Mit Songs wie „Alles wird gut“ und „Mutmacher“ trifft Francine Jordi aktuell einen Nerv. Gerade in unsicheren Zeiten möchte die Sängerin ihren Fans Hoffnung und Kraft schenken. Im exklusiven und offenen Interview mit Schlagerpuls.com verrät die Musikerin, warum positives Denken für sie so wichtig geworden ist – und was ihr selbst hilft, wenn sie schwierige Momente erlebt.
Schlagerpuls.com: Francine, du bist schon so lange erfolgreich – was glaubst du, ist dein Erfolgsrezept?
Francine Jordi: „Ich habe keine Ahnung. Ich dachte damals, es geht ein Jahr und dann haben die Leute genug von mir. Irgendwann stellte sich heraus, ‚okay, es sind jetzt 28 Jahre und ich bin gekommen, um zu bleiben‘. Das hat ein Moderator von Radio Grün-Weiß gesagt. Das empfand ich als einen schönen Spruch (lacht). Ich glaube, etwas das mich auszeichnet ist, dass ich meinen Job liebe. Ich mache das wirklich gerne… es gibt nichts Schöneres für mich, als auf der Bühne zu stehen und den Leuten eine Freude zu machen. Das finde ich sehr schön, vielleicht bin ich darum solange dabei.“
Schlagerpuls.com: Wie wichtig findest du es, gerade als so bekannte Person, in der schwierigen heutigen Zeit, so schöne Botschaften durch die Musik zu übermitteln?
Francine Jordi: „Es ist halt wirklich eine Herausforderung, im Moment positiv zu bleiben. In dieser Welt mit all den negativen Nachrichten. Wir sind irgendwo alle in der Pflicht, jeder für sich selber. Also jeder ist für sich selber verantwortlich, dass es ihm gut geht. So können wir dann auch unser Umfeld inspirieren…. Die Inspiration ist glaube ich auch das schöne, was ich als Musikerin machen darf. Ich darf die Leute inspirieren, unterhalten und ihnen Freude schenken. Und es ist ganz wichtig, dass wir alle auch mal abschalten und eine Pause von der Negativität nehmen. Dass man wieder auftanken kann. Ich sehe es als meine Aufgabe auch, den Leuten die Möglichkeit zu geben, auftanken zu können.“
Schlagerpuls.com: Woraus ziehst du persönlich Kraft, wenn es dir mal nicht so gut geht?
Francine Jordi: „Wenn es mir nicht gut geht, dann ist es für mich am besten, wenn ich in die Natur gehe. Ich gehe spazieren, tanke auf, sortiere meine Gedanken. Ich bin für mich selbst verantwortlich und muss schauen, dass es mir dann wieder gut geht. Dazu gehört auch, mich meinen negativen Gedanken, meinen Ängsten oder auch meiner Trauer zu stellen. Nicht ablenken durch Social Media… sondern einfach mal sagen ‚heute ist ein schlechter Tag für mich, es geht mir heute nicht gut‘ – das ist vollkommen okay. Dann kümmere ich mich mal um mich selbst und schaue, was ich tun kann, dass es mir wieder besser geht. Das ist Selbstliebe und nicht zu vergleichen mit Egoismus, der anderen schadet. Selbstliebe ist sehr wichtig für eine harmonische Gesellschaft.“
Schlagerpuls.com: Was hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?
Francine Jordi: „Ich möchte es einfach auf mich zukommen lassen. Das letzte Jahr hat mich so durchgeschüttelt, ich fand es relativ anstrengend. Jetzt bin ich einfach offen für alles, möchte mich treiben lassen und – wie vorhin gesagt – mit der Kreativität mal gucken, was kommt. Ich möchte nichts erzwingen, nicht gegen die Wellen reiten, sondern mit den Wellen reiten.“