Bei der Premiere vom neuesten Musical „Salon Rosie“ im Theater des Westens in Berlin gab es ein Thema, das besonders heiß diskutiert wurde. Wie geht es mit Peter Plate und Ulf Leo Sommer und dem Theater des Westens weiter? Nach der endenen Mietzeit im nächsten Jahr? Im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com äußerte sich Erfolgsregisseur Detlev Buck – und fand offene Worte! Dabei stärkte er dem Duo den Rücken!
Schlagerpuls.com: Wie sehr haben Peter Plate und Ulf Leo Sommer deiner Meinung nach die Berliner Kultur in den letzten Jahren bereichert?
Detlev Buck: „Das Haus stand ein bisschen still. Wenn man sich die ganzen Premieren der letzten Jahre anschaut und sieht, wie sich alles immer wieder neu erfindet… das ist schon beeindruckend. Hier einen Schwung reinzubringen, es lebendig zu machen und auch noch dafür auch noch das Risiko zu tragen, ist besonders.“
Schlagerpuls.com: Wie siehst du aus cineastischer Sicht die Inszenierungen, mit denen Peter Plate und Ulf Leo Sommer in ihren Musicals immer wieder beeindrucken? Wie heben sie sich von anderen Produktionen ab?
Detlev Buck: „Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Aber bei ‚Romeo & Julia – Liebe ist alles‘ hat es mich beispielsweise besonders berührt, wenn es Mut zum Gefühl reinbrachte. Das ergibt eine gute Mischung aus Spaß und Emotion – so wie ich die Dinge auch im Leben sehe.“
Schlagerpuls.com: Wenn es nach der jetzt endenden Mietzeit nicht weitergeht, wie sehr würdest du das bedauern?
Detlev Buck: „Ich komme aus dem Kiez hier – wie Peter und Ulf. Ich bin hier immer gerne. Und das wäre dann schon wirklich eine Verarmung.“
Schlagerpuls.com: Was glaubst du, wie wird es weitergehen? Wie wird die Stadt an die Sache rangehen?
Detlev Buck: „Die Stadt weiß selbst gar nicht, wie sie momentan regiert. Als ich jetzt nach drei Monaten aus der Mongolei kam, war ich erstaunt, was für eine Aggression und in der Luft liegt. Das habe ich lange nicht erlebt. Da müsste man wirklich lässiger reagieren – aber das ist im Moment schwer möglich.“

