In einem wohlvertrauten Hafen schipperten die Männer von Santiano am vergangenen Donnerstagabend, als sie in der ÖVB-Arena in Bremen auftraten… waren sie hier doch schon etliche Male zu Gast. Dabei erlebten die Zuschauer einen Abend zwischen Wahnsinnshow, feinster Live-Musik und Worten der ganz klaren Sorte! Keine Frage, da braute sich was zusammen in Bremen… wir waren live dabei und verraten Euch mehr!
Santiano boten furiose Show in Bremen
Bereits vor Beginn donnerte es schon, Blitze kamen auf – ein frühes Zeichen dafür, was die Fans in den kommenden gut zwei Stunden für eine Show erwarten würde – denn Santiano, die fuhren auf ihrer aktuellen Tour ganz groß auf! So schossen schon beim ersten Titel – „Tanzen wie die Teufel“ – die Pyroflammen hoch. Keine Frage, hier wurde nicht lang geschnackt, es ging direkt stimmungsvoll los!
Die Reise führte die Zuschauer an diesem Abend durch eine buntgemischte Fahrt durch das Schaffenswerk der Musiker, die wie gewohnt Livemusik vom Allerfeinsten boten! Früh am Abend gingen sie mit „Ekke Nekkepan“ als auch „Doggerland“ den Mythen auf den Grund, ehe ein Ausflug in das „Land of Green“ folgte, in dem Peter David Sage an der Front des Gesangs stand… ehe bei „Nichts als Horizonte“ wieder Björn übernahm.
Santiano prangeren Kriegstreiber an und spricht offen über aktuelle Lage: „Die Welt ist aus den Fugen“
Dieser nutzte seine Stimme – stellvertretend für die ganze Band – natürlich auch, um offen ihre Werte zu vertreten. So wandten sich Santiano auf musikalische Weise an „all diese größenwahnsinnigen Kriegstreiber und Despoten, die gerade die ganze Welt in Brand setzen. Die um Grenzen zu verschieben, sich Ressourcen zu sichern – oder was für Gründe auch immer sie anführen – völkerrechtswidrig, Kriege vom Zaun brechen. Damit meinen wir auch diesen orangenen Pavian, der gerade komplett durchtillt und diese Welt sowas von in Gefahr bringt. Das ist unfassbar.“ Klare Kante!
Dabei legte Björn Both nach: „Wen wir auch mit diesem Lied meinen, sind all diejenigen, die sich jetzt angesichts solcher Szenarien im Sofa zurücklehnen und gemütlich der Profite harren, die mit Krieg immer verbunden sind. Krieg ist die größte Gelddruckmaschine der Welt, allerdings nur für einige wenige.“ Dazu betonte der Sänger: „Wen wir mit diesem Lied ausdrücklich nicht meinen, sind Länder, sind Nationen und damit Menschen, die sich gegen solche Angriffe versuchen zur Wehr zu setzen. Die haben unsere absolute Unterstützung und Solidarität, sofern das mit unseren bescheidenen Mitteln überhaupt möglich ist. Die Welt ist aus den Fugen. Aber das hat man vor 100 Jahren auch schon gesagt.“
Santiano beweisen in Bremen: SO schön kann es sein, wenn alle zu einer Einheit verschmelzen
Dafür erntete er großen Applaus! Mahnend war an diesem Abend auch der Titel „Da braut sich was zusammen“, der eine Warnung in diesen Zeiten ist. Noch bedrohlicher war das Setting beim Song „Nie wieder Krieg“… das Bühnenlicht wurde hier komplett in Rot getaucht. Keine Frage, Santiano machen sich für den Frieden stark – und auch wenn die Zeiten auf der Welt gerade düster sind, ist Hoffnung da… vor allem wenn wir zusammenstehen. Auch das wurde an diesem Abend deutlich rübergebracht. Band und Publikum verschmolzen in Bremen jedenfalls zu einer Einheit… die Lieder der Freiheit erklangen – und auch die Liebe kam nicht zu kurz. So betonte Björn Both: „Liebe kann nie weniger werden, wenn wir sie teilen“ – berührend war auch der Song „Alte Seelen“ – ein wunderschöner Song!
Gänsehaut-Finale hoch im Norden
Nach rund zwei Stunden wurde die Knotenzahl in der ÖVB-Arena noch einmal mächtig aufgedreht… und die wilde Fahrt gipfelte in einem Medley aus ihren großen Seemann-Hits wie „Joho und ne Buddel voll rum“ und „Auf nach Californio“, ehe wenig später „Es gibt nur Wasser“ erklang – das Publikum tobte, war wie so oft an diesem Abend nicht mehr auf den Sitzen zu halten. „Noch lauter“, forderte Björn und peitschte die Fans ein. Als dann „Santiano“, das Lied, mit dem einst alles begann, erklang, kochte die Arena endgültig.
Mit „Hoch im Norden“, eine waschechte Hymne, endete die grandiose Show kurz darauf in einem Gänsehaut-Finale. Das Publikum entzündete ein Lichtermeer mit ihren Handys… und sang derart laut mit, dass einem die Gänsehaut über den ganzen Körper lief.
Noch bis zum 27.11.26 sind Santiano auf großer „Da braut sich was zusammen“-Tour. Tickets gibt es direkt hier.





