns gemacht – und alle Altersklassen waren mit eingebunden. Ich fand es auch sehr schön, dass Reiner Meutsch sich nicht nur bei den Kindern bedankt hat, sondern auch bei den Älteren, die ganz weit hinten saßen. Also wirklich so eine Wertschätzung! Man hat halt wirklich gesehen, dass das Geld da ankommt, wo es hin soll… und sie kontrollieren es auch. In seiner Rede hat er auch gesagt, dass die Kinder aufpassen und auch keine Scheiben einschmeißen sollen. Das war toll, einfach toll. Dass sie hier jetzt auch so ein tolles Wissenschaftslabor haben… Du merkst, sie sind stolz. Und wir haben zusammen getanzt. Das war super. Das war einfach herrlich. Bevor wir gingen, haben sie uns auch noch etwas zu essen angeboten. Die waren so gastfreundlich, das habe ich selten so erlebt.“
Schlagerpuls.com: Ist genau dieser Punkt, dass bei Fly & Help jeder Cent wirklich ankommt, für dich auch das, was die Stiftung ausmacht?
Anita Hofmann: „Ja, aber nicht nur das. Man braucht natürlich auch Leute, die sich einsetzen, die die Augen aufhalten, die wirklich kontrollieren und gucken, ob das auch nachhaltig ist. Ich habe mich mit Reiner Meutsch auch lange unterhalten. Sie achten wirklich darauf, dass sich Minimum eine Generation richtig drum kümmert, natürlich im besten Fall auch länger. Ich habe es vor Ort auch gemerkt… sie haben einen Stolz. Sie pflegen es und wissen es wertzuschätzen. Das ist halt einfach gut investiert. Wenn sie Bildung haben, dann können sie was aus sich machen und dann können sie auch das Land weiterbringen. Ich finde es toll.“
Schlagerpuls.com: Wie wichtig ist es deiner Meinung nach, auf solche wichtigen Dinge aufmerksam zu machen? Wie eben, dass die Chance, zur Schule zu gehen und Bildung zu erhalten, nicht selbstverständlich ist?
Anita Hofmann: „Ja, weißt du, ein Wasserkanister ist schon wichtig oder auch Kleidung. Aber ich finde halt, wenn sie eine Schulbildung haben, dann können sie sich selber weiterentwickeln. Man merkt ja auch, dass dort wo sie Schulen bauen, es sich auch weiterentwickelt. Also ich bin immer noch ganz geflasht. Es war so toll! Auch, dass Mickie Krause jetzt schon eine sechste Schule gestiftet hat, beeindruck mich echt sehr!“





