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Murad Klein: Erster Schlager Rapper gründet eigenes Label – mit uns sprach er über die Beweggründe und seine Ziele

Murad Klein: Erster Schlager Rapper gründet eigenes Label – mit uns sprach er über die Beweggründe und seine Ziele
Exklusiv
"Der nächste logische Schritt"
© Pressefoto

Mit Giovanni Zarrella fing alles so richtig an für Murad Klein, den ersten Schlager Rapper Deutschlands. Nachdem sie sich bei „The Voice of Germany“ kennenlernten, coverte Murad auf Social Media einen seiner Songs. Daraufhin lud ihn Giovanni auf eines seiner Konzerte ein – danach kam der Musiker so richtig auf den Geschmack. Nun ging er nach etlichen weiteren Social Media Covern (die in der Schlagerbranche sehr gut ankamen!) den nächsten Schritt – und gründete sein eigenes Label. Erstes Ergebnis ist der Titel „Schlager Mädchen weinen nicht“, der am 03.07.26 erscheint. Mit uns sprach Murad Klein exklusiv über die Beweggründe und seine Ziele. Dabei wird schnell klar: Murad weiß genau, was er will!



Schlagerpuls.com: Murad, mit „Schlager Mädchen weinen nicht“ kommt dein erster eigener Song. Wie entstand er?

Murad Klein: „Als ich gemeinsam mit Giovanni Zarrella am Kölner Tanzbrunnen auftreten durfte, habe ich für mich gemerkt: Genau das ist meine Musik. Schlager und Rap zu verbinden, das ist das, wofür mein Herz schlägt. Da Schlager-Rap etwas völlig Neues war, wollte ich aber nicht direkt mit einem eigenen Song starten. Ich wollte erst herausfinden, ob die Menschen diesen Sound überhaupt annehmen. Deshalb habe ich bekannte Schlagersongs neu interpretiert und eigene Rap Parts darauf geschrieben. Über zwei Jahre hinweg sind daraus 100 Schlager-Raps entstanden.

In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass Menschen offen für Neues sind. Viele schreiben mir bis heute, dass sie eigentlich gar keinen Schlager hören, durch meine Musik aber einen Zugang dazu gefunden haben. Das finde ich besonders schön, weil ich das Gefühl habe, dass Schlager-Rap nicht nur zwei Musikrichtungen verbindet, sondern auch Menschen. Natürlich war es immer mein Ziel, irgendwann eigene Musik zu veröffentlichen. Aber ich wollte mir die Zeit nehmen, meinen eigenen Sound zu finden. Ich wollte keinen klassischen Schlager machen, aber auch keinen reinen Rap. Ich wollte herausfinden, wie Murad Klein eigentlich klingt.

Eine besondere Herausforderung war dabei der Gesang. Bei meinen Schlager-Raps konnte ich die Original Hooks der Künstler verwenden. Für einen eigenen Song brauchte ich aber eine andere Lösung. Ich bin Rapper und Songwriter, aber kein ausgebildeter Sänger. Deshalb schreibe ich die Refrains selbst, entwickle die Melodien, singe sie als Vorlage ein und rappe natürlich auch alle Parts selbst. Für den Refrain habe ich mich entschieden, meine eigene Melodie und meinen Songtext mit Hilfe von KI umzusetzen. So konnte ich den Song genauso verwirklichen, wie ich ihn von Anfang an im Kopf gehört habe.“



Schlagerpuls.com: Was ist die Geschichte hinter „Schlager Mädchen weinen nicht“?

Murad Klein: „Hinter diesem Song steckt eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat. Ich habe im engsten Familienumfeld erlebt, welche Spuren häusliche Gewalt hinterlassen kann. Zu sehen, wie ein Mensch, der einem unglaublich wichtig ist, unter so einer Situation leidet, ist etwas, das einen nie wieder loslässt. Gleichzeitig habe ich erlebt, welche unglaubliche Stärke Frauen in sich tragen. Trotz aller Verletzungen, Ängste und Zweifel finden sie oft die Kraft, wieder aufzustehen und ihren eigenen Weg zu gehen.

Diese Stärke hat mich tief beeindruckt und letztendlich zu diesem Song inspiriert. „Du hältst alles aus. Doch wer hält dich?“ Diese Zeile bringt die Botschaft des Songs für mich auf den Punkt. „Schlager Mädchen weinen nicht“ ist eine Botschaft an alle Frauen, die gerade kämpfen. Egal, ob sie häusliche Gewalt erlebt haben, in einer toxischen Beziehung feststecken oder auf eine andere Art schwere Zeiten durchmachen. Ich möchte ihnen sagen, dass sie stärker sind, als sie manchmal selbst glauben. Wenn auch nur eine Frau durch diesen Song den Mut findet, nicht aufzugeben oder den ersten Schritt in ein neues Leben zu gehen, dann hat „Schlager Mädchen weinen nicht“ für mich genau das erreicht, was ich mir wünsche.“

Schlagerpuls.com: Du hast nun auch dein eigenes Label gegründet. Was hat dich dazu bewogen?

Murad Klein: „Seitdem ich Musik mache, habe ich gemerkt, dass ich in keine klassische Schublade passe. Für viele in der Rap Szene war ich oft zu kommerziell. Im Schlager merken viele zwar, dass die Idee funktioniert, sind aber noch vorsichtig, wenn es darum geht, diesen Weg wirklich mitzugehen.

Ich wollte meine Zukunft nicht davon abhängig machen, ob andere an meine Vision glauben. Ich glaube zu hundert Prozent an Schlager-Rap und wollte meinen Weg so gehen, wie er sich für mich richtig anfühlt. Deshalb war die Gründung meines eigenen Labels „Schlager-Rap Records“ für mich der logische nächste Schritt. So habe ich die Freiheit, meine Vision unabhängig umzusetzen und die Musik zu machen, hinter der ich wirklich stehe.“



Schlagerpuls.com: Wie ist die Resonanz aus der Schlagerszene auf deine Neuinterpretationen?

Murad Klein: „Ehrlich gesagt hätte ich nie damit gerechnet, dass die Resonanz so groß sein würde. Mittlerweile sprechen mich auf Veranstaltungen viele Menschen direkt als den Schlager Rapper an. Dass ich mir in so kurzer Zeit eine eigene Marke aufbauen konnte, macht mich stolz und gleichzeitig sehr dankbar.

Am Anfang hatte ich schon die Sorge, dass Rap in der Schlagerszene vielleicht zu kontrovers sein könnte. Umso schöner ist es für mich zu sehen, wie offen die Menschen reagieren. Viele schreiben mir, dass meine Versionen frischen Wind in bekannte Songs bringen und dass genau diese Mischung etwas Neues schafft. Das ist für mich wahrscheinlich das schönste Kompliment, weil ich genau das erreichen wollte. Ich wollte zwei Musikrichtungen miteinander verbinden und dadurch vielleicht auch Menschen zusammenbringen, die musikalisch eigentlich aus ganz unterschiedlichen Welten kommen.“

Schlagerpuls.com: Was sind deine Ziele?

Murad Klein: „Mein größtes Ziel ist, dass Schlager-Rap seinen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft bekommt. Außerdem möchte ich mit meiner Geschichte zeigen, dass vermeintliche Niederlagen nicht das Ende sein müssen. Mein Ausscheiden bei The Voice of Germany hätte mich damals auch davon abhalten können, weiterzumachen. Stattdessen habe ich beschlossen, meinen eigenen Weg zu gehen. Heute weiß ich, dass genau diese Entscheidung die richtige war.

Ich glaube fest daran, dass man alles erreichen kann, wenn man bereit ist, weiterzukämpfen, an sich selbst zu glauben und auch dann weiterzumachen, wenn andere vielleicht noch nicht an die eigene Idee glauben. Man sollte immer auf sein Herz hören, denn genau dort entstehen die Ideen, die wirklich etwas verändern können. Mein Traum ist es, mit meiner eigenen Musik auf den großen Bühnen Deutschlands zu stehen und gemeinsam mit den Menschen zu feiern, die mich von der ersten Sekunde an unterstützt haben. Genau dafür arbeite ich jeden einzelnen Tag.“

Schlager Mädchen Weinen Nicht Cover

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