Mit seinem neuen Album „Flashback“ begibt sich Matthias Reim auf eine Zeitreise – und ließ in die neuen Songs Elemente einiger Klassiker mit hineinfließen. Wie das für ihn selbst war, das verriet uns der Schlagerstar jetzt im großen Exklusiv-Interview. Dabei sprach Matthias auch über seine Jubiläumstour, bei der er sein komplettes erstes Album spielt – und die Fans damit auf eine Reise schickt, in eine Zeit, in der die Welt noch ein bisschen friedlicher war. Zumindest politisch, wie der Vollblutmusiker offen klarmacht.
Schlagerpuls.com: Wie war diese Zeitreise für dich? Mit der Vergangenheit zu spielen und sie in die neuen Songs einfließen zu lassen?
Matthias Reim: „Das war sehr inspirierend, weil wir gleichzeitig auch die Jubiläumstour produziert und vorbereitet haben. Da reproduzieren wir wirklich das komplette erste Album in der Originalreihenfolge mit den Originalarrangements live. Da war so auch ein Zusammenspiel mit den Flashbacks und mit diesem Retro-Gefühl. Wir haben jedoch nicht Retro produziert, sondern mit modernen Mitteln. Aber wir haben eben viele Elemente wieder aufgegriffen.“
Schlagerpuls.com: Das ist ja sicherlich auch für dich eine spannende Zeitreise, jetzt wieder das komplette erste Album zu spielen. Ich finde, das ist ein sehr cooles Konzept.
Matthias Reim: „Ja, es macht den Leuten auch unheimlich viel Spaß, weil sie an eine Zeit erinnert werden, in der die Welt auch noch in Ordnung war – zumindest politisch. An eine Zeit, in der wir alle voller Hoffnung auf eine friedliche Welt waren. Ob Gorbatschow oder „Wind of Change“ von den Scorpions – das war alles so ein Lebensgefühl. Und daran erinnert Musik natürlich wesentlich intensiver, an das, was die Menschen damals gefühlt und gedacht haben, als eine Doku über die Zeit im Fernsehen. Musik macht Emotionen, und Musik speichert auch Emotionen – und das über Jahrzehnte.“
Schlagerpuls.com: Ist dir das besonders wichtig – auch bei deinem aktuellen Album – dass die Leute ein bisschen vom Alltag abgelenkt werden?
Matthias Reim: „Ein Album wird heute nicht mehr so durchgehört wie früher, aber ich möchte die Menschen schon ein bisschen entführen – in Erinnerungen, aber einfach auch in dieses Gefühl ‚ich bin gut drauf, wenn ich Matthias Reim höre‘, wecken. Du machst die Nachrichten im Fernseher an oder schaust auf Instagram und dann haut dich der Algorithmus mit Meldungen über Putin und Trump einfach weg. Du denkst: ‚In was für einer Zeit leben wir heute?!‘ Ich hatte beim Produzieren davon eine Auszeit, eine gute Zeit – und dass die Menschen genau das auch spüren, wenn sie es hören, wünsche ich mir.“
Schlagerpuls.com: Und du hast ja auch einen Blick in die Zukunft beziehungsweise in die Gegenwart mit drin. Du hast ja schon Zoe einen Song gewidmet. Und „Die Sterne lügen“ ist sicher für Christin, oder?
Matthias Reim: „Klar, ich bin Schütze, sie ist Waage. Wo die Liebe eben hinfällt, da kannst du nichts gegen machen. Ich genieße das Hier und Jetzt mit meiner Familie.“


