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Joelina Drews spricht zu „Durch und durch“ über Selbstfindung, Druck & ihren Weg zum Schlager: Wollte nicht in „dieselbe Ecke wie mein Papa gestellt werden“

Joelina Drews spricht zu „Durch und durch“ über Selbstfindung, Druck & ihren Weg zum Schlager: Wollte nicht in „dieselbe Ecke wie mein Papa gestellt werden“
Bewegendes Exklusiv-Gespräch!
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© Anelia Janeva

Mit ihrer neuen Single „Durch und durch“ beginnt für Joelina Drews ein neues Kapitel in ihrer Karriere. Es ist ihr erster Solo-Popschlager. Dass sie nun doch wie ihr Vater Jürgen Drews auf Schlager setzt, ist keine getroffene Entscheidung, sondern das Ergebnis einer Entwicklung der letzten Jahre, in der sie sich – wohlwissend welcher Druck der Name Drews mitbringt – erst einmal selbst finden musste. Geholfen haben ihr hier zwei Kollegen, die sich bestens in ihre Lage versetzen können: Achim Petry und Lucas Cordalis – selbst Kinder großer Schlagerlegenden. Mit uns sprach Joelina exklusiv und sehr offen über Selbstfindung und Druck von außen, wie sie Schlager mit ihrem ganz eigenen Stil vereint und warum sie sich entschied, für erste Popschlager-Single einen Song von ihrem Vater zu wählen. 



Schlagerpuls.com: Joelina, am 10.07.26 erscheint mit „Durch und durch“ ein brandneuer Song von dir – der erste Popschlager-Titel…

Joelina Drews: „Ich freue mich tierisch, dass ich jetzt endlich wieder neue Solomusik rausbringen kann. Ich habe in den letzten zwei, drei Jahren viel im Studio getüftelt. Spannenderweise ist ‚Durch und durch‘ kein Song komplett aus meiner eigenen Feder. Ich habe ihn teilweise ein bisschen abgewandelt, neue Verse geschrieben, die Melodie aber übernommen. In der Hook habe ich ebenfalls die Melodie leicht verändert, weil das Original ein Song von meinem Papa ist.

Dazu gibt es eine ganz lustige Geschichte: Wir haben ja letztes Jahr im Rahmen seines Jubiläumsalbums unter anderem den Song ‚Herzmelodie‘ veröffentlicht. Dafür habe ich für Social Media ein ganz süßes Video zusammengeschnitten und viele private Aufnahmen aus unserem Archiv gesichtet. Darunter war auch ein Video, auf dem ich backstage bei einem Auftritt meines Papas meine ersten Schritte gemacht habe. Das müsste irgendwann 1996 gewesen sein.

In diesem Video hat er den Song ‚Durch und durch‘ gesungen. Als ich das gehört habe, meinte ich noch zu meiner Mama: „Boah, der Song ist ja so geil. Den hatte ich gar nicht mehr richtig auf dem Schirm. Ich würde ihn total gerne selbst mal covern.

Dabei betont sie: „Ich mache ja alles in meiner eigenen Stilistik. Mittlerweile habe ich ein eigenes Soundbild entwickelt, das ich unter anderem schon auf Papas Jubiläumsalbum mit Kornfeld gezeigt habe. Das hat alles so einen Synthpop-Eighties-Anstrich. So ist auch dieser Song geworden. Ich würde sagen, er ist eine Mischung aus Dance-Pop, Schlager und Eighties-Einflüssen.“



Schlagerpuls.com: „Ich finde es total spannend, dass du jetzt doch Schlager machst, ihn aber mit deinem eigenen Stil verbindest. Genau diese Mischung braucht der Schlager gerade. Er muss sich weiterentwickeln, aber trotzdem Schlager bleiben.“

Joelina Drews: „Absolut. Für mich war das allerdings ein langer Weg. Es war mir wichtig, mich erst einmal selbst auszuprobieren und herauszufinden, wo überhaupt mein Platz ist, wer ich bin und wie ich klinge. Und: ‚Was habe ich eigentlich zu erzählen?‘ Deshalb war es für mich wichtig, verschiedene Dinge auszuprobieren. Ich war ja auch in unterschiedlichen Genres unterwegs.

Letztendlich bin ich dann – eigentlich durch Zufälle, unter anderem durch das Duett ‚Wenn der Regen auf uns fällt‘ mit Lucas Cordalis – doch wieder im Schlager gelandet.

Dabei betont sie: Auch vom Zeitpunkt her hat es perfekt gepasst, weil ich meine eigene Stilistik und die Erfahrungen der letzten Jahre mit einfließen lassen konnte. Dadurch ist das Ganze für mich sehr einzigartig geworden. Ich experimentiere ohnehin gerne mit unterschiedlichen Genres und finde genreübergreifende Musik total spannend. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass sich alles genau so entwickelt hat.“

Schlagerpuls.com: Es hat sich also gefügt. Findest du, dass auch das Trio-Projekt mit Achim und Lucas dich ein Stück weit dorthin geführt hat? Das war ja sozusagen dein noch tieferes Eintauchen in den Schlager.

Joelina Drews: „Definitiv. Ich sage immer, dass dieses Projekt für mich eine ganz wichtige Station war und ist. Ich bin auch sehr dankbar dafür, weil ich von Lucas und Achim unglaublich viel lernen kann. Die beiden sind ja schon alte Hasen in dem Geschäft und für mich ist das die beste Schule. Außerdem macht es unheimlich viel Spaß, mit den beiden unterwegs zu sein und jetzt auch mit unserem Podcast immer wieder neue Geschichten zu erzählen und neue Erlebnisse zu teilen.



Das Projekt hat mich natürlich noch mehr in den Schlager gezogen. Gleichzeitig durfte ich das Schlagerpublikum und auch viele Kolleginnen und Kollegen kennenlernen. Ich habe das alles als so herzlich, dankbar und offen empfunden, dass ich irgendwann dachte: „Warum wollte ich damals eigentlich gar nicht so viel mit Schlager zu tun haben?“

Ich weiß natürlich, warum. Ich wollte eben nicht automatisch in dieselbe Ecke wie mein Papa gestellt werden. Ich wollte erst einmal selbst herausfinden, wer ich bin und was es alles gibt. Aber letztlich hat sich auch das einfach gefügt. Es sollte wohl genauso sein – und das war am Ende das Beste, was mir passieren konnte.“

Schlagerpuls.com: „Ich finde das total passend und kann das auch gut nachvollziehen. Du musstest schließlich erst einmal deinen eigenen Weg finden. Gleichzeitig stehst du natürlich auch unter dem Einfluss der öffentlichen Wahrnehmung, die sicherlich viel Druck ausüben kann.“

Joelina Drews: „Definitiv. Natürlich bringt Aufmerksamkeit viele Vorteile mit sich, aber sie hat eben auch eine Schattenseite. Man wird sofort bewertet, es werden große Erwartungen an einen gestellt und die Leute nehmen einen zunächst oft nicht richtig ernst. Man muss sich das alles hart erarbeiten, um in dieser Branche wirklich bestehen zu können. Am Ende ist das nicht weniger Arbeit als bei einem Newcomer. Ich bin ja eigentlich quasi eine Newcomerin.“

 

Was für bewegende Worte von einer jungen Frau, die offen legt: Gerade als Kind von einer solchen Legende ist es umso schwerer, seinen Platz zu finden. Stark, dass sie ihren eigenen Weg gefunden hat! Und mit „Durch und durch“ kommt da DER perfekte Song für den Beginn eines neuen Kapitels, welches sehr viel verspricht. Weiter so, liebe Joelina!

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