Mit „Gottesgarten“ feiert Rosalie Thomass ihren Einstand als Kriminalhauptkommissarin Emilia Rathgeber im „Tatort“ Franken. Der Fall ist heute am 25. Oktober 2026 um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Ab sofort ermitteln Fabian Hinrichs als Kriminalhauptkommissar Felix Voss und Eli Wasserscheid als Kommissarin Wanda Goldwasser mit ihrer neuen Kollegin. Ein ungeheuerlicher Fall führt sie bald in die oberfränkische Idylle Gottesgarten. Doch wer ist die Neue?
„Tatort“: Rosalie Thomas im Interview
Wie kamen Sie zu der Rolle der neuen Hauptkommissarin im Tatort Franken und was war für Sie der ausschlaggebende Grund, bei diesem Format dabei zu sein? Was ist Ihnen in diesem Format für diese Rolle besonders wichtig?
Ich bin mit einem entschlossenen Spielangebot für meine potentielle Kommissarin ins Casting gegangen – und habe mich riesig gefreut, dass ich damit den Job bekommen habe. Für mich ist es eine großartige Möglichkeit, in so einem prominenten Format eine vielschichtige, interessante Frauenfigur zu erzählen, die eine Haltung zur Welt, große Empathie und Sinnlichkeit hat – und damit hoffentlich auch eine Reflexionsfläche für Zuschauerinnen zu schaffen.
Sie haben gemeinsam mit dem Drehbuchautor und der Redaktion an der Figurenaufsetzung der Emilia Rathgeber mitgewirkt. Gibt es Eigenschaften, die Sie ganz besonders an der Figur schätzen? Was zum Beispiel macht Emmy in Ihren Augen zu einer guten Polizistin?
Emmy besitzt einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und durch ihre persönliche Geschichte eine sehr gute Menschenkenntnis. Beides macht sie einerseits zu einer guten Polizistin – wobei der Gerechtigkeitssinn und ihre Emotionalität ihr andererseits bei ihrer Arbeit auch mal im Weg stehen können. Das finde ich gut und wichtig, dass auch Herausforderungen und Widerstände in der Figur mit angelegt sind. Emmy kommt durchaus auch an ihre Grenzen – und da wird es für uns in der kreativen Arbeit und schließlich vor dem Fernseher ja erst interessant.
Sie sind in München geboren und aufgewachsen. Was verbinden Sie als Oberbayerin mit Franken? Und hat sich Ihr Bild der Region durch die Dreharbeiten zu „Gottesgarten“ bestätigt oder vielleicht verändert?
Also ich kann aus tiefem Herzen sagen: Ich liebe Franken. Dabei würde ich schon sagen, dass „der Münchner an sich““ durchaus zu einer gewissen Arroganz neigen kann – schließlich fährt man von uns aus eher mal Richtung Süden, als „rauf“ nach Franken. Ich halte das für einen Fehler und bin sehr dankbar, dass ich durch den Tatort Franken so viele unterschiedliche, wunderschöne Regionen Frankens entdecken darf.
Ohne zu viel verraten zu wollen: Emmy Rathgeber ist am Ende ihres ersten Einsatzes vermutlich nicht mehr dieselbe wie zuvor. Wenn Sie ihr einen tröstenden Satz mitgeben könnten, welcher wäre das?
Ich glaube, was sie am Ende wirklich braucht, wäre eher eine feste Umarmung als einen klugen Satz – insofern würde ich ihr meine Arme anbieten.
Die Chemie zwischen Felix Voss und Emmy Rathgeber stimmt auf Anhieb. Wie lief die Zusammenarbeit zwischen Rosalie Thomass und Fabian Hinrichs? Und war dies die erste gemeinsame Arbeit?
Wir hatten schon beim Casting große Freude daran, miteinander zu spielen – und letztlich, so ehrlich darf ich schon sein, hat diese Chemie zwischen uns für meine Zusage eine große Rolle gespielt. Ich wusste einfach, dass Fabian und ich sehr gut miteinander arbeiten werden können, was ja nicht ganz unwichtig ist, für eine solche – im besten Falle – Langzeitbeziehung. Uns eint ein gewisser Anspruch, wir beide lieben Genauigkeit und dann aber auch ein wirkliches Einander-Zuhören und sich überraschen lassen, von dem, was das Gegenüber aus der Szene macht. Wir hatten eine schöne offene Arbeitsatmosphäre, voller Lebendigkeit und Neugierde – wobei wir die in unserem ersten Fall vor allem auch der präzisen Vorlage von Constantin Lieb und unserem feinfühligen Regisseur Dustin Loose zu verdanken haben.



