Mit seiner neuen Single „Du brichst mein Herz“ (VÖ 15.05.26) schließt Popschlager-Newcomer Micha seine Song-Trilogie ab. Doch war diese Trilogie von Anfang an so geplant? Und was lag ihm dabei am Herzen? Das verriet der Musiker jetzt im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com!
Schlagerpuls.com: Micha, mit „Du brichst mein Herz“ schließt du deine Song-Trilogie ab. Wie würdest du Teil 3 beschreiben?
Micha: „Für mich ist „Du brichst mein Herz“ der ehrlichste Teil der ganzen Geschichte. „Never Ever“ war dieses Festhalten. Dieses „bitte geh nicht“. „Forever“ war die Hoffnung, dass Liebe alles schaffen kann. Und Teil 3 ist der Moment, in dem man aufwacht und merkt: Manche Menschen verlieren dich nicht auf einmal… sondern Stück für Stück.
Der Song klingt emotional, aber gleichzeitig stark. Genau das wollte ich. Kein Selbstmitleid, sondern dieser Punkt, an dem du begreifst, dass du dich selbst wieder an erste Stelle setzen musst. Und ehrlich gesagt steckt da extrem viel von mir drin. Ich schreibe nichts, was ich nicht selbst gefühlt habe. Vielleicht macht genau das die Songs für viele Menschen greifbar.
Und musikalisch ist das wahrscheinlich der Song, der meinen Sound am meisten zeigt: 90s/2000er-Vibes, moderne Pop-Elemente, Dance-Energie, deutscher Popschlager und trotzdem diese emotionale Direktheit. Genau zwischen all den Welten fühle ich mich zuhause.“
Schlagerpuls.com: War es von Anfang an klar, dass es eine Trilogie werden wird?
Micha: „Nein, tatsächlich nicht. Am Anfang war „Never Ever“ einfach nur ein Song, den ich schreiben musste, weil da so viel Gefühl in mir war und ich mein Leben ändern wollte, um endlich wieder Musik machen zu können. Erst während der Arbeit an den weiteren Songs habe ich gemerkt, dass da eine größere Geschichte entsteht.
Im Nachhinein fühlt sich die Trilogie fast wie drei Kapitel meines eigenen Lebens an. Und ich glaube, genau deshalb konnte ich die Songs auch nicht einfach random veröffentlichen. Ich wollte, dass Menschen die Entwicklung spüren. Vom Kämpfen, übers Hoffen bis hin zum Loslassen.
Vielleicht hat mein Background im Branding und Storytelling da auch mit reingespielt. Ich denke oft in Bildern, Emotionen und Geschichten. Deshalb war mir wichtig, dass nicht nur die Songs zusammenpassen, sondern auch Artwork, Musikvideos und die ganze visuelle Welt dahinter.“
Schlagerpuls.com: Was war dir dabei wichtig?
Micha: „Dass es echt bleibt. Ich glaube, Menschen merken heute sofort, wenn etwas nur gemacht wird, um zu funktionieren. Mir war wichtiger, dass sich jemand nachts um 2 Uhr mit Kopfhörern in diesen Songs wiederfindet, als irgendeinem Trend hinterherzulaufen.
Und ich wollte bewusst keinen klassischen Schlager machen, wie man ihn vielleicht erwartet oder von vielen gefordert wird. Ich liebe Melodien, große Hooks und Emotionen, bin aber gleichzeitig mit Girl- & Boybands, 90 & 2000er-Pop und Dance-Musik aufgewachsen. Genau daraus entsteht mein Sound. Viele sagen immer: „Das klingt irgendwie anders.“ Und genau das wollte ich hören. Und freut mich selbstverständlich auch total!
Außerdem wollte ich zeigen, dass man auch unabhängig und ohne Label etwas Großes aufbauen kann wenn man nur an sich glaubt und durchzieht. Ich schreibe meine Songs selbst, entwickle alle Designs, denke mir die Videos aus und erzähle die komplette Story selbst mit. Jeder Release ist für mich etwas ganz Besonderes. Das ist auch echt anstrengend und mit viel Arbeit versehen, die keiner sieht, aber gleichzeitig wahrscheinlich auch das Persönlichste daran und unterscheidet mich von vielen anderen da draußen.“
Schlagerpuls.com: Was macht „Du brichst mein Herz“ aus?
Micha: „Der Kontrast. Der Song klingt groß, ein wenig retro aber trotzdem modern und eingängig, aber der Inhalt ist eigentlich ziemlich roh und direkt. Keine perfekte Liebesgeschichte. Keine Hollywood-Auflösung. Sondern dieser Moment, in dem man akzeptiert, dass Gefühle alleine manchmal nicht reichen.
Ich glaube, viele erkennen sich darin wieder, weil fast jeder schon mal an etwas festgehalten hat, obwohl man innerlich längst wusste, dass es nicht mehr richtig ist. Genau dieses Gefühl wollte ich hörbar machen. Und vielleicht macht den Song auch aus, dass er trotz aller Emotionalität Hoffnung hat. Weil Loslassen manchmal nicht das Ende ist, sondern der Anfang davon, sich selbst wiederzufinden.“
Schlagerpuls.com: Du wirkst in deinen Songs und auf Social Media sehr offen. Gibt es trotzdem Momente, in denen du Angst hast, dich so ehrlich zu zeigen?
Micha: „Total. Und ich glaube ehrlich gesagt, wer behauptet, keine Angst davor zu haben, lügt ein bisschen. Gerade wenn man Musik macht, zeigt man plötzlich Seiten von sich, die man früher eher versteckt hätte. Ich hab jahrelang Marken für andere aufgebaut und war immer der Typ hinter den Kulissen. Heute stehe ich selbst davor. Mit meinen Songs, meinen Gedanken und auch meinen Unsicherheiten. Das ist manchmal echt ein krasser Unterschied.
Aber genau darin liegt wahrscheinlich die Verbindung zu den Menschen. Nicht perfekt zu sein. Sondern ehrlich genug, trotzdem rauszugehen. Und ich glaube, viele begleiten mich gerade deshalb so intensiv auf diesem Weg, weil sie merken, dass hinter den Songs ein echter Mensch steckt und keine künstliche Rolle. Und das Schönste daran: Das Feedback der Menschen, die deinen Weg begleiten und mir zeigen, dass meine Entscheidung, diesen Weg zu gehen, die genau richtige war. Und dafür bin ich unfassbar dankbar!“
Saven könnt ihr Euch den Song HIER! Das offizielle Musikvideo findet ihr nachfolgend: