Mit seinem neuen Song „Insomnia“ kehrt Micha zurück zu den großen Emotionen und erzählt von einer dieser Nächte, in denen ein einziger Mensch alle Gedanken bestimmt. Mit uns sprach er über den Titel – DAS macht die aktuelle Single aus!
Schlagerpuls.com: Micha, „Insomnia“ ist bereits dein 5. Song – Was ist der Unterschied bei diesem im Vergleich zu den letzten?
Micha: „Ich glaube, „Insomnia“ ist für mich vor allem ein weiterer Schritt dahin, meinen eigenen Sound zu finden und gleichzeitig den Mut zu haben, ihn nicht unbedingt in eine Schublade stecken zu müssen. Bei meinen bisherigen Songs war diese Mischung schon da. Pop, moderner Schlager, Dance, elektronische Elemente. Aber bei „Insomnia“ haben wir diese Seite noch einmal deutlich stärker herausgearbeitet. Der Song ist elektronischer, treibender und vom Sound her vielleicht auch ein bisschen internationaler als die Songs davor. Gleichzeitig ist die Geschichte sehr direkt, emotional und nah. Und genau das finde ich spannend.
Ich werde immer wieder gefragt: Ist das jetzt Schlager? Ist das Deutschpop? Ist das Dance? Ist das EDM? Mittlerweile denke ich mir: Vielleicht muss ich diese Frage gar nicht mehr beantworten. Ich habe über viele Jahrzehnte Musik gehört, die mich geprägt hat. 90er-Pop, Eurodance, die großen Produktionen der 2000er, Boy- & Girlbands, Deutschpop, Schlager und moderne elektronische Musik. Warum sollte ich mich heute als Künstler entscheiden müssen, dass nur eine dieser Welten stattfinden darf? Bei „Insomnia“ habe ich mir deshalb noch weniger Gedanken darüber gemacht, was man vermeintlich machen „sollte“. Ich wollte einen Song, bei dem die Leute nach ein paar Sekunden mitsingen können, der emotional etwas auslöst und bei dem man gleichzeitig im Auto lauter dreht oder auf der Tanzfläche loslegt.
Vielleicht ist genau das der größte Unterschied zu den ersten Songs: Ich werde musikalisch mutiger und traue mich immer mehr, die verschiedenen Einflüsse zusammenzubringen. Am Ende entsteht daraus hoffentlich etwas, bei dem man irgendwann nicht mehr fragt: „Welches Genre ist das?“ Sondern einfach sagt: „Das klingt nach Micha – 90er im Herzen, 2000er im Kopf, Dance im Blut, deutsche Texte und Sounds von heute.“
Schlagerpuls.com: Was hat dich zu „Insomnia“ inspiriert?
Micha: „Kennst du diese Nächte, in denen du eigentlich todmüde bist, aber dein Kopf einfach nicht abschalten will? Und meistens gibt es diesen einen Gedanken – oder besser gesagt: diesen einen Menschen. Genau dieses Gefühl war die Inspiration für „Insomnia“. Du liegst nachts um zwei wach, das Handy neben dir, Kopfkino läuft und irgendwann denkst du nicht mehr darüber nach, ob du schlafen solltest, sondern wie lange du eigentlich brauchen würdest, um bei dieser Person zu sein. Genau diese Mischung aus Sehnsucht, Verlangen und Schlaflosigkeit wollte ich in einen Song packen.
Schlagerpuls.com: Was denkst du, macht den Song aus?
Micha: „Für mich ist es diese Mischung aus Emotion und Energie. Inhaltlich geht es eigentlich um einen sehr intimen Moment: Du bist nachts allein mit deinen Gedanken und vermisst jemanden. Musikalisch passiert aber genau das Gegenteil von Ruhe. Der Song treibt nach vorne, hat Dance- und elektronische Elemente und einen Refrain, der sofort hängen bleiben soll. Diese Spannung mag ich total: Du kannst wegen jemandem nicht schlafen – aber gleichzeitig willst du zu dem Song tanzen.“
Schlagerpuls.com: Was war dir bei dem Titel wichtig?
Micha: „Ich wollte einen Titel, der dieses Gefühl mit einem einzigen Wort beschreibt. „Insomnia“ bedeutet Schlaflosigkeit, aber für mich steckt in dem Song viel mehr dahinter. Es geht nicht darum, dass du einfach nicht schlafen kannst. Es geht darum, warum du nicht schlafen kannst. Weil dir jemand nicht aus dem Kopf geht. Weil du Nähe willst. Weil aus einem Gedanken plötzlich Kopfkino wird. Deshalb fand ich „Insomnia“ perfekt.“
Schlagerpuls.com: Wieso die englischen Zeilen darin?
Micha: „Das ist tatsächlich ganz bewusst. Ich bin mit der Pop- und Dance-Musik der 90er und 2000er groß geworden und englische Hooks gehören für mich einfach zu diesem Sound. Gleichzeitig schreibe und singe ich auf Deutsch. Bei „Insomnia“ wollte ich diese beiden Welten noch stärker miteinander verbinden. „I can’t get no sleep“ funktioniert für mich fast wie ein Sample oder eine Dance-Hook und „Das mit dir geht so tief“ bringt danach sofort die persönliche, deutsche Ebene rein. Genau diese Mischung fühlt sich inzwischen sehr nach meinem eigenen Sound an.“




