Für Melody Haase ist „Promi Taste“ mehr als nur eine weitere TV-Station: Die Reality-Bekanntheit wagt sich bewusst aus ihrer gewohnten Komfortzone und stellt sich einer kulinarischen Herausforderung, die Präzision, Kreativität und echtes Können verlangt. Abseits von Drama und Rollenbildern will sie am Herd überzeugen – und ihr Talent zeigen. Im Interview verrät Melody Haase, wie ihre familiären Wurzeln ihren Kochstil geprägt haben und was „Promi Taste“ für sie so besonders macht.
Frau Haase, was hat Sie daran gereizt, bei Promi Taste dabei zu sein?
Melody Haase: „Ich mochte „The Taste“ schon immer sehr gerne – es ist einfach eine großartige Sendung. Umso mehr hat es mich gefreut, Teil der ersten Promi-Staffel zu sein. Außerdem bin ich ein großer Fan der Sterneköche. Die Show ist ein spannender Kontrast zu den Reality-Formaten, die man sonst von mir kennt. Für mich war das definitiv eine der coolsten Herausforderungen, die ich je durch eine Sendung erleben durfte.“
Wann und wo haben Sie das Kochen gelernt?
Melody Haase: „Ich bin in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem immer frisch gekocht wurde und durfte schon früh mithelfen. Später habe ich heimlich, wenn meine Eltern weg waren, aus der Küche ein Schlachtfeld gemacht und einfach ausprobiert. Mein Vater hatte ein großes blaues Kochbuch, aus dem ich Rezepte nachgekocht habe, während meine Mutter eher improvisiert und „gezaubert“ hat. Ich glaube, genau diese Mischung aus Struktur und Kreativität hat mich geprägt – auch wenn beim Karamellkochen einige Pfannen dran glauben mussten.“
Sie haben türkische, arabische, amerikanische und polnische Wurzeln. Wie spiegelt sich diese kulturelle Vielfalt in Ihren Gerichten wider?
Melody Haase: „Kulinarik und Kultur gehören für mich untrennbar zusammen. Gewürze, Zubereitungsarten und Rituale unterscheiden sich stark – und damit bin ich schon früh in Berührung gekommen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie meine türkische Oma stundenlang Weinblätter gerollt hat, während ich fasziniert daneben saß. Essen war in meiner Familie immer ein zentraler Dreh- und Angelpunkt: Es gibt etliche Fotos, wo wir an großen Tafeln sitzen, ganz lange zelebriert und über den Tag hinweg immer wieder gegessen haben.“
Wie haben Sie sich auf Ihre Teilnahme bei „Promi Taste“ vorbereitet?
Melody Haase: „Zuerst einmal habe ich wieder regelmäßig gekocht – für andere tue ich das oft, für mich selbst leider viel zu selten. Zusätzlich habe ich Bücher gelesen, um ein tieferes Grundverständnis fürs Kochen zu entwickeln: etwa, wie sich Zutaten oder Timing auf Texturen und Geschmack auswirken. Der Gedanke, für Sterneköche zu kochen, hat mir schon etwas Angst gemacht. Da wollte ich es auf jeden Fall richtig machen.“
Sie sind aus zahlreichen Reality-Formaten wie „Forsthaus Rampensau“, „Promis unter Palmen“ und „Reality Backpackers“ bekannt. Welche Facetten deiner Persönlichkeit möchtest du denn den Zuschauern bei Promi Taste besonders näherbringen?
Melody Haase: „Weniger eine neue Persönlichkeit– die kennt man ja bereits und die bleibt gleich. Bei dieser Teilnahme ging es mir vielmehr darum, mein Können zu zeigen. Ich werde oft unterschätzt, und „Promi Taste“ bietet mir eine Bühne, um mein Kochtalent zu zeigen. Es ist eine Show, bei der ich meiner Familie wirklich stolz sagen kann: „Schaut mal rein.“ Das ist nicht bei jedem Reality-Format so. (lacht)“
Sie haben mehrfach über Ihre Ernährungsumstellung auf gesunde Lebensmittel gesprochen. Wie gesund sind Ihre Löffel bei „Promi Taste“?
Melody Haase: „Ehrlich gesagt: nicht besonders gesund. Wenn ich lecker kochen will, denke ich nicht an Kalorien. Ins Kartoffelpüree gehört für mich einfach viel Butter, weil es ein Geschmacksträger ist.“
Was war Ihr ganz persönlicher „Promi-Taste-Moment“, der Ihnen besonders in Erinnerung bleiben wird?
Melody Haase: „Zum ersten Mal in diesem beeindruckenden Studio zu stehen, das man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, war absolut surreal. Und dann natürlich mit den lieben Kollegen. Das war der tollste Cast, mit dem ich je zusammenarbeiten durfte.“
Welche Rolle spielen denn die Restaurants der Coaches für Sie als Inspiration?
Melody Haase: „Ich bin ein großer Fan von Tim Raue und liebe die asiatische Küche. Diese Kombination aus intensiven Aromen und modernem Twist, die er erschafft, inspiriert mich sehr.“
Blitzfragen an Melody Haase:
Frühstück, Mittagessen oder Abendessen? Abendessen, am liebsten klassisches deutsches Abendbrot.
Improvisation oder Rezepttreue? Rezepttreue.
Fleisch oder Fisch? Fisch.
Pasta oder Reis? Pasta.
Regional oder exotisch? Regional.
Süß oder salzig? Salzig.
Schnelles Gericht oder aufwendiges Menü? Schnelles Gericht.
Lieblings-Küchenutensil? Mein Sous-Vide-Gerät. Es macht Fleisch unglaublich zart.
„Promi Taste“ – jeden Mittwoch um 20.15 Uhr bei Sat.1!