Das Singen ist die große Leidenschaft von Natalie Holzner, die sich im Schlager längst fest etabliert hat. Doch sie singt nicht nur, sie ist musikalisch vielfach talentiert. So spielt die Österreicherin schon seit ihrem 7. Lebensjahr Geige. Doch woher kommt ihr Interesse an dem Instrument? Und was verbindet sie damit? Im exklusiven Interview mit schlagerpuls.com sprach Natalie jetzt offen über die Leidenschaft für das Geigenspiel und blickte dabei bis in ihre Kindheit zurück. Dazu verriet sie, dass sie einst auch Teil einer Volksmusikgruppe war…
Schlagerpuls.com: Natalie, schon seit deinem 7. Lebensjahr spielst du Geige. Woher kam überhaupt dein Interesse zu dem Instrument?
Natalie Holzner: „Ich war als Kind gemeinsam mit meinen Eltern bei einem Konzert von einem Streichorchester und war sofort total fasziniert, von dem Klang, der gleichzeitig zart und kraftvoll sein kann, vom Aussehen der Geige und vor allem auch davon, wie man dieses Instrument spielt. Ich wusste wirklich sofort, ich will Geige spielen und bin meinen Eltern mit dem Wunsch so lange in den Ohren gelegen, bis sie es mir erlaubt haben.“
Schlagerpuls.com: Erinnerst du dich noch an deine ersten Schritte mit der Geige?
Natalie Holzner: „Ja, ich erinnere mich noch wirklich gut daran – vor allem daran, dass ich immer die Tür meines Zimmers schließen sollte, wenn ich übe (schmunzelt). Die ersten Klänge sind halt leider nicht so, wie man es sich vorstellt… das Üben war anfangs oft eine echte Qual – vor allem für meine Eltern und meine Schwestern. Da musste viel Geduld herhalten. Aber rückblickend bin ich unglaublich dankbar dafür, dass sie mich trotzdem immer unterstützt haben.“

Schlagerpuls.com: Wie lange und wie oft hast du damals Geige gespielt?
Natalie Holzner: „Ich habe eigentlich meine ganze Kindheit und Jugendzeit regelmäßig geübt, war im Orchester, habe zuhause mit meinen Schwestern musiziert und war auch lange Zeit ein Teil einer Volksmusikgruppe. Und was soll ich sagen, ich habe es geliebt. Die Geige ist so vielseitig und klingt einfach immer spannend. Später, während meines Studiums, hatte ich sogar Unterricht am Mozarteum – eine Zeit, die mich musikalisch sehr geprägt hat. Dann kam allerdings eine lange Phase, in der die Geige kaum eine Rolle gespielt hat, eine Phase in der ich mich hauptsächlich auf das Singen und Schreiben von Schlagersongs konzentriert und unzählige Auftritte gemacht habe. Die letzten Jahre vergingen dabei wie im Flug. Ich habe so unglaublich viel erreicht, bin sogar zum dritten Mal für den AMADEUS nominiert und habe mir selbst eingeredet, dass die Geige nicht wirklich zum Schlager passt.“

Schlagerpuls.com: Auch heute spielst du immer mal wieder auf der Geige, hast die im vergangen Jahr sogar im Song „Lebendig“ eingebunden. Wie kam es dazu?
Natalie Holzner: „Mein Herz hat immer für dieses Instrument geschlagen, auch wenn ich es lange zur Seite gelegt habe. Im letzten Jahr habe ich dann endlich den Mut gefasst, die Geige bewusst in einem Song einzubauen, bei „Lebendig“. Dieser Schritt war unglaublich wichtig für mich. Seitdem greife ich auch im Studio immer wieder zur Geige, spiele Parts selbst ein und merke: Das bin einfach ich. Was mich am Geigenspiel bis heute fasziniert, ist diese Nähe zur Emotion und dass schon eine kleine Unsicherheit sofort hörbar ist, ähnlich wie beim Singen. Und genau deshalb werden auch in Zukunft noch weitere Lieder mit Geige kommen.“



