Mit „Hinter den Sternen“ widmet Schlagersängerin Alexandra Hofmann ihrem Vater, der Ende 2023 verstarb, einen sehr berührenden Song. Im exklusiven Interview mit schlagerpuls.com gab Alexandra sehr offen ihre Gedanken preis… wie erging es ihr, als er plötzlich starb? Und wie schwer war es für sie, dann wieder auf die Bühne zu gehen?
Erst im Rausch des Scheinwerferlichts, dann kam die Leere
Es war ein harte Achterbahn der Gefühle, ein harter Schicksalsschlag im Dezember 2023. Am Abend zuvor stand Alexandra Hofmann noch mit Jørgen Olsen auf der Bühne bei Florian Silbereisens „Adventsfest der 100.000 Lichter“ in Suhl, live vor einem Millionenpublikum im Scheinwerferlicht. Am nächsten Tag stirbt ihr geliebter Vater plötzlich im Alter von 75 Jahren. Statt Vorfreude auf das Weihnachtsfest war eine Leere in der Sängerin, die sonst immer so stark ist. Zwei Monate lang nahm ihr der Verlust die Energie, gesteht die Sängerin uns gegenüber und gibt zu, dass ihr ein kleines bisschen auch der Sinn entgang… „das war plötzlich so unverständlich“, sagt Alexandra.
Alexandra Hofmann: Abbruch der Dreharbeiten zur Doku kam nicht infrage
Als sie vom Tod ihres Vaters erfuhr, sagte sie verständlicherweise sofort alles ab. Die Fahrt von Suhl nach Frankreich zum Auftakt der „Klingende Bergweihnacht“-Tour fand ein jähes Ende. Die Dreharbeiten für die Doku, die seit Monaten liefen, abzubrechen, kam für die Sängerin jedoch nicht infrage, verrät sie im Interview mit schlagerpuls.com: „Nein, da habe ich nicht drüber nachgedacht, weil das ja auch mit den Auftritten zu tun hat. Das war für mich schwer, die sensible Seite von mir zu zeigen, die ich über Jahre gut versteckt habe… vielleicht auch, um nicht verletzt zu werden… keine Ahnung, warum. Das war für mich sehr ungewohnt und hat mich auch jedes Mal Kraft gekostet.“
Dabei betont Alexandra, dass die SWR-Mitarbeiter „sehr dezent“ waren und „immer, wenn sie gemerkt haben, ‚es geht nicht mehr‘, haben sie sofort aufgehört“. Dabei ergänzt sie: „:.. und wir haben ja auch nicht am Stück gedreht. Für mich war eher dieser erste Schritt wieder auf die Bühne schwierig. Aber ich wusste, die Bühne ist meine Leidenschaft und unser Vater hat die Musik geliebt, ist in jedem Ton aufgegangen. Deswegen war es für mich klar, dass ich versuchte, so schnell wie möglich zurückzugehen, aber ich habe schon einige Tage gebraucht.“
Alexandra Hofmann war plötzlich nicht mehr „dieses Gummibärchen, dass durch die Gegend hüpft“
Sich so verletzlich zu zeigen, war eine Herausforderung für Alexandra Hofmann, wie wir im Interview auch spürten und hörten. „Ich bin ein sehr gefasster Mensch in der Öffentlichkeit, da habe ich es aber ohne Träne nicht auf die Bühne geschafft. Wir versuchen ja alle unsere Seele nach außen zu kehren und das ist natürlich etwas, was man nicht ignorieren kann, alle haben ja drüber geschrieben. Und man hat es mir ja auch angemerkt, ich war von heute auf morgen nicht mehr dieses Gummibärchen, dass durch die Gegend hüpft. Das hat mich natürlich zutiefst getroffen“, gesteht Alexandra.
SO tankte sie wieder Kraft
Doch woher hat Alexandra Hofmann die Kraft genommen, wieder nach vorne zu schauen? „Das hat natürlich mehrere Faktoren. Zum einen habe ich vor 25 Jahren angefangen zu meditieren… mir Handwerkzeuge an die Hand zu legen, um zu innerer Kraft zu kommen, um über schwierige Situationen hinwegzukommen, Positives denken. Da habe ich mir Dinge in den Alltag mit eingebaut, wovon ich natürlich ein bisschen profitierte… dass ich diese Werkzeuge schon kannte. Zum anderen habe ich eine Bombenfamilie. Mein Mann, meine Kinder, der Freundeskreis… das war der Hammer… wir sind alle füreinander da und da bin ich heute noch in tiefer Dankbarkeit und Demut, dass ich so tolle Menschen um mich herum habe.“
Was für schöne Worte von einer wahrlich starken Frau! Wir ziehen den Hut vor dir, liebe Alexandra!



