Für Torsten Höllerich steht ein großer Wendepunkt bevor. Der Sohn der unvergessenen Schlager-Legende Roy Black möchte nach mehr als zwei Jahrzehnten in Kolumbien in seine Heimat Deutschland zurückkehren. Nach einer schwierigen Zeit mit privaten und beruflichen Rückschlägen blickt der 49-Jährige nun nach vorn – und wagt in Niedersachsen einen kompletten Neustart.
Im Gespräch mit BILD macht Torsten Höllerich deutlich, wie einschneidend dieser Schritt für ihn ist. „Ich fange mit 50 noch einmal komplett bei null an“, sagt er gegenüber BILD.
Torsten Höllerich: Viele Probleme in Wahlheimat Kolumbien
Torsten Höllerich war vor rund 20 Jahren nach Kolumbien ausgewandert. Dort heiratete er Maria Fernanda, mit der er einen Sohn hat. Doch die Ehe scheiterte inzwischen, die Scheidung läuft. Auch beruflich verlief die Zeit in Südamerika zuletzt nicht wie erhofft. Nach dem Aufbrauchen seines Erbes arbeitete Höllerich unter anderem als Übersetzer und nahm verschiedene Gelegenheitsjobs an.
Nach eigenen Angaben musste er in den vergangenen Jahren zudem schwere persönliche Schicksalsschläge verkraften. Im Zusammenhang mit familiären Problemen erlitt der Diabetiker einen Nervenzusammenbruch und einen lebensgefährlichen hypoglykämischen Schock, den er überlebte.
Roy Black: Warum kehrt sein Sohn Torsten Höllerich jetzt nach Deutschland zurück?
Trotz seines langen Aufenthalts in Südamerika habe ihn die Sehnsucht nach Deutschland nie verlassen. Gegenüber BILD erklärt Torsten Höllerich: „Deutschland ist meine Heimat und deshalb möchte ich noch in diesem Jahr zurückkehren.“ Ein besonderer Grund für seine Rückkehr ist auch die enge Verbindung zu seinem Vater Roy Black. Der beliebte Schlagersänger, der mit Hits wie Ganz in Weiß Musikgeschichte schrieb, starb im Oktober 1991 überraschend im Alter von nur 48 Jahren. Noch heute begleitet Torsten Höllerich die Erinnerung an seinen Vater. Im Interview mit BILD sagt er: „Ich habe meinen Vater sehr geliebt und seinen Tod noch nicht überwunden.“
Besonders die gemeinsame Zeit mit seinem Vater ist Torsten Höllerich bis heute in lebhafter Erinnerung geblieben. Obwohl Roy Black aufgrund seiner zahlreichen Tourneen häufig unterwegs gewesen sei, hätten beide jede gemeinsame Gelegenheit intensiv genutzt.
Torsten Höllerich erinnert an Vater Roy Black: Er genoss die seltene gemeinsame Zeit
„Wir hatten eine sehr freundschaftliche Beziehung. Schon vor der Scheidung meiner Eltern war er wegen seiner vielen Tourneen oft unterwegs und reiste von Auftritt zu Auftritt. Deshalb haben wir uns meistens in meinen Schulferien gesehen. Für diese Zeit nahm er sich bewusst frei und wir haben viele gemeinsame Freizeitaktivitäten unternommen. Das waren für mich unvergessliche Momente“, erzählt Torsten Höllerich gegenüber BILD. Vor allem die gemeinsamen Angelausflüge an der Fischerhütte seines Vaters seien ihm bis heute in bester Erinnerung geblieben.
Torsten Höllerich: Hier will Roy Blacks Sohn in Deutschland unterkommen
Sein neues Leben möchte Torsten Höllerich allerdings nicht in Bayern beginnen, wo sein Vater begraben liegt, sondern in Niedersachsen. Der Grund dafür ist ein langjähriger Freund, der ihm den Start erleichtern möchte.
Gegenüber BILD erklärt Höllerich: „Wenn ich in Deutschland ankomme, holt mich mein bester Freund in Frankfurt ab. Zunächst werde ich bei ihm in der Nähe von Emden wohnen können. Dafür bin ich sehr dankbar.“
Von dort aus möchte er sich Schritt für Schritt eine neue Existenz aufbauen. Dass der Weg nicht einfach werden wird, ist ihm bewusst. Dennoch blickt er optimistisch nach vorne. Wie er BILD abschließend sagt: „Ich weiß, dass das nicht einfach wird, aber ich freue mich auf diesen Neuanfang.“

