Max Weidner zeigt sich mit seinem neuen Song „Seele tätowiert“ ehrlich denn je – und öffnet dabei wahrlich seine Seele!

Max Weidner zeigt sich mit seinem neuen Song „Seele tätowiert“ ehrlich denn je – und öffnet dabei wahrlich seine Seele!
Exklusiv
SINGLE-TIPP!
© Kevin Lauderlein

Mit dem Titel „Seele tätowiert“ (erscheint am 04.09.26) schlägt Schlagersänger Max Weidner ein ganz neues Kapitel auf. Und zeigt damit die denkbar ehrlichste Seite von sich. Genauso ehrlich war der Musiker auch im Interview mit Schlagerpuls.com, in dem er ausführlich über seinen neuen Song und die Geschichte dahinter sprach!


Schlagerpuls.com: Max, wie und mit wem entstand dein neuer Song?

Max Weidner: „Ich bin ja wirklich ein ziemlich zutätowierter bunter Hund. Das lässt sich mittlerweile auch nur noch schwer übersehen (lacht). Das Thema Tattoo hatte ich deshalb schon länger im Kopf. Aber einen Song nur darüber zu machen, dass ich Tattoos geil finde, wäre mir dann doch ein bisschen zu dünn gewesen.

Irgendwann kam dieser Gedanke mit der Seele. Die Haut kannst du tätowieren. Da bleiben Farbe, Motive und Erinnerungen. Aber Menschen können dir genauso etwas hinterlassen. Nur eben ohne Farbe und ohne Nadel. Und dann war dieser Satz da: „Du hast meine Seele tätowiert.“ Da wusste ich sofort: Der bleibt. Weil das einfach stimmt. Es gibt Menschen, die kommen in dein Leben und machen irgendwas mit dir. Die bringen Farbe rein, holen Seiten aus dir raus oder verändern deinen Blick auf dich selbst. Auf meiner Haut sieht man ja schon einiges. Aber die Sachen, die einen wirklich geprägt haben, sieht man meistens sowieso nicht.

Und dann beginnt der Song auch noch mit: „Und plötzlich war alles anders. Ich lern mich selber neu kennen. Du hast die Farben in mir geweckt. Hab sie lang versteckt.“ – Das Verrückte ist, dass diese Zeilen inzwischen genauso gut zu mir selbst passen. Diese Farben waren bei mir schon immer da. Ich habe sie nur nicht alle gezeigt. Jetzt mach ich es.

Geschrieben und produziert habe ich „Seele tätowiert“ mit Petra Bonmassar und Simeon Holzer. Petra hat unter anderem schon mit Andrea Berg, DJ BoBo und Sonia Liebing gearbeitet, Simeon unter anderem mit DJ Antoine und Sido. Und wir drei passen einfach. Zu Petra habe ich mittlerweile eine sehr enge Freundschaft. Das geht weit über Musik hinaus. Uns verbindet etwas sehr Tiefes und auch Spirituelles. Das kann ich schlecht erklären. Muss ich wahrscheinlich auch gar nicht.

Wir können uns über Gott und die Welt unterhalten, richtig tiefgründig werden und fünf Minuten später völligen Blödsinn machen. Petra ist eine der besten Chorsängerinnen im deutschsprachigen Raum. Punkt.

Sie hat für unglaublich viele große Künstler Backings gesungen und natürlich auch für mich. Inzwischen schreiben und produzieren wir gemeinsam und das ist nochmal eine ganz andere Nummer. Und Simeon passt da einfach perfekt rein. Das fast schon Unheimliche bei uns drei ist: Wir sind tatsächlich immer einer Meinung (lacht). Man wartet manchmal schon darauf, dass endlich einer sagt: Leute, das ist kompletter Mist. Kommt aber irgendwie nicht vor. Und bei einer Sache sind wir uns sowieso einig: Bitte kein Schlager von der Stange.“


Schlagerpuls.com: Was ist die Geschichte hinter dem Titel „Seele tätowiert“?

Max Weidner: „Ein Tattoo entsteht ja auch nicht von jetzt auf gleich. Da kommen Linien, Konturen, Farbe und irgendwann ist da ein Bild. Bei Menschen ist es ähnlich. Du lernst jemanden kennen und irgendwann merkst du: Okay, da ist was passiert. Dieser Mensch hat etwas in mir verändert.

Im Song spielen wir deshalb mit diesen ganzen Tattoo Bildern. Farben werden geweckt, Lücken gefüllt, alte Tattoos kommen wieder zum Vorschein, neue Bilder entstehen und irgendwann verschmelzen die Linien mit der Tinte. Stich für Stich. Und am Ende steht: „Du hast meine Seele tätowiert.“ Mehr muss man eigentlich gar nicht erklären. Wir alle tragen solche unsichtbaren Tattoos mit uns rum. Menschen, Begegnungen und Momente, die etwas hinterlassen haben. Bei mir sieht man auf der Haut mittlerweile schon relativ viel. Platz wird langsam knapp (lacht). Aber die spannenderen Geschichten stehen sowieso nicht alle auf meiner Haut.“

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Schlagerpuls.com: Auch im Musikvideo spielen deine Tattoos eine große Rolle. Was erwartet uns da?

Max Weidner: „Na ja. Der Weidner zieht blank. Kann man schon so sagen (lacht). Das Video ist pikant. Absolut. Aber es ist nicht billig. Das war mir wichtig. Ich wollte mich nicht einfach ausziehen, damit irgendwo „Max Weidner nackt“ steht. Wobei wir uns nichts vormachen müssen. Genau das wird wahrscheinlich irgendwo stehen (lacht). Ist okay. Aber dahinter steckt schon mehr.

Der Song heißt „Seele tätowiert“. Es geht um Haut, Tinte, Farben und darum, was unter der Oberfläche passiert. Also zeige ich mich auch. Meine Tattoos wurden im Video animiert. Die Bilder auf meinem Körper werden lebendig und erzählen die Geschichte mit. Das ist richtig stark geworden. Und gleichzeitig lasse ich eben auch in meine Seele blicken. Ich zeige Haut und lasse in meine Seele blicken. Natürlich darf das auch sexy sein. Warum denn nicht? Prüde bin ich wirklich überhaupt nicht. Eher das komplette Gegenteil. Mit Verklemmtheit kann ich gar nichts anfangen. Ein Körper ist ein Körper. Wenn Nacktheit ästhetisch ist und zur Geschichte passt, wo ist das Problem? Aber sexy und billig sind zwei verschiedene Dinge. Und billig wollte ich auf keinen Fall. Das Video ist stilvoll, ästhetisch, ein bisschen provokant und für Schlager vielleicht auch ungewohnt. Passt doch. Ich hab keine Angst davor, anzuecken. Wenn etwas zu mir passt, dann mache ich es auch. Stilvoll, echt, nackt, ich. Meine Tattoos sieht man sofort. Für das, was darunter steckt, muss man ein bisschen genauer hinschauen.“


Schlagerpuls.com: Wie würdest du den Song beschreiben?

Max Weidner: „Emotional, aber mit ordentlich Druck. Pop ist drin, Dance ist drin und natürlich Schlager. Wobei Schlager bei mir sowieso die klare Nummer eins ist. Ich höre wirklich zu 99 Prozent Schlager. Ich bin da komplett verloren (lacht). Aber Schlager ist heute so breit. Da passiert musikalisch richtig viel und genau das finde ich spannend.

Ich gehe gerne auf Festivals und liebe diesen Druck und diese Energie. Genau davon darf auch etwas in meine Musik rein. Schlager darf knallen. Punkt. Der Text ist sehr bildhaft und hat Tiefe, aber musikalisch geht das Ding nach vorne. Gefühl ja. Handbremse nein.“

Schlagerpuls.com: Wie viel von dir steckt in „Seele tätowiert“?

Max Weidner: „Hundert Prozent. Das bin komplett ich. Die Gedanken, die Bilder, die Emotionen. Das bin ich. Ich singe den Song und muss nichts spielen. Ich weiß bei jeder Zeile, warum sie da steht.Ich denke heute weniger darüber nach, was andere vielleicht erwarten und höre mehr darauf, was sich für mich richtig anfühlt. Und ich sage sowieso, was ich denke. Alles andere ist mir zu anstrengend. Diplomatisch ist das manchmal sicher ausbaufähig (lacht). Aber so bin ich halt. Ich hab4 meine Ecken, bin tätowiert und manchmal ist meine Klappe vielleicht ein bisschen zu groß. Mein Herz sitzt aber am richtigen Fleck.Früher habe ich mich öfter gefragt: Passt das überhaupt zu mir?

Heute denke ich: Ich entscheide doch, was zu mir passt. Ich höre trotzdem zu und wenn jemand ein gutes Argument hat, kann ich meine Meinung auch ändern. Ich bin ja nicht komplett beratungsresistent (lacht). Aber ich verbiege mich nicht mehr. „Seele tätowiert“ ist keine erfundene neue Version von mir. Der Song bin ich. Und wenn ich im Video schon blankziehe, kann ich mich musikalisch schlecht wieder verstecken (lacht).“

Schlagerpuls.com: Wie fühlt es sich an, jetzt musikalisch neu zu starten?

Max Weidner: „Sauguad. Darf ich das so sagen? (lacht). Wobei Neustart eigentlich das falsche Wort ist. Ich werfe ja nicht alles weg, was vorher war. Die Songs, die Menschen, die Erfolge und auch die Umwege. Ohne das wäre ich heute nicht hier. Aber ich bin lockerer geworden. Und gleichzeitig weiß ich viel besser, was ich will und was ich nicht will. Vielleicht ist das das Alter. Ich nenne es lieber Lebenserfahrung. Klingt weniger schlimm (lacht). Musik ist mein Antrieb, meine Leidenschaft und mein Sauerstoff. Ich brauche das Studio und ich brauche die Bühne. Und ich liebe diesen Moment, wenn du im Studio sitzt, irgendjemand hat eine Idee und plötzlich schauen sich alle an und wissen: Ja. Genau das ist es.

Und dann singe ich ausgerechnet: „Und plötzlich war alles anders. Ich lern mich selber neu kennen.“ Passt schon verdammt gut. Ich bin aber kein neuer Max. Ich lasse einfach mehr von dem raus, was sowieso schon da war. Hätte ich auch früher machen können. Aber gut. Besser jetzt als mit 83 (lacht). Ich habe richtig Bock auf das, was kommt.“


Schlagerpuls.com: Wie würdest du deinen neuen Sound beschreiben?

Max Weidner: „Pop, Dance, Schlager. Such dir was aus (lacht). Wenn mich jemand fragt, was „Seele tätowiert“ jetzt genau ist, sage ich einfach: Ja.

Ich habe keine Lust, meine Musik ständig in irgendeine Schublade zu drücken. Aber eines ist klar: Ich bin Schlagersänger und ich liebe Schlager. Ich höre wirklich zu 99 Prozent Schlager. Ich bin da komplett verloren (lacht). Mein Sound ist moderner geworden und hat mehr Druck. Die Melodie muss trotzdem hängen bleiben. Und der Text muss etwas erzählen. Sonst bringt mir die schönste Produktion nichts. Ich möchte mich musikalisch genauso wenig verkleiden wie optisch. Ich sehe vielleicht nicht unbedingt aus wie der Schwiegersohn aus dem Schlagerkatalog. Gut so. Den Job wollte ich auch nie (lacht). Ich bin tätowiert, direkt, offen und herzlich. Und manchmal ist meine Zunge schneller als mein Kopf. Damit müssen wir jetzt alle leben. Ich sage, was ich denke. Alles andere ist mir zu anstrengend. Ich bin trotzdem offen, probiere gerne Sachen aus und ändere auch meine Meinung, wenn mich jemand überzeugt. Ich bin ja nicht stur. Also nicht immer (lacht). Und genau so darf meine Musik sein. Modern, emotional, Schlager und nicht zu glatt. Wenn dann jemand zweimal hinschaut und sagt: „Moment mal, DER macht Schlager?“ Ja. Der macht Schlager. Und zwar verdammt gerne. Wo Worte enden, beginnt die Musik. Und meine darf jetzt ruhig ein bisschen lauter werden.“

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Auch Songwriterin Petra Bonmassar ist überzeugt von Max Weidners neuen Weg:

„Also, ich würde ja sagen, der Max Weidner ist der Justin Timberlake des deutschen Schlagers. Er sieht unfassbar gut aus, hat ’ne Hammerstimme und Ideen par excellence. Ich sag’s euch: Mit dem wird’s noch richtig spannend! Zudem ist Max auch eine ganz tiefe und sensible Seele, die er gerne hinter seinen bunten Tattoos versteckt und davon hat er echt viele! Die Zusammenarbeit mit Max bedeutet für mich totale emotionale Offenheit. Max trägt sein Herz auf der Zunge und genau das macht ihn so charmant.

Max hat so ein weiches und warmes Timbre, wenn er tief und gefühlvoll singt, ich lieb’s! Deswegen haben wir die Songs extra so angelegt, dass immer wieder mal ein sanftes Schnurren aus den unteren Oktaven seinen Platz findet. Ich finde, Max hat sich mit seinen neuen Songs extrem weiterentwickelt. Stimmlich und musikalisch ist somit das nächste Level freigeschaltet!“

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Bild von Kevin Drewes

Kevin Drewes

Chefredakteur

Kevin Drewes ist seit über 10 Jahren im Schlager unterwegs und bringt als Chefredakteur seine ganze Erfahrung und Leidenschaft mit hinein. Kein anderer kann solch eine Expertise wie er vorweisen.

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