Auf seinem neuen Album „Schlager Rave“ verarbeitet Tim Peters viele persönliche Erfahrungen – was das beeindruckende Werk noch außergewöhnlicher macht. Dabei gibt es einen Titel auf dem Album, der besonders tief geht, wie das Multitalent im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com jetzt offen verriet! Dabei sprach er auch über Dating-Apps und warum er Tinder & Co. heute aber sehr kritisch sieht!
Schlagerpuls.com: Tim, dein Album scheint ein genaues Konzept zu haben, dass dem Leben entsprungen ist. Man lernt jemanden kennen, trennt sich, muss das verarbeiten und dann findet man eine neue Liebe. Hast du das bewusst so aufgebaut?
Tim Peters: „Krass, dass dir das aufgefallen ist… das war tatsächlich nicht bewusst. Musik machen und Texte schreiben hat ja vor allen Dingen auch etwas mit Gefühlen zu tun, die man dann eben in einer Writing-Session herauslässt. Und wenn man so ein großes Album wie ich jetzt macht, dann merkst du irgendwann, was für ein Thema vielleicht auch noch nicht fehlt. Das sind eben die drei großen Themen der Liebe und des Lebens, die da abgedeckt wurden.“
Schlagerpuls.com: Das heißt, in dem Album steckt auch viel Persönliches drin und du konntest auch einiges verarbeiten?
Tim Peters: „Ja schon, richtig. Da sind einige Songs drin. Zum Beispiel einen, den wir gar nicht so krass in den Vordergrund gestellt haben, der aber extrem persönlich ist. Der Titel heißt ‚Regen in deinem Gesicht‘. Dieser beschreibt die Situation, wenn du mit jemanden Schluss machst. Das erste Mal tat auch richtig weh. Es ist bestimmt schon fünf Jahre her, aber irgendwie verarbeitet man es dann trotzdem nochmal und holt es wieder hoch.“
Schlagerpuls.com: Du bist mittlerweile für viele ja auch schon ein Vorbild. Im Song ‚Tinder, Silber und Gold“ besingst du Tinder und Co. – bist du jemand, der davon abrät oder hast du selbst Erfahrungen im Online-Dating?
Tim Peters: „Ja klar, ich war Experte im Swipen… habe aber irgendwann gemerkt, dass das nicht das Wahre ist. Und dass es immer noch am schönsten ist, jemanden im Club anzusprechen und es im wahren Leben stattfinden zu lassen. Das wird in dieser Nummer auch ganz deutlich und ist eher eine kritische Auseinandersetzung, wenn man genau auf den Text im Song hört. Als ich meine ersten Dates gemacht habe, gab es das so in der Form auch noch gar nicht. Jetzt ist die Auswahl so groß… du kannst Menschen swipen. Das ist doch eigentlich bescheuert und genau das wollte ich mit dem Song ausdrücken. Ich kann mich aber jetzt nicht ganz wie ein Moralapostel hinstellen… klar habe ich schonmal Tinder installiert.“
Starke und sehr ehrliche Worte vom lieben Tim, der mit „Schlager Rave“ ein Album herausgebracht hat, welches man unbedingt gehört haben sollte!