Als deutscher Popsänger und Moderator steht Ben Blümel seit vielen Jahren auf der Bühne und vor der Kamera. Bei Promi Taste tauscht er Mikrofon und Moderationskarte gegen den Kochlöffel – und erfüllt sich damit einen kleinen Traum. Bei Promi Taste beweist der dreifache Familienvater, dass ihn gutes Essen schon lange begleitet. Im Interview spricht Ben Blümel darüber, wie ihn seine Erfahrungen in der Gastronomie geprägt haben und warum Kreativität für ihn der entscheidende Faktor beim Kochen ist.
Herr Blümel, was hat Sie daran gereizt, bei „Promi Taste“ dabei zu sein?
Ben Blümel: „Für mich ist „The Taste“ die Königin der Kochshows – spannender geht es kaum. Da war ich wirklich glücklich, bei „Promi Taste“ dabei sein zu dürfen, denn ich bin echt ein großer Fan der Sendung – jetzt gebe ich es zu. (lacht)“
Wann und wo haben Sie das Kochen gelernt?
Ben Blümel: „Mein Gespür für Lebensmittel habe ich definitiv von meiner Mutter und von meinem Cousin. Ich habe früh gemerkt, dass ich anders durch Supermärkte gehe. Ich sehe Zutaten und bekomme sofort Lust zu kochen. Mein Cousin hat eine Kochausbildung gemacht und war oft bei uns. Er hat mir gezeigt, wie man richtig abschmeckt – und sogar, wie man Chicken Nuggets selbst macht.“
Sie gewannen zweimal „Das perfekte Promi-Dinner“ (2006&2010), und haben in der „Promi-Kocharena“ (2012) und in der ZDF-Reihe „Die Küchenschlacht“ (2017) teilgenommen. Inwiefern hat Sie das auf Ihre Teilnahme bei „Promi Taste“ vorbereitet?
Ben Blümel: „Jedes Format ist anders, und auf „Promi Taste“ kann man sich eigentlich nur bedingt vorbereiten – außer, indem man viel kocht. Genau das ist ja das Besondere: Man kann die Show kaum trainieren. Natürlich helfen ein paar Basics, aber entscheidend ist die Kreativität. Und genau darin liegt auch die große Fallhöhe. Das hat bisher kein Format geboten.“
Sie haben zeitweise ein Pop-up-Restaurant „Berlin Soul Food“ in Berlin-Kreuzberg eröffnet. Welche Rolle spielt diese Erfahrung heute für Ihren Geschmack bei „Promi Taste“?
Ben Blümel: „Gastronomie ist für mich etwas ganz Besonderes, der Küchenalltag aber noch einmal ein ganz anderes Paar Schuhe. Durch meine Erfahrungen im Restaurant bin ich deutlich sicherer geworden. Ich glaube Kochpraxis, das Schnippeln, aber auch eine Sauce drei- bis vierhundertmal al zu kochen, sorgt dafür, dass man entspannter bleibt und nicht bei jedem Schritt denkt: Schaffe ich das?‘“
Was war Ihr ganz persönlicher „Promi-Taste-Moment“, der Ihnen besonders in Erinnerung bleiben wird?
Ben Blümel: „Das erste Betreten des Studios. Alles ist groß und voller Magie – genau, wie ich es aus den guten alten Fernsehzeiten kenne. Dort auf die Köche zu treffen, die neuen Superstars des Entertainments, hat mir mehrfach Gänsehaut beschert.“
Wie hat sich Ihr Blick auf Essen, Geschmack oder Kochen durch die Teilnahme an der Show verändert?
Ben Blümel: „Ich verbrauche seitdem fünf Mal so viel Equipment, denn jede Soße wird passiert und zum Aufwärmen gibt es ein neues Töpfchen. Ansonsten war „Promi Taste“ für mich einfach bewusstseinserweiternd: Lebensmittel gezielter zu kombinieren und dabei den Fokus nicht zu verlieren, war eine große Erfahrung.“
Welche Rolle spielen die Restaurants der Coaches für Sie als Inspirationsquelle? Waren Sie dort schonmal essen?
Ben Blümel: „Mein Hobby war früher, Sterne essen gehen. Heute habe ich drei Kinder und bin froh, wenn ich ab und zu überhaupt irgendwo sitze. An Tim Raue kommt man in Berlin kaum vorbei, und auch die anderen Coaches haben tolle Restaurants. Sobald meine Kinder älter sind, möchte ich sie mir auf jeden Fall noch anschauen.“
Blitzfragen an Ben Blümel:
Frühstück, Mittagessen oder Abendessen? Abendessen und zwischendurch viel Snacken.
Improvisation oder Rezepttreue? Impro.
Fleisch oder Fisch? Fleisch.
Pasta oder Reis? Oha… Reis.
Regional oder exotisch? Exotisch.
Süß oder salzig? Salzig.
Schnelles Gericht oder aufwendiges Menü? Menü.
Lieblings-Küchenutensil? Microplane.
„Promi Taste“ – jeden Mittwoch um 20.15 Uhr bei Sat.1!