Schon seit ihrer Jugend sind Schauspieler Ralf Bauer und Sänger Marc Marshall enge Freunde – immer wieder machen sie gemeinsame Sache. So nun auch für das Charity-Event „Ruhrpott trifft Tibet“, welches zugunsten des Vereins Kinderlachen e. V. am 09. Und 10.03.26 in Dortmund stattfindet. Genau bei diesem Verein sind sie auch Botschafter (im Falle von Ralf im tibetischen Bereich in Indien – wenn Kinderlachen e.V. ein Projekt unterstützt, dass mit Kindern und Tibet zu tun hat). Mit uns sprachen die Beiden exklusiv über das Charity-Event, die Hintergründe und was die Besucher bei diesem besonderen Event erwartet…
Marc Marshall: „Die Musik kann uns alle emotionalisieren“
Schlagerpuls.com: Marc, gemeinsam mit Ralf Bauer bist du Teil des Charity-Events „Ruhrpott trifft Tibet“. Wie entstand die Idee dazu und wie bist du dazu gekommen?
Marc Marshall: „Ich bin ja seit vielen Jahren Botschafter bei Kinderlachen e.V. in Dortmund und bin auch seit Jahrzehnten mit meinem lieben Freund Ralf Bauer sehr eng. Wir waren gemeinsam auf der Schule in Baden-Baden, wenngleich Ralf natürlich ein paar Jahre jünger ist als ich. Wir haben da schon bei Schulproduktionen und Theaterstücken die Bühne geteilt. Seither sind wir immer wieder gemeinsam auf der Bühne, um Gutes zu tun. Und Ralf ist ja sehr, sehr engagiert, was Tibet angeht. Und so habe ich durch ihn auch diese Welt etwas besser kennenlernen dürfen. Und jetzt kam es wieder ganz spontan. Ralf ist auch sehr schnell und fragte mich: ‚Du, pass auf, ich mache mit dem Marc Peine zusammen mit Kinderlachen eine Geschichte in Dortmund und wir können da helfen. Bist du dabei?‘ Da sagte ich: ‚Selbstverständlich. Wann ist das? Wo muss ich sein?‘ Und so ist das gekommen.“
Schlagerpuls.com: Sehr schön! Und was erwartet die Gäste? Also wie wird dein musikalischer Anteil aussehen? Was singst du?
Marc Marshall: „Also ganz ehrlich, was ich singe, weiß ich noch nicht. Ich lasse mich da von der Umgebung inspirieren. Wir haben ja einen fantastischen Koch an der Seite und Ralf wird sicherlich auch die ein oder andere Anekdote berichten aus seinen Reisen nach Tibet und Dharamsala. Ich werde so 20, 25 Minuten am Stück ein kleines Konzert geben und dann zwischen den Gängen noch bestimmt das ein oder andere Lied singen. Wir haben ein mehrgängiges Menü, welches sich – wie es der Titel schon sagt – ein bisschen zwischen Currywurst und tibetischen Spezialitäten bewegt. Wir werden natürlich auch was zusammen machen. Wir hatten vor Jahren, das kann man auch schön auf YouTube anschauen, das berühmte Lied ‚In The Ghetto‘ in einer ganz besonderen Weise dargeboten. Und zwar diese Tiefe von diesem Lied- denn oftmals ist es ja so, dass wenn wir in Deutschland internationale Songs anhören, dann gefällt uns der Rhythmus und die Melodie, jedoch der Inhalt ist uns oft nicht ganz so wichtig. Dabei wird gerade mit dem Stück ‚In The Ghetto‘ so viel an Tiefe und Lebensweisheit transportiert. Daher haben wir das so umgesetzt, dass ich einen Satz auf Englisch singe und Ralf den deutschen Satz dazu spricht. Das ist eine ganz besondere Version, die wir auf jeden Fall am Montag auch darbieten werden.“
Schlagerpuls.com: Das Konzept ist ja auch toll von ihm, das ist dann zudem ja auch eine schöne Auflockerung und macht es sehr vielseitig.
Marc Marshall: „Während wir jetzt telefonieren, ist irgendwo Kireg – und das ist auch für uns wahrnehmbar und spürbar. Da muss man mit den Menschen, die einem helfen sollen, andere Themen zu unterstützen, auch sehr sorgfältig umgehen. Da kann man nicht einfach immer nur sagen: ‚Ja, denen geht es schlecht und da geht es schlecht.‘ Sondern man muss ihnen auch ein Gefühl vermitteln… und da hilft die Musik. Die Musik kann uns alle emotionalisieren und uns nachdenklich machen, aber auch natürlich Freude verbreiten. Das ist immer so eine Balance. Da muss man schauen, wie man das am Montag auch so hinbekommt, dass die, die kommen, sich mit dem Thema identifizieren. Ich glaube, viel wichtiger als der Betrag, den man spendet, ist, dass man sich mit Themen identifiziert und den Gedanken dann wiederum in seine Welt mittransportiert. Das geht mir so ein bisschen verloren in den letzten Jahrzehnten. Ich habe so viel Charity schon gemacht und ich mag es nicht, wenn man quasi in Anführungsstrichen ‚nur‘ Geld gibt. Viel wichtiger ist für viele Menschen, denen es nicht gut geht, dass man sich mit ihrem Schicksal auseinandersetzt und auch wirklich weiß, was da passiert. Dann kann man auch in seinem Umfeld eben diesen Gedanken weitertragen. Und genauso soll es am Montag auch sein.“
Schlagerpuls.com: Das finde ich sehr schön. Und du bist ja auch schon viele Jahre Botschafter, wie du gesagt hast, von Kinderlachen. Wie kam es denn eigentlich dazu?
Marc Marshall: „Ich habe die Jungs über einen Freund kennengelernt. Also den Christian Vosseler und der Marc Peine. Mit dem Marc bin ich sehr, sehr eng befreundet seither, weil die mich mal eingeladen haben zu einer Gala, wo sie ihren Kinderlachen-Award verleihen. Und dann haben sie mich spontan gefragt, ob ich etwas singen will… das habe ich dann gemacht. Ich weiß noch, damals hat Uschi Glas so einen Award bekommen und mir hat dieser Gedanke gefallen, dass Kinderlachen eben auch nicht Geld spendet, sondern Sachspenden macht. Also jedem Kind sein Bett oder auch medizinische Geräte stiftet. Und dann haben wir uns immer mal wieder getroffen, auseinandergesetzt und irgendwann sagt der Mark zu mir: ‚Willst du nicht Botschafter werden? Danach habe ich dann jahrelang die Gala mitgestaltet und das war eben bisher immer Ende November. Ich habe da gemeinsam mit Matze Knop moderiert… und auch schon vor Matze alleine. Auch mein Vater hat da schon einen Award bekommen… jetzt konnte ich die letzten Jahre bei der Gala nicht mehr dabei sein, weil das genau meine Zeit ist, in der ich auf Tour. Ende November bis Ende Dezember bin ich ja auf großer Weihnachtstour jedes Jahr und bin aber trotzdem natürlich gerade dem Marc eng verbunden und wenn die mich brauchen, bin ich dabei.“
Ralf Bauer betont Wichtigkeit
„Diese alte Kultur, die viele Lösungen für eine eigene innere Ausgeglichenheit, sowie auch für ein respektvolles, friedfertiges Miteinander mit anderen Kulturen, anderen Religionen lebt nur durch die Kinder weiter.
Umso wichtiger diese Einrichtungen, wie TCV zu unterstützen- dort wird das Miteinander, der Respekt, aber auch die Demut gegenüber dem Leben, der Natur, gelehrt und vorgelebt. Dieses System der tibetischen Erziehung lebt das, was den Dalai Lama auch so beliebt macht.
Als Yogi und durch meine Erfahrungen, die ich mit tibetischen Mönchen gewinnen durfte, habe ich auch schon viele Kinder kennenlernen dürfen, die noch Tibetisch lernen und mit der tibetischen Kultur aufwachsen – ihr Lachen darf nie verstummen.“
„Seit über 20 Jahren engagiere ich mich für die Tibetische Gemeinschaft in Indien und war schon häufig dort zu Gast. 2023 habe ich Marc Peine von „Kinderlachen“ nach Dharamsala mitgenommen, um tibetische Kinder dort in ihrer Schule zu besuchen und ihnen einen Scheck zu übergeben. Dringend benötigtes Geld, das wir für die Unterbringung und Versorgung dieser Kinder hier mitgebracht haben.
Möglich gemacht hat das Kinderlachen e.V. . Marc Peine, ein Chef von Kinderlachen, war auch mit dabei. Er hat mich begleitet und so selbst erlebt, wie wichtig diese Einrichtung hier für die heimatlosen Kinder ist.
Dafür sagen wir von Herzen „Tou djé tché“, das heißt auf Tibetisch Dankeschön!“





