Moderator und Comedian Guido Cantz ist ein alter TV-Hase, doch mit seiner Teilnahme an „The Masked Singer“ erlebte er jetzt etwas komplett Neues. Nach seiner Enttarnung als Motte Momo im Halbfinale sprach das Multitalent mit uns jetzt im exklusiven Interview über die Show und wie er sie erlebte. Dabei ging er im spannenden und offenen Gespräch auch auf den Erfolg von „The Masked Singer“ ein – und die neuen Möglichkeiten, die sich durch veränderte Konzept ergaben!
Schlagerpuls.com: Guido, wie hast du die Show erlebt?
Guido Cantz: „Das war eine ganz neue Erfahrung. Ich habe ja schon viel im Fernsehen in meinem Leben gemacht, aber ‚The Masked Singer‘ eben noch nicht. Das war, was die Geheimhaltung und das Ganze angeht, sehr besonders und deswegen auch eine tolle Erfahrung. Es hat Riesenspaß gemacht.“
Schlagerpuls.com: Du bist musikalisch ja bewandert, kannst auch Schlagzeug und Klavier spielen. Aber wie war es für dich, jetzt in der Show live zu singen?
Guido Cantz: „Ich habe schon im Fernsehen gesungen – sowohl in diversen eigenen Shows als auch auf der Bühne. Aber jetzt bei ‚The Masked Singer‘ war das natürlich trotzdem eine neue Erfahrung und auch eine neue Belastung – durch die Bewegung und dem Schwitzen unter diesem Kostüm. Das ist nochmal eine Stufe heftiger.
Das war aber wirklich gesamt gesehen toll – vor allen Dingen, weil man überhaupt nicht wusste, wer unter den anderen Masken steckt. Das war sowohl für die Zuschauer als auch für uns eine große Überraschung.“
Schlagerpuls.com: Was war deine Taktik gewesen?
Guido Cantz: „Ich bin jemand, der sehr ehrgeizig ist. Die Taktik muss natürlich immer sein, ins Finale zu kommen. Das habe ich jetzt nicht ganz geschafft. Es war aber auch eine kleine leichte Erleichterung dabei, weil ich während der Aufzeichnung eine schwere Bronchitis hatte und es dadurch umso anstrengender war, unter diesem Kostüm Luft zu bekommen. Ich glaube, ich hatte eines der wärmsten Kostüme, so wurde es mir zumindest gesagt.
Für mich galt es, in erster Linie auch Spaß zu haben. Man sieht das Lächeln nicht, aber das kommt ja trotzdem durch die Maske rüber. Meine Taktik war, zu versuchen, durch einen sehr scheuen Charakter von meinem eigenen abzulenken.“
Schlagerpuls.com: Glaubst du, das ist für einen professionellen Sänger schwieriger als für jemanden wie dich, der nicht jeden Tag Musik macht?
Guido Cantz: „Wenn der Hauptberuf ist, Sänger zu sein, ist das ein Riesenvorteil. Wobei es ja eigentlich auch um das Gesamtkunstwerk geht. Es soll eben sowohl die Maske performen als auch der Gesang zusammenpassen. Aber klar, wenn jemand eine Top-Gesangsleistung abliefert, dann ist der natürlich schon im Vorteil. Das ist ja auch okay.
Von daher bin ich froh. Das Halbfinale ist super, und ich habe mich da gut verkauft. Mir hat das Riesenspaß gemacht, von daher ist alles gut. Und wenn du zusammen mit Ronan Keating ausscheidest, kann man damit ja leben (lacht).“
Schlagerpuls.com: Da kann man definitiv mit leben. Aber du warst auch schwer zu erkennen, muss ich sagen.
Guido Cantz: „Dann ist das schon mal geschafft. Es ist auf jeden Fall eine sehr aufwendige Produktion. Was mich wirklich begeistert hat: Ich mache schon lange Fernsehen. Aber die Leute hinter den Kulissen bei ‚The Masked Singer‘ sind alle Feuer und Flamme für dieses Projekt. Sie leben das wirklich und machen das ganz, ganz toll.“
Schlagerpuls.com: Was glaubst du, macht die Sendung auch heute noch so beliebt? Sie hat ja zwar das Konzept komplett geändert, aber sie genießt noch immer große Aufmerksamkeit.
Guido Cantz: „Es ist ein besonderes Projekt. Klar, es war das erste Mal eine Aufzeichnung – jedoch mit dem Vorteil für die Zuschauer, dass es mehr Masken und mehr Prominente sind bzw. waren. Das ist schon mal ein Riesenvorteil.
Aus meiner Erfahrung mit vielen Live-Sendungen heraus, kann ich sagen: Manchmal wissen die Leute gar nicht, ob es eine Aufzeichnung oder live ist. Heute hat mich auch schon jemand aus meinem Freundeskreis gefragt, wie ich das denn gestern gemacht hätte, weil ich gestern noch bei einer Fernsehaufzeichnung in München war. Das sind die Zeichen der Zeit im Fernsehen: Live ist teuer. Ich persönlich habe da jetzt keinen großen Unterschied gemerkt. Es war ‚live on tape‘, also von daher ist das für den Zuschauer gar kein großer Unterschied.“
Schlagerpuls.com: Und gibt es jetzt auch mehr Möglichkeiten. Du kannst jetzt Künstler bekommen, die du sonst nicht bekommen hättest, weil sie nicht die Zeit hätten.
Guido Cantz: „Das ist auch ein Vorteil, den ich für mich selbst reklamieren muss. Ich war da schon öfter im Gespräch, aber wenn das dann Wochen sind, in denen man nichts anderes außer diesem einen Projekt machen kann, oder schon andere Buchungen hat, überlegt man sich das dreimal. Das war sicherlich ein Vorteil, jetzt viele gute und bekannte Leute zu bekommen. Das hat sich schon gelohnt.“



