Nach der noch immer nicht zu begreifenden Absetzung von „Immer wieder sonntags“ ist die Frage berechtigt – wie sicher ist noch der „Schlager-Spaß mit Andy Borg„? Dass ein Format trotz – gerade in diesen Zeiten noch immer – sehr gute Quoten nicht sicher ist, das hat der SWR mit „Immer wieder sonntags“ leider bewiesen. Und auch eine neue Aussage von SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sorgt da nicht gerade für Beruhigung…
Ab 2027 wird der „Schlager-Spaß mit Andy Borg in einem externen Studio und nicht mehr in Baden-Baden produziert – aus Sparmaßnahmen. Diese Vergabe geht auf die im Jahr 2025 getroffene Entscheidung des SWR zurück, fiktionale Produktionen und ausgewählte Unterhaltungsformate nicht mehr selbst herzustellen, um Ressourcen flexibler steuern und eigene Studioflächen reduzieren zu können. Clemens Bratzler im Juli diesen Jahres dazu: „Dass so beliebte SWR-Formate künftig nicht mehr von eigenen Produktions-Teams und in eigenen Studios hergestellt werden, ist schmerzhaft für die betroffenen Mitarbeitenden, die mit ihrem Können und Engagement maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben.“
Wir hoffen inständig, dass dies nicht der Anfang vom Ende ist…
„Schlager-Spaß mit Andy Borg“ Zukunft: Aussage von SWR-Programmchef gibt Anlass zur Sorge
Denn auch bei „Immer wieder sonntags“ hätte wohl keiner mit einer Absetzung in diesem Jahr gerechnet. Und nach genau dieser Absetzung, nach der letzten Sendung am 06.09.26, hakte der lokale Radiosender „RadioBWSchlager1“ bei SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler nach. Wie sicher ist der „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ wohl noch?
Die Antwort: „Da haben wir halt die Entscheidung auch getroffen. Das führen wir weiter, solang Andy das machen will. Solange wir es uns auch leisten können. Das ist wie bei allen immer in diesen Zeiten eine Frage“, stellt Bratzler klar.
Einerseits aus wirtschaftlicher Sicht eine plausible Aussage – aber: Was genau heißt das? Denn wie jüngst die Erklärungen für die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ zeigen, darf das Vertrauen hier geschwächt sein. Denn wie man sich die Absetzung von Stefan Mross‚ Show schön redet, keine Wahl gehabt zu haben, ist unfassbar. Das Ganze ist löchriger als ein Schweizer Käse, was Bratzler im Interview mit „RadioBWSchlager1“ von sich gab.
SWR-Programmchef iritiert mit Vergleich
Und es wird noch pinkanter: In dem Interview sagt Bratzler noch über den „Schlager-Spaß mit Andy Borg: „Da hat der Schlager und auch viele der Künstlerinnen und Künstler, die bei ‚Immer wieder sonntags‘ aufgetreten sind, eine Bühne. Und insofern die Zuschauenden auch ein Wohnzimmer.“
Das ist ein „Äpfel mit Birnen“-Vergleich. Ja, die Zielgruppe ist gleich. Und ja die Formate leben einen gleichen Geist. ABER: Wir reden hier von einer in der Regel monatlich stattfindenden Samstagabend-Sendung und einer Vormittagssendung. Und auch wenn der „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ vielen Künstlern eine Bühne gibt, die in den Feste-Shows und bei Giovanni Zarrella nicht stattfinden gibt, gab es bei „Immer wieder sonntags“ doch noch ein paar mehr Möglichkeiten, wie eben die „Sommerhitparade“. Für uns wieder ein Versuch, die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ irgendwie zu erklären. Unser Apell: Herr Bratzler, sägen sie nicht auch noch am „Schlager-Spaß mit Andy Borg“! Die Sendung ist ein Quotengarant, und die letzte Sendung, die eine große und nicht unerhebliche Zielgruppe noch hat. Menschen, die die Gebühren zahlen und auch ihre Kunden damit sind!
Lieber Andy – an dich gerichtet: Bitte mach dich weiter stark für den Schlager, die Shows und deinen „Schlager-Spaß“! Wir stehen hinter dir – genau wie so viele Menschen, die die heile Welt mehr denn je brauchen und den Schlager lieben und schätzen!



