Im ersten Teil des großen Exklusiv-Interviews (hier lesen) sprach Europa-Park Inhaber Roland Mack mit uns sehr ausführlich und offen über seine Pläne mit Stefan Mross und wie es nach „Immer wieder sonntags“ weitergehen könnte. Im zweiten Teil geht es jetzt um die jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen der Sendung, Stefan Mross und dem Freizeitpark als auch den persönlichen Rückblick von Mack, der natürlich auch bei der letzten „Immer wieder sonntags“-Sendung dabei war. Dabei machte er im Gespräch die Bedeutung der Show klar und fand ehrliche Worte!
Schlagerpuls.com: Lieber Herr Mack, die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Stefan Mross sowie „Immer wieder sonntags“ war eine jahrzehntelang sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. Wie sehr bedauern Sie das Aus?
Roland Mack: „Ich bedaure diese Entscheidung außerordentlich. „Immer wieder sonntags“ und der Europa-Park gehören seit vielen Jahren zusammen. Die Sendung war ein Stück Fernsehgeschichte und gleichzeitig ein Stück Europa-Park. Wenn ein Format nach mehr als 30 Jahren eingestellt wird, das bis zuletzt hervorragende Quoten erzielt, ein Millionenpublikum erreicht und vor Ort praktisch immer ausverkauft ist, dann fällt es mir als Unternehmer schwer, diese Entscheidung nachzuvollziehen. Besonders bedauere ich es für Stefan Mross, der diese Sendung seit 2005 mit unglaublicher Leidenschaft, Professionalität und Bodenständigkeit geprägt hat. Aus unserer Zusammenarbeit ist längst eine Freundschaft geworden.“
Schlagerpuls.com: Wie sehr befruchtete man sich gegenseitig? Viele Besucher haben ja die Showbesuche mit dem Park verbunden.
Roland Mack: „Das war eine klassische Win-win-Situation. Immer wieder sonntags hat vom Europa-Park als emotionalem und lebendigem Standort profitiert, und der Europa-Park wiederum von einer Sendung, die über viele Jahre jeden Sonntagmorgen Bilder aus Rust in Millionen deutsche Wohnzimmer transportiert hat. Viele Zuschauer haben den Besuch der Sendung tatsächlich mit einem Aufenthalt im Europa-Park oder später auch in Rulantica verbunden. Umgekehrt hat die besondere Atmosphäre hier wesentlich zum Charakter der Sendung beigetragen. Diese Verbindung ist über Jahrzehnte organisch gewachsen und war glaubwürdig. Man kann so etwas nicht am Reißbrett konstruieren.“
Schlagerpuls.com: Gibt es Erinnerungen, die Ihnen ganz besonders im Herzen bleiben?
Roland Mack: „Da gibt es unglaublich viele. Ich denke an große Künstler, an überraschende Begegnungen, an emotionale Momente mit dem Publikum und natürlich an die Entwicklung von Stefan selbst. Ich habe erlebt, mit welcher Begeisterung die Menschen teilweise von weit her angereist sind und wie sich richtige Fanclubs gebildet haben. Besonders berührt hat mich auch die persönliche Geschichte von Stefan und seiner Familie. Sein Vater hatte ihn schon als kleinen Jungen in den Europa-Park gebracht. Dass der Europa-Park später für Stefan zu einer zweiten Heimat und zum Schauplatz eines so wichtigen Teils seiner Karriere werden würde, ist schon eine besondere Geschichte. Deshalb war auch sein Stern auf unserem Walk of Fame für mich eine Herzensangelegenheit.“
Schlagerpuls.com: Wie haben Sie die letzte Sendung erlebt?
Roland Mack: „Sehr emotional. Natürlich wussten wir alle, dass es die letzte Live-Sendung in der ARD sein würde. Gleichzeitig war die Stimmung großartig. Man hat gespürt, wie sehr die Menschen an Stefan und an diesem Format hängen. Und die Zuschauerzahlen haben noch einmal eindrucksvoll bestätigt, welche Kraft diese Sendung besitzt. 1,59 Millionen Zuschauer und 22 Prozent Marktanteil bei der letzten Live-Sendung sind ein bemerkenswertes Signal. Für mich war das deshalb nicht nur ein Abschied, sondern auch der Beweis dafür, dass das Interesse des Publikums ungebrochen ist.“
Schlagerpuls.com: Ich finde es großartig, dass der Schlager allgemein bei Ihnen so präsent ist. So gibt es ja auch regelmäßig Shows von Ross Antony oder andere Gastspiele. Sind Sie selbst schlagerbegeistert?
Roland Mack: „Ich bin vor allem von Musik begeistert, die Menschen erreicht und ihnen Freude macht. Und genau das schafft der Schlager in besonderer Weise. Wenn man hier erlebt, mit welcher Begeisterung Menschen mitsingen, tanzen und gemeinsam feiern, dann kann man sich dieser Stimmung kaum entziehen. Ich habe über die Jahre außerdem viele Künstler persönlich kennengelernt und schätze ihre Professionalität und ihre Nähe zum Publikum. Der Europa-Park soll ein Ort für die ganze Familie und für unterschiedliche Generationen sein. Dazu gehört für mich auch der Schlager. Und ja, nach so vielen Jahren Immer wieder sonntags ist sicher auch bei mir einiges davon hängen geblieben.“



