Oli.P legte gemeinsam mit Felix Harrer „So bist du“ neu auf – mit großem Erfolg. Jetzt bekam auch „Flugzeuge im Bauch“ eine Frischzellenkur. Mit uns sprach Oli im exklusiven Interview über den Erfolg und die Beweggründe der Remixe – und zeigte sich dabei gewohnt bescheiden. Dabei verriet der Künstler auch, warum es für ihn keinen Unterschied macht, hierzulande oder auf Mallorca aufzutreten. Entstanden ist ein sehr ehrliches Gespräch, bei dem schnell klar wird: Oli liebt und lebt, was er tut – und weiß genau, wie er das Publikum mitreisst!
Schlagerpuls.com: Oli, dein Feature „So bist du“ mit Felix Harrer war ein Riesenerfolg. Hättest du das in der Form erwartet?
Oli.P: „Was heißt erwartet? Wenn Erfolg stattfindet, ist das natürlich eine Ehre und zeigt, dass man vielleicht gerade ein gutes Gespür für etwas hatte. Es ist aber nie der Grund, ein Lied zu machen, dass man Millionen an Streams oder so erreichen muss. Mein Hauptjob ist im Grunde, 150 bis 160 Auftritte im Jahr zu geben und Musik so zu machen, dass ich das Gefühl habe, dass ich damit eine halbe bis dreiviertel Stunde auf der Bühne füllen kann – und die Leute durchgängig gute Laune haben. Und dafür mache ich das. Natürlich muss es mir auch gefallen… weil erst wenn ich gute Laune habe, kann ich die an das Publikum abgeben. Deswegen ist an erste Stelle ist immer erst Bock auf einen Song. Und wenn es dann noch funktioniert, ist es umso schöner. Das wollen alle. Es geht ja keiner ins Studio und sagt sich ‚heute mache ich mal einen richtig schlechten Song‘ (lacht).“
Schlagerpuls.com: Und jetzt hast du mit DJ Aaron „Flugzeuge im Bauch“ neu aufgenommen. Wie kamst du da auf ihn?
Oli.P: „Ich kenne Aaron schon superlange und ich war ja auch eine lange Zeit im Bierkönig. Daher kenn ich ihn. Ich wollte die Nummer für die Liveshows und die Mallorca-Saison ein bisschen tanzbarer machen. Da hat sich das einfach angeboten. Er ist einer der sympathischsten und freundlichsten Leute, die ich auf der Insel kenne – und deswegen ist es für mich eine ganz tolle Ehre, dass er den Remix mit mir machte. Ich bewundere, was er in den letzten Jahren geleistet hat und wie viele Hits er angeschoben hat – wie ‚Rakete‘. Das ist der Wahnsinn. Und ich freu mich immer, wenn er den Song im Bierkönig spielt. Und ich mache das Gleiche im Megapark.“
Schlagerpuls.com: Wie ist es denn für dich, die alten Hits neu aufleben zu lassen und die jetzige Zeit zu holen?
Oli.P: „Das ist ja meine Arbeitswelt, seitdem ich 18, 19 Jahre alt bin. Mit ‚Flugzeuge im Bauch‘ hat alles angefangen und plötzlich steht man dafür. Zu Hause höre ich auch nichts anderes als 80er, 90er- und 2000er Hits, weil ich die damalige Zeit – vor allem musikalisch – mag. Ich singe die Songs halt sowieso gerne zuhause – ob unter der Dusche oder im Auto – da denke ich oft ‚das ist so geil, das möchte ich auch auf der Bühne machen‘. Das ist dann meistens auch gar nicht für eine Single oder ein Album gedacht, sondern als Repertoire für die Minuten, wenn ich auf der Bühne bin. Ich möchte ein Repertoire haben, wo ich sicher sein kann, dass da dreißig Minuten die Hütte brennt. Dafür mache ich das und das ist mein Beruf. Es wäre doof, wenn ich jetzt herkomme und sage, ‚so, ich habe zehn neue Balladen mitgebracht, die ihr nicht kennt‘. Das kann ich auch machen, aber dann werde ich nicht wieder eingeladen (lacht).“
Was kommt denn dieses Jahr noch von dir? Was machst du gerade im Hintergrund?
Oli.P: „Es kommen einige Songs raus. Wir sind da gerade am Ideen sammeln und mal gucken, in was das mündet.“
Schlagerpuls.com: Wie ist der Kontrast zwischen den Auftritten hier in Deutschland zu denen auf Malle für dich?
Oli.P: „Das besteht eigentlich kein Unterschied – ob das ein kleines Fest ist, hier der Kalkberg, der Megapark oder die Lanxess Arena. Ich geh ja immermit der gleichen Aufgabe ran. Ich will das Publikum, was da ist, möglichst davon zu überzeugen, das gut zu finden, was ich mache. Das heißt, ich gehe da immer gleich ran – also auch auf Mallorca. Ich bin dort da ja auch eher für das entspannte Familienprogramm zuständig… mit den Songs, die ich mache. Deswegen ist das Publikum, was dann bei meinen Auftritten vor der Bühne steht, ein anderes, als wenn es dann drei Stunden andere Acts dran sind. Dafür ist ja auch die Insel da, das merkt man ja auch am Megapark, welche Genres da alles vertreten sind. Da sind die jungen Zillertaler auf der Bühne – aber auch Haftbefehl, Capital Bra und Olaf der Flipper. Und auch ich darf mit dabei sein – und ganz, ganz viele andere auch. Musik ist Musik… und das ist doch voll schön, dass man das an einem Ort auch alles noch findet.“



