Natalie Holzner ist einer der aufstrebendsten Künstlerinnen Österreichs und gewinnt auch in Deutschland immer mehr Fans. Nun präsentiert sie ihren Hit „Kleopatra“ im Love Rave Mix… und zeigt damit ganz andere Klänge. Warum dieser Stil jedoch auf Dauer nicht ihrer ist und wie wichtig es ihrer Meinung nach ist, dass der Schlager sich treu bleibt, das verriet die Schlagersängerin hinter den Kulissen vom „Wenn die Musi spielt“-Winter Open Air in Bad Kleinkirchheim im exklusiven Interview mit schlagerpuls.com Dabei sprach sie auch offen über die Silbereisen- und Zarrella-Shows… Dabei wird in dem Gespräch schnell klar: Natalie liebt und lebt den Schlager – und ist eine junge Sängerin, die das Genre unbedingt braucht!
Schlagerpuls.com: Natalie, dein Hit aus dem vergangenen Jahr – „Kleopatra“ legst du als Rave Mix neu auf. Ganz direkt gefragt, wie kamst du drauf?
Natalie Holzner: „Ehrlich gesagt haben die Fans mich darauf gebracht, weil ich live ja oft andere Versionen spiele, als ich veröffentliche. Sie meinten, dass es so geil wäre, wenn es zu ‚Kleopatra‘ noch einen Rave-Mix gäbe. Ich habe meinen Produzenten Dominik Hemmer daraufhin gefragt: ‚Machen wir das?! Probieren wir das?!‘ – er hat dann ein Arrangement angelegt und das fand ich so toll. Zeitgleich hat mich Uwe Hübner kontaktiert und gefragt, ob es nicht auch einen Remix für die DJ’s gibt. Deswegen habe ich jetzt zwei released… einen eben für die DJ’s im Discofix-Stil und den Rave-Mix.“
Schlagerpuls.com: Tim Peters hat den Rave ja auch für sich entdeckt… damit wird der Schlager noch massentauglicher…
Natalie Holzner: „Ja genau, das ist geil. Tim Peters hat sich darauf voll eingeschossen und lebt das total. Für mich wäre es auf die Dauer zu viel, weil ich die schönen Schlager so liebe. Das mag ich so sehr. Party passt nicht überall, es ist schön, wenn man eine Auswahl hat. Auf Tiktok gingen die Snippets richtig hoch zum Rave-Mix, die Leute fanden das großartig. Da wächst ganz klar die Community.“
Schlagerpuls.com: Wie wichtig findest du es, dass der Schlager mit der Zeit geht, sich gesund weiterentwickelt?
Natalie Holzner: „Ich finde es wichtig, dass man mit der Zeit geht. Aber ich finde es auch wichtig, dass Schlager auch Schlager bleibt. Es gibt ja Popmusik, Rockmusik etc. Wir brauchen keinen Abklatsch davon. Wir machen Schlagermusik, die den Leuten gefällt. Man muss den Schlager nicht so arg entwickeln oder adaptieren, dass es irgendwo reinpasst. Sonst verlieren wir unsere Fans… und die sind doch das Wichtigste.“
Schlagerpuls.com: Und sonst stirbt der Schlager, wie man ihn kennt, möglicherweise irgendwann aus…
Natalie Holzner: „Genau! Es war schon gut, dass er sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Ich finde in der Volksmusik die Crossover-Sachen großartig… oder auch das, was voXXclub da immer macht. So etwas ist eine gesunde Veränderung, aber bitte nicht zu extrem.“
Schlagerpuls.com: Was erwartet deine Fans noch in 2026?
Natalie Holzner: „Ganz viel! Ich habe mir einiges vorgenommen. Es kommt auch am 27. Februar ein neuer Song, das droppe ich jetzt einfach mal. Ich sage noch nicht, wie er heißt… aber es wieder eine eigene Themenwelt aufgemacht. Es geht in die gefährliche Richtung und es wird geheimnisvoll. Das Thema gefällt mir irrsinnig gut und da möchte ich 2026 auch drinbleiben.“
Schlagerpuls.com: „Du bist ja schon bei etlichen großen Schlager-Shows dabei gewesen… aber noch nicht in den Shows von Florian Silbereisen. Ist das ein Traum von dir oder bist du jemand, der sagt ‚Ich brauche es nicht zwingend‘?“
Natalie Holzner: „Ich glaube, man kann sowieso nichts erzwingen. Entweder es kommt so oder nicht. Natürlich ist der Traum, wenn man Schlager macht, mal in den großen Shows von Silbereisen oder Zarrella mit dabei zu sein. Das sind einfach die Shows mit den größten Inszenierungen. Da würde mir das Herz aufgehen, wenn ‚Kleopatra‘ da mit den Tänzern in einer fetten Halle inszeniert werden würde… aber wenn es nicht ist, geht die Welt nicht unter. Ich bin stolz für das, was ich mir in den letzten Jahren aufgebaut habe. Und auch dankbar, dass die Fans mich immer stetig wachsend weiter begleiten. Es kommt so, wie es kommen soll.“


