Seit vielen Jahren ist es Tradition… „In der Weihnachtsbäckerei“, das Kinderlied, das Generationen mitsingen können, wird beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“ performt. Die ersten Jahre von Rolf Zuckowski, ab 2012 dann immer von einem anderen Künstler. In diesem Jahr gibt es eine besonders außergewöhnliche Interpretation… vom Weltklasse-Pianisten Lang Lang. Mit uns sprach Rolf Zuckowski exklusiv darüber und über die festliche Show im Allgemeinen. Dabei fand er wunderschöne Worte und zeigte sich gerührt davon, dass seine Lieder ein solcher Bestandteil der Sendung sind…
Schlagerpuls.com: Lieber Herr Rolf Zuckowski, ich hörte, dass es heute Abend eine ganz besondere Interpretation der Weihnachtsbäckerei geben wird…
Rolf Zuckowski: „Ja eine völlig Überraschende… von Lang Lang. Ein Weltklasse-Pianist, der uns eigentlich in die Welt von Mozart führt. Dass die Weihnachtsbäckerei in so einer klassischen Stimmung in dieser Sendung sein kann, in der ja wirklich viele Genres vertreten sind und schon waren, ist was Besonderes. So richtig klassisches war da ja noch nicht bei… meiner Erinnerung nach. Er macht das wirklich ganz wunderbar und die Kinder singen dazu. Aber zwischendrin hat er auch Freiräume zu zeigen, was in seinen zehn Fingern steckt. Das ist für mich ein ganz großes Geschenk und er hebt damit das Lied auf eine Ebene, auf der ich es nie hätte bringen können. Er ist ja weltweit unterwegs und ich kann mir vorstellen, dass er auch woanders die Brücke zwischen Klassik und Kindern eröffnet… denn Kinderpädagogik spielt für ihn eine große Rolle. Er hat auch mit dem Piano-Album 1 und 2 immer ein Angebot, Kinder zum Klavierunterricht zu führen. In der Sendung (Anm. d. Red. 1. Aufzeichnung) hieß es gestern, er hätte 40 Millionen Kinder dazu gebracht, Klavierunterricht zu nehmen. In dem Sinne ist er ein Botschafter der Kindermusikpädagogik, wie es besser nicht geht. Er nannte das Lied auch als Beispiel vom Werk her – also man muss ja immer irgendwelche Noten oder musikalische Inspirationen für die Kinder haben. Er findet das hier wirklich besonders geeignet. Das ist natürlich ein großes Kompliment. Er ist ein sehr angenehmer und nahbarer Mensch. Wir sprechen Englisch miteinander, haben aber immer das Gefühl – so unterschiedlich unsere Musikwelten sind – es doch große Gemeinsamkeiten gibt. Vor allem, was die Seele der Musik angeht.“
Schlagerpuls.com: Wie ist es für Sie, jetzt wieder beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“ dabei zu sein?
Rolf Zuckowski: „Ich hatte gestern das Gefühl, nach Hause zu kommen. Ich bin hier jetzt bestimmt mindestens seit 15 Jahren dabei und habe anfangs selbst mit den Kindern in der Weihnachtsbäckerei gesungen. Vor dreizehn Jahren habe ich gesagt, ‚es wäre gut, wenn die Weihnachtsbäckerei jetzt in unterschiedlichen Versionen kommt‘. Ich wollte nicht, dass es zur Gewohnheit wird und habe gespürt, dass in dem Lied mehr steckt. Aber was da drin steckt… von Otto Waalkes über die Ehrlich Brothers bis hin zu Barbara Schöneberger… da sind wirklich ganz erstaunliche Versionen bei rausgekommen. Die von Lang Lang ist jetzt die Edelste… die anderen haben es aber auch wunderbar gemacht… lustig und wie im Falle von Otto Waalkes auch sehr professionell. Aber auf dieser klassischen Ebene kommt da nochmal ein ganz anderes Gefühl rein. Und auch, dass ‚Mitten in der Nacht‘ von allen Interpreten immer gesungen wird, ehrt mich. Ich glaube alle Interpreten, die im Bereich Schlagermusical in Deutschland aktiv sind, haben diesen Song schonmal gesungen. Das ist eine große Hymne am Ende der Sendung, die mir jedes Mal wirklich unter die Haut geht.
Dabei ergänzt Rolf Zuckowski: „Ich werde auf der Ebene Weihnachtsbäckerei immer mal wieder darauf angesprochen, dass es aus der Weihnachtsliederwelt gar nicht wegzudenken ist. Aber das ist es eigentlich nicht. Es ist ein Bäckerlied im Advent. Für mich sind ‚Mitten in der Nacht‘ oder ‚Wär uns der Himmel so nah‘… oder auch die traditionellen Lieder ‚Oh, du Fröhliche‘… Weihnachtslieder. In der vorweihnachtlichen Welt spielt die Weihnachtsbäckerei eine große Rolle, aber sie hat keine Weihnachtsbotschaft. Ich finde es wichtig, dass wir diese nicht vergessen.“





