„Weltklasse“ – ein Wort, welches man stets hört, wenn man mit Olaf Malolepski alias Olaf der Flipper spricht. Weltklasse – das beschreibt ihn dabei interessanterweise so gut, wie es wohl kein anders Wort könnte. Mit 80 Jahren brennt er noch immer für die Musik, die Bühne und das Leben. Zu seinem runden Geburtstag und Bühnenjubiläum wird das mehr denn je deutlich – dank der Biografie „Papa, erzähl doch mal!“.
Das wohl längste Interview in der Geschichte des Schlagers, wenn man so will. Denn: Tochter Pia hat gefragt, er hat geantwortet. Und dabei geht es von der Kindheit wirklich quer durch das komplette Leben des Kultstars – und das auf eine Art und Weise, wie es nur sein kann, wenn die Tochter die Feder in der Hand hat. Wir haben die Biografie schon komplett gelesen – besser gesagt verschlungen – und verraten Euch, warum das Werk längst nicht nur für jeden Fan geeignet ist, sondern auch für jeden, der was lernen will. Lernen, wie man so lange durchs Leben geht, so viel Schönes aber auch Schweres erlebt – und sich dabei aber stets treu bleibt.
Olaf der Flipper wuchs in den Trümmern Magdeburgs auf
In „Papa, erzähl doch mal!“ steckt so viel mehr als eine Biografie vom berühmten Flippers-Mitglied und dem Erfolg. Das wird schon ganz früh deutlich. So beginnt das Werk direkt mit seiner Kindheit – die alles andere als leicht war. Das geht wirklich nah. Olaf wuchs in den Trümmern Magdeburgs nach dem Krieg auf. Sie hatten nicht viel – und noch viel weniger, als sie Magdeburg gen Westen verließen. Und doch hatten sie auf andere Weise viel: Sich. Die Familienbande der Malolepskis ist eng – und das zieht sich bis heute. Sonst würde auch so eine beeindruckende Biografie kaum so herzlich und warm ausfallen können.
„Papa, erzähl doch mal!“ ist alles andere als trocken – sondern ein echter Kaffeplausch
Nach dem Frage-Antwort Prinzip werden alle wichtigen Stationen im langen Leben des Kultstars durchleuchtet. Dabei wirkt wirklich so, als würde man den Beiden bei einem Kaffeeplausch zuhören. Die Biografie liest sich unglaublich leicht – wer mit Olaf mal selbst ein Interview gemacht hat, weiß: Ihm kann man wirklich stundenlang zuhören.
In „Papa, erzähl doch mal!“ werden dank Pia‘s Fragen auch sehr spannende Dinge beleuchtet – etwa, wo Olafs Liebe zu Hunden herrührt – oder auch, wie er seine erste Gitarre bekam und wo seine Liebe zur Musik herkommt. Und welche Ereignisse eine Schlüsselrolle haben – so sind wir sehr froh, dass Olaf nie seine Karriere als Hubschrauberpilot nach dem Wehrdienst weiterverfolgte. Sonst hätte es die Flippers und so viele geniale Schlager nie gegeben.
Olaf der Flipper: Auf seine Frau Sonja konnte er immer zählen
Nach dem Kapitel, in denen es verstärkt um die Anfänge der Musik in seinem Leben geht, wird es besonders bewegend, als es um die Frage geht: Wie haben Olaf und seine Ehefrau Sonja – mittlerweile seit bald 60 Jahren Seite an Seite gehend – alles immer so gut gemeistert?
Es war in vielen Punkten gewiss nicht immer einfach für das Paar – und doch hielt Olaf unerschütterlich an seinem Wunsch, die Musik zum Beruf machen zu können, fest. Die Flippers hatten zwar mit der kleinen Eva schon einen ersten Erfolg – doch der Weg zum ganz großen Durchbruch, der sollte noch andauern. In „Papa, erzähl doch mal!“ gehen Tochter und Vater dabei der Frage auf den Grund – was hat ihn immer so motiviert? Was trieb ihn an? Ein ganz klarer Motor war und ist bis heute seine Ehefrau Sonja. Sie stand immer hinter ihm, hielt ihm den Rücken frei und zeigte stets volles Verständnis. Auch als er solo weitermachte. „Olaf, das ist dein Leben. Ich begleite dich auch weiterhin.“, sagte sie damals nach dem Flippers-Ende und dem Start seiner Solokarriere zu ihm.
Dass wir jetzt hier in der Rezension einen so großen Sprung machen, hat einen Grund. Klar, es geht im Buch auch über Olafs Zeit mit den Flippers und die Geschichte der Band. Aber das ist eben EIN Kapitel des Buches – wir möchten hier voll und ganz auf das eingehen, was die Biografie so besonders macht: Der Mensch Olaf Malolepski.
Der eben auch Vater zweier Kinder ist. Und so geht es in der Biografie auch zurück in Pias Kindheit. Es ist so schön zu lesen, wenn sich Vater und Tochter an ihre ersten Schritte in der Musik erinnern, an ihre ersten Töne im Studio. Damals noch mit den Schäfern, die Olaf der Flipper produzierte.
Das ist sehr lang her – heute stehen Vater und Tochter längst immer wieder Seite an Seite auf der Bühne, während er auch abseits dessen in seiner Karriere immer auf seine Tochter setzen kann. Und das in einem zweiten Frühling, den es so wohl nur einmal im Schlager gibt…
Olaf der Flipper Biografie beleuchtet auch die Zeit nach dem Flippers-Ende und seinen Solo-Neustart
Als die Flippers aufhörten, da war für Olaf schnell klar: Er macht weiter… weil die Fans noch da sind. Und weil er auf seine Tochter Pia und seine Frau Sonja setzen kann. Dieses Kapitel ist eines der Spannendsten. Offen spricht Olaf über seine Gedanken und die Dankbarkeit, dass er diesen zweiten Frühling erleben darf. Man kann fast sagen, der Hype ist, seitdem der bereits viele Jahre alte Song „Wir sagen Dankeschön“ plötzlich aus dem Nichts auf allen Partys erklang, ungebrochen. Was Besseres hätte Olaf dem Flipper nach dem Solo-Neustart nicht passieren können. Doch dass dieser Hype bis heute anhält, das liegt an ihm. Olaf verbindet Generationen – nicht nur wegen der zeitlosen Hits, sondern weil er einfach ein Typ wie du und ich ist. Trotz aller Erfolge und Auszeichnungen. Er hat nie Musik gemacht, um Ruhm zu haben. Sondern weil er dafür brennt – das ist in „Papa, erzähl doch mal!“ ganz deutlich zu lesen.
„Papa, erzähl doch mal!“: Diese Weggefährten kommen zu Wort
So ist es nur logisch, dass auch seine Weggefährten über ihn in den höchsten Tönen sprechen. Die auch in diesem Buch zu Wort kommen – darunter Andy Borg, Florian Silbereisen, Stefan Mross, Mickie Krause, Oli.P und Semino Rossi. Doch zwei Briefe an ihn, die gehen in der Biografie ganz besonders nah: Die von Sohn Sven und von Tochter Pia.
Neun Monate arbeitete Pia mit ihrem Vater an diesem Werk, welches – gerade in dieser Zeit – mit einer so wichtigen Botschaft daherkommt: Nehmt euch Zeit für eure Liebsten, hört ihnen als auch ihren Geschichten zu. Gerade auch den Eltern oder auch Großeltern. Denn gemeinsame Zeit ist so wertvoll.
„Papa, erzähl doch mal!“ ist eine herzerwärmende, herrlich frische Biografie… die in allen Punkten bewegt! Sie erscheint am 03.09.26 und ist natürlich auf der Tour zu erwerben, die ebenfalls am Donnerstag startet. In Hamburg. Dann wird ein weiteres Kapitel im Lebens des unermüdlichen Olafs geschrieben!




