ALINA steht für tiefe Geschichten – und das unterstreicht ihr neuer Song „Wie kommt’s dass ich immer an dich denke?“ eindrucksvoll. Darin geht es um das Vermissen eines geliebten Menschen. Mit uns sprach die Sängerin offen über ihre persönliche Bedeutung des Songs. Dabei machte sie klar: „Botschaften sind für mich essenziell – auch für mich selbst.“ – und verriet auch, warum sie sich mit diesem Titel musikalisch angekommen fühlt. Es sind sehr ehrliche Worte einer Künstlerin, die gereifter denn je wirkt – und gerade mit diesem Titel wahrlich ein Meisterwerk hinlegt, das auf den Spuren von Alexandra und auch Hildegard Knef wandelt!
Schlagerpuls.com: ALINA, was ist die Geschichte hinter deinem neuen Song?
ALINA: „Die Geschichte hinter dem Song ist die Geschichte von Verlust und der Sehnsucht nach einem geliebten Menschen. Ursprünglich ist der Song aus einer Liebesgeschichte heraus entstanden. Mittlerweile hat er für mich aber noch eine ganz andere Bedeutung bekommen. Er hat sozusagen einen doppelten Boden: Heute verbinde ich damit nicht mehr nur die Sehnsucht nach einer vergangenen Liebe, sondern auch den Verlust eines Menschen, der mir unglaublich nahestand. Und genau das mag ich an Songs – dass sie mit einem mitwachsen und plötzlich etwas erzählen können, was man beim Schreiben selbst noch gar nicht wissen konnte.“
Schlagerpuls.com: Was hat dich dazu inspiriert?
ALINA: „Mich hat dieses ganz besondere Gefühl des Vermissens inspiriert. Wenn ein Mensch nicht mehr da ist und trotzdem ständig in den eigenen Gedanken auftaucht. Man geht durch seinen Alltag, erlebt Dinge, sieht Orte, hört etwas – und plötzlich ist dieser Mensch wieder da. Genau daraus entstand auch diese Frage: Wie kommt es, dass ich immer an dich denke? Ich glaube, dieses Gefühl kennen sehr viele Menschen, ganz unabhängig davon, wen sie vermissen.“
Schlagerpuls.com: Sowohl der Sound als auch das Cover sind an ein vergangenes Jahrzehnt angelehnt. Wie kam es dazu?
ALINA: „Ich bin ein riesengroßer Fan von Alexandra und auch von Hildegard Knef und wollte eigentlich schon immer Musik machen, die etwas von dieser Zeit in sich trägt. Ich liebe, dass sich die Musik damals viel mehr Zeit genommen hat. Emotionen durften Raum bekommen, Arrangements durften groß sein und Musik durfte auch ein bisschen dramatisch und kunstvoll sein. Damit kann ich mich unglaublich identifizieren. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, ich komme aus dieser Zeit. (lacht) Und irgendwann dachte ich: Warum eigentlich nicht genau das machen, was sich für mich schon immer richtig angefühlt hat? Deshalb wollte ich diese Ästhetik nicht nur im Sound, sondern auch visuell im Cover und in der ganzen Bildwelt weiterführen.“
Schlagerpuls.com: Ist das ein ehemaliges „Experiment“ oder dein neuer Sound?
ALINA: „Ich würde es gar nicht als Experiment bezeichnen. Eher als einen kreativen Weg, auf dem ich mich gerade befinde und den ich unbedingt weitergehen möchte. Ich bin wahnsinnig inspiriert und habe schon viele Songs im Gepäck. Man darf also gespannt sein, was da noch kommt. Vor allem fühlt es sich für mich gerade sehr natürlich an. Ich habe das Gefühl, musikalisch wirklich bei mir angekommen zu sein.“
Schlagerpuls.com: Wie wichtig ist es dir, Botschaften in deinen Songs zu vermitteln?
ALINA: „Botschaften sind für mich essenziell – auch für mich selbst. Ich möchte Songs schreiben, die mir etwas erzählen: über mich, über meine Erfahrungen, über andere Menschen und über das Leben. Ich glaube, wir alle haben eine große Sehnsucht nach dieser menschlichen Essenz, nach etwas Echtem und Wahrem. Gerade in einer Welt, in der vieles immer schneller und glatter wird, wünsche ich mir Musik, in der etwas passieren darf, in der man sich wiedererkennt und vielleicht auch ein Stück weit verstanden fühlt. Denn am Ende ist es doch so: Erst wenn es wirklich menschelt, fühlt man es auch.“




