„The Voice of Germany“ 2026: Nico Santos verrät im Interview – so will er den Titel verteidigen

„The Voice of Germany“ 2026: Nico Santos verrät im Interview – so will er den Titel verteidigen
Kann er den Doppelsieg perfekt machen?
© Seven.One

Als Sieger-Coach der vergangenen Staffel geht Nico Santos mit einem klaren Ziel in die neue Runde von „The Voice of Germany“: Er will den Titel verteidigen – und am liebsten gleich den Doppelsieg holen. Im Sender-Interview spricht Nico Santos über seine neue Kampfansage, den Dauer-Zoff mit Rea Garvey und Shirin David, seine besondere Verbindung zu Vorjahressiegerin Anne Mosters – und darüber, warum er in dieser Staffel selbst mit mehr Nervosität in die Blind Auditions geht.


Du bist der Sieger-Coach der letzten Staffel. Wie setzt du da jetzt noch einen drauf und machst einen #TVOG-Doppelsieg daraus?

Nico Santos: „Ich hoffe darauf, dass sich in den Blind Auditions viele gute Talente für mein Team entscheiden, eben weil ich der Sieger-Coach des letzten Jahres bin. Davor war ich immer in der Position, dass ich richtig hart um die Talente kämpfen musste. Umso mehr freue ich mich, wenn ich es dieses Jahr ein bisschen einfacher habe, krasse Talente von #TeamNico zu überzeugen.“

In der letzten Staffel wurde euch eine kleine Coach-Lagerbildung nachgesagt: Newschool vs. oldschool, die Fantastischen Zwei und Rea Garvey vs. Shirin David und dich. Wie erzählt sich die Geschichte jetzt weiter?

Nico Santos: „Ich gebe zu, wir grooven uns wieder so ein bisschen ein. Wobei ich sagen muss, Rea und die Fantas kämpfen schon für sich. Aber Shirin und ich, wir spielen uns die möglichen Bälle schon zu, wenn es sich ergibt.“ (lacht)

Ihr dürft euch in den Blind Auditions wieder gegenseitig blocken, um euch ein Talent zu sichern. Und Rea Garvey blockt wie im letzten Jahr schon wieder beim allerersten Talent von ‚The Voice‘ Shirin David!

Nico Santos: „Dass Rea Shirin direkt zum Start blockt, wird jetzt zum Klassiker. Ich finde das sehr amüsant. Rea hat einfach gemerkt, ok, wenn es Konkurrenz gibt, dann ist es #TeamShirin. Es bringt natürlich nur etwas, wenn die Talente das nicht fies finden und quasi aus Protest in ein anderes Team gehen.“ (lacht)

Wie setzt du deinen Block diese Staffel ein?

Nico Santos: „Ich rutsche leider beim Saubermachen aus und blocke versehentlich Rea Garvey… das tut mir mega leid, das merkt man mir auch an. Ich hätte natürlich bei einer Entscheidung mit einem Vierer-Buzzer den roten Knopf nicht sauber machen sollen. Aber ihr werdet es sehen. Es tut mir immer noch sehr leid für ihn, echt.“ (lacht)


Und was überrascht dich in den Blinds dieses Jahr besonders?

Nico Santos: „Shirin singt zum allerersten Mal Oper bei ‚The Voice‘, um ein Talent in ihr Team zu bekommen – schaut es euch an! Und für mich persönlich sind die Blind Auditions auch besonders überraschend, weil ich einfach bei ganz, ganz vielen Talents sicher bin, also wirklich zu 100 Prozent, dass sie in andere Teams gehen werden – und dann entscheiden sie sich plötzlich für mich. Das ist das erste Mal, dass ich bei ‚The Voice‘ merke: Okay, krass, mein Welpenstatus ist quasi weg. Ich muss nicht mehr so sehr um die Talente kämpfen, wie schön!“

Du bist tatsächlich mit den meisten Finalist:innen letztes Jahr ins Finale eingezogen, du hattest drei Talents dabei. Wie siegessicher warst du?

Nico Santos: „Ich war nicht siegessicher, weil man einfach nicht weiß, wie das Publikum die Finalist:innen und ihre Auftritte findet. Ich hatte aber schon das Gefühl, dass Anne Mosters eine Siegerkandidatin sein könnte. Dann hat nicht nur Anne gewonnen, sondern Greta auch noch den dritten Platz gemacht. Da war ich natürlich umso glücklicher, dass wir quasi zweimal auf dem Treppchen gelandet sind. Das war echt sehr verrückt. Und ich bin immer noch unfassbar glücklich für Anne, dass sie letztes Jahr die #TVOG-Siegerin geworden ist.“

Anne Mosters hast du in den Blind Auditions wiedererkannt – und auch andere Talente hast du zum Beispiel in den sozialen Medien bereits gesehen. Sind in der neuen Staffel auch wieder viele dir bekannte Talente dabei?

Nico Santos: „Es war wirklich verrückt, dass letzte Staffel so viele Talente dabei waren, die ich schon mal gesehen, gehört oder sogar getroffen habe. Als sie sich beworben haben, konnten sie ja noch gar nicht wissen, dass ich Coach in der Staffel sein würde. Als hätten alle plötzlich gesagt: ‚Jetzt habe ich Bock, zu #TVOG zu gehen.‘ Umso verrückter, dass es dieses Jahr nicht so ist. In der letzten Staffel kannte ich gefühlt jede zehnte Person schon irgendwie und jetzt sind alle Stimmen neu für mich. Es stellt sich in dieser Staffel aber heraus, dass mein bester Freund aus Bocholt und ich vor zehn Jahren mal zusammen in einem Fitnessstudio waren, das dem Vater eines Talents gehört, das jetzt in meinem Team ist. Wahnsinn. Das ist auch sehr crazy!“ (lacht)


Wie begleitest du denn Anne Mosters Reise seit ihrem #TVOG-Sieg?

Nico Santos: „Das Coole ist, mit Anne habe ich immer noch so viel Kontakt. Wir schreiben wirklich fast jeden zweiten Tag über ihre neuen Songs. Ich bin quasi nicht nur als mentaler Supporter da, sondern gebe ihr auch gern super viele Ratschläge. Sie will als Songwriterin in Berlin weitermachen und ich probiere ihr ständig irgendwelche Songwritings klarzumachen. Wir haben mit ‚Letting Go‘ auch eine Single zusammen. Sie geht mit mir auf Tour. Also es sind echt sehr viele Sachen, bei denen sich unsere Wege einfach nach #TVOG noch kreuzen und das finde ich cool. Sie hat sogar mit mir auf der Hochzeit meiner Schwester gesungen. Das war ein zusätzliches Hochzeitsgeschenk für meine Schwester. Anne ist sehr dankbar für ihre Reise bei #TVOG und tut wirklich alles dafür, dass es für sie weitergeht. Ich glaube, The Voice‘ kann im Leben einer Musikerin ganz viel bewegen. Aber was danach kommt, ist wichtig und man muss wirklich ganz, ganz viel dafür machen und das tut Anne. Ich habe da ein sehr gutes Gefühl.“

„The Voice of Germany“ kann man also als Sprungbrett in die Musikwelt sehen?

Nico Santos: „Genau. Der Sieg bei #TVOG ist schon ein wahnsinniger Sprung – aber für dauerhaften Erfolg muss man natürlich richtig ranklotzen und arbeiten. Ich habe so einen Ordner voll mit Songs von Anne, die in den letzten Monaten entstanden sind. Das sind unglaubliche rund 40 Songs, glaube ich, und da sind echte Knaller dabei.


 

Wie gehst du in diesem Jahr die Coachings an, um den Doppelsieg einzutüten? Gibt es einen Tipp oder Trick, der immer funktioniert?

Nico Santos: „Es gibt einen Tipp, den ich immer geben kann: Oft ist Adrenalin ein ganz großes Thema in der Musikwelt, wenn man auf einer Bühne vor Leuten steht. Ich sage immer, wenn ihr den Song fühlt und ihr euch auf den Song legt, dann fühlt es euer Publikum auch doppelt so sehr. Das bedeutet: Lasst euch Zeit beim Aussingen, legt euch in die Worte rein, denn erst wenn ihr sie selbst versteht, dann können wir sie auch verstehen und fühlen den Song viel mehr. Das ist eigentlich mein Haupttipp, weil Adrenalin nämlich viel mit einem macht. Egal wie viel du geprobt hast, erst wenn das Publikum dasteht, entsteht eine gewisse Energie. Das ist wie so ein Ping-Pong-Spiel zwischen Künstler und Crowd und diese Energie bauscht sich auf und dann besteht die Gefahr, dass man plötzlich zu viel geben will. Man ist so davon angeheizt und sagt, jetzt zeige ich es denen richtig und dann ist man meistens ein Stückchen zu drüber. Diese Calmness, diese Ruhe zu bewahren in einem Moment, wo der Körper viel Adrenalin spürt, das ist sehr wichtig.“

Das heißt, aufpassen, dass man nicht zu sehr in den Fight-Modus beim Performen geht?

Nico Santos: „Ja genau, weil der Fight-Modus bei ‚The Voice‘ einfach an ist. Der ist bei den Battles an, der ist bei den Teamfights an. So heißen ja schon die Show-Etappen und wenn man so weit kommt, will man in diesem einen Moment alles geben. Bei #TVOG muss man sich erst allein vor uns Coaches beweisen, dann gegen ein anderes Talent, dann vor einer Jury aus 100 Ex-Talents und in den Live-Shows dann vor einem Millionen-Publikum vor dem TV. Keine einfache Schule!“


Gibt es eigentlich Songs, die dich safe zum Buzzern bringen, und welche die genau das Gegenteil bei dir auslösen?

Nico Santos: „Es gibt ganz viele Talents, die Michael Jackson Songs singen und wenn es um den Song gehen würde, müsste ich mich eigentlich da sofort umdrehen. Aber da ist natürlich die Fallhöhe doppelt so hoch wie bei anderen Songs. Ich glaube, deswegen gibt es keinen Song, bei dem ich sicher auf den Buzzer hauen würde, weil die könnten mir im worst case meine Lieblingssongs nicht mehr so schmackhaft machen. (lacht) Es gibt aber safe Songs, bei denen ich nicht buzzern werde. Das sind Ballermann-Songs und bei vielen so Elektro- oder Dance-Schlager-Songs bin ich auch sehr selten dabei. Aber sonst bin ich eigentlich sehr offen.“

Zusammengefasst: Wie startest du jetzt in die neue Staffel?

Nico Santos: „Ich habe den Doppelsieg im Blick. Meine Kampfansage ist gemacht. Vieles erinnert mich an letztes Jahr, vieles wird ganz neu. Deswegen gehe ich mit sehr viel Nichtnervosität, aber positiver und emotionaler Anspannung in die neue Staffel #TVOG rein und habe ein gutes Gefühl.“

 

Bild von Ina Fiethen-Drewes

Ina Fiethen-Drewes

Redaktionsleitung Unterhaltung

Ina-Fiethen Drewes übernimmt bei Schlagerpuls.com den Bereich Unterhaltung. Ob Reality, Telenovela oder Quiz-Shows – sie berichtet über die ganze Bandbreite des deutschen Fernsehens.

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