Hinter jedem Social-Media-Profil steckt ein Mensch – das gerät heutzutage im Internet oft in Vergessenheit. Joelina Drews weiß, wie schmerzhaft Hasskommentare sein können. Im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com spricht die Tochter von Jürgen Drews ehrlich über Anfeindungen, den Umgang mit Hatern und darüber, warum sie heute ihren eigenen Wert kennt. Uns gegenüber fand sie sehr ehrliche Worte, die den Menschen aus der Seele sprechen.
Schlagerpuls.com: Wie gehst du denn mit den Stimmen um, die sagen: ‚Jetzt macht auch noch die Tochter von Jürgen Drews Schlager.‘ Erlebst du auf Social Media da viel Gegenwind?“
Joelina Drews: „Auf Social Media sowieso. Gerade hinter der Anonymität des Internets gibt natürlich jeder seine Meinung ab. Manchmal ist sie konstruktiv, manchmal aber auch einfach nur beleidigend.
Mittlerweile kann ich damit zum Glück sehr gut umgehen. Zum einen bin ich damit aufgewachsen. Schon als Kind wurde ich immer wieder mit negativen Kommentaren konfrontiert. Früher hat mich das natürlich verletzt. Heute bin ich glücklicherweise eine gestandene Frau, die ihren eigenen Wert kennt und weiß, wer sie ist. Deshalb weiß ich inzwischen auch, dass solche Kommentare meistens mehr über die Menschen aussagen, die sie schreiben, als über die Person, über die sie urteilen.
Konstruktive Kritik nehme ich dagegen gerne an. Wenn ich etwas lese, bei dem ich denke: ‚Ja, da ist vielleicht etwas Wahres dran‘, dann nehme ich das sogar als Ansporn und arbeite an mir. Beleidigungen hingegen versuche ich einfach zu ignorieren. Und wenn es wirklich unter die Gürtellinie geht, blockiere ich solche Menschen konsequent. Irgendwann muss man sich auch selbst schützen.“
Schlagerpuls.com: Verständlich. Ich finde das sowieso krass. Social Media ist natürlich super für Promo, aber dort kann wirklich jeder seine Meinung äußern. Besonders auf X – früher Twitter – finde ich das teilweise extrem.
Joelina Drews: „Ja, das ist wirklich verrückt. Man fragt sich doch: Warum steckt ihr eure Zeit da hinein? Ihr könntet eure Zeit mit so viel schöneren Dingen verbringen. Stattdessen entscheiden sich manche Menschen bewusst dafür, ihre Energie in etwas Negatives zu investieren und ihre Zeit für jemanden aufzuwenden, den sie eigentlich gar nicht mögen. Eigentlich widerspricht sich das ja schon. Aber gut, das muss am Ende jeder selbst wissen.
Wir haben übrigens gerade eine Podcastfolge (Lesetipp: Hier mehr zu den Hintergründen des Projektes) zu genau diesem Thema veröffentlicht. Darin sprechen wir ausführlich über Fake-Kommentare und den Umgang mit Hass im Netz. Es ist tatsächlich verrückt, dass manche Menschen so viel Zeit investieren. Irgendwo könnte man fast sagen, dass sie am Ende doch Fans sind. Warum kommentieren manche Hater schließlich immer wieder unter denselben Beiträgen? Irgendetwas scheint sie ja trotzdem an den Künstlern zu interessieren oder zu fesseln.“
Schlagerpuls.com: „Genau. Sie verfolgen das ja trotzdem weiter. Ich glaube, das hat oft damit zu tun, dass Menschen mit sich selbst unzufrieden sind oder es eben blanker Neid ist.
Joelina Drews: „Neid spielt am Ende sicher auch eine Rolle. Eigentlich finde ich das aber schade. Wenn mich jemand nicht mag, ist das völlig in Ordnung. Ich verstehe das sogar, denn man kann nicht jedem gefallen. Ich fände es nur schön, wenn Menschen ihre Zeit sinnvoller nutzen würden. Ich glaube nämlich, dass die Welt dadurch auch ein Stück schöner wäre.“
Dabei betont sie: „Anstatt sich auf negative Dinge zu konzentrieren, sollte man lieber versuchen, den Blick auf das Positive zu richten und an sich selbst zu arbeiten. Das macht das Leben doch viel schöner – und auch das Miteinander.“
Wahre Worte von der lieben Joelina! Wer die neueste Podcast-Folge von “Drews, Cordalis, Petry – Kids-Club zum Thema hören möchte, der sollte beispielsweise hier direkt mal reinklicken!