Max Weidner verrät die prickelnde Geschichte hinter seinem neuen Song „OFFIZIELL“ und spricht offen über Affären!

Max Weidner verrät die prickelnde Geschichte hinter seinem neuen Song „OFFIZIELL“ und spricht offen über Affären!
Exklusiv
Direkte Worte!
© Kevin Lauderlein

An diesem Freitag (16.10.26) legt Max Weidner nach – und nimmt mit seinem neuen Song „OFFIZIELL“ kein Blatt vor dem Mund. Mit uns sprach er vorab im exklusiven Interview über die Entstehung des Titels, in dem er ganz offen eine Affäre besingt!


Schlagerpuls.com: Was ist die Geschichte hinter deinem neuen Song „OFFIZIELL“?

Max Weidner: „Ich könnte jetzt natürlich behaupten, dass „OFFIZIELL“ eine komplett erfundene Geschichte ist. Aber ich glaube, das würde mir sowieso keiner abkaufen. Die Wahrheit ist: Hinter dem Song steckt tatsächlich eine Geschichte aus meinem eigenen Leben. Es geht um eine Affäre. Um zwei Menschen, die sich eigentlich nicht zu nahekommen sollten und bei denen es trotzdem gewaltig knistert. Offiziell kennt man sich nur vom Sehen, hat sich selbstverständlich nie geküsst und weiß natürlich auch nicht, wie der andere ohne Kleidung aussieht. Inoffiziell könnte man sich wahrscheinlich sogar mit verbundenen Augen wiedererkennen.

Manchmal braucht es eben kein romantisches Abendessen mit Kerzenschein. Manchmal reicht ein Hotelzimmer, ein Auto auf einem verlassenen Parkplatz oder ein einziger Blick, bei dem sämtliche guten Vorsätze ihre Kündigung einreichen. Wenn dann noch die Autoscheiben beschlagen, liegt das wahrscheinlich nicht an einer Diskussion über die Benzinpreise! Ich glaube, manche Menschen kommen sich in wenigen Stunden näher als andere in 20 Jahren Beziehung. Da geht es plötzlich um mehr als nur körperliche Anziehung. Und genau das macht solche Geschichten manchmal so gefährlich. Denn gegen Lust kann man sich vielleicht noch wehren. Aber wenn echte Gefühle ins Spiel kommen, wird es kompliziert. Natürlich kann aus einer Affäre auch echte Liebe werden. Nur weil etwas heimlich beginnt, heißt das nicht, dass die Gefühle weniger echt sind. Manchmal beginnt eine große Geschichte eben mit einem ziemlich schlechten Gewissen und verdammt gutem Herzklopfen.

Wie meine Geschichte ausgegangen ist? Das bleibt mein kleines Geheimnis. Andere löschen nach einer Affäre vorsichtshalber ihre Nachrichten. Ich veröffentliche einen Song darüber. Vielleicht sollte ich meine Strategie zur Geheimhaltung noch einmal überdenken! (lacht)“


Schlagerpuls.com: Was war dir bei dem Song wichtig?

Max Weidner: „Das Verrückte ist, dass der komplette Refrain tatsächlich unter der Dusche entstanden ist. Andere Menschen haben unter der Dusche schmutzige Gedanken. Ich mache daraus einen Schlager. Andere brauchen dafür ein Hotelzimmer. Mir reichen Shampoo und ein bisschen Fantasie! (lacht)

Anschließend habe ich den Song gemeinsam mit der lieben Petra Bonmassar und Simeon Holzer ausgearbeitet. Petra hat unter anderem mit DJ BoBo, Andrea Berg und Sonia Liebing gearbeitet, Simeon mit DJ BoBo und DJ Antoine. Wir wollten einen modernen Popschlager, der sofort ins Ohr geht, zum Tanzen einlädt und ganz bewusst mit Lust, Versuchung und verbotenen Gefühlen spielt. Ich finde, über Affären wird oft nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Dabei sind heimliche Treffen, verbotene Küsse und beschlagene Autoscheiben nun wirklich keine Erfindung von mir. Und wenn sich zwei Menschen nachts in einem Hotelzimmer treffen, dann wahrscheinlich nicht, um gemeinsam die Minibarpreise zu vergleichen! Ich wollte genau dieses Kopfkino in den Song bringen. Diese Momente, in denen man sich eigentlich zusammenreißen sollte, aber die Vernunft längst an der Hotelrezeption ausgecheckt hat.

Und ganz ehrlich: Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Paare irgendwann gemeinsam zu „OFFIZIELL“ tanzen, sich verliebt in die Augen schauen und sich dabei gegenseitig nach Strich und Faden bescheißen! Vielleicht ist das ja der erste Schlager, bei dem beide mitsingen und jeder heimlich an jemand anderen denkt. Das wäre natürlich bitter. Aber immerhin hätten sie denselben Musikgeschmack! (lacht)

Natürlich gibt es auch diese Zeile: „Er hat dich drei Mal in den Himmel gebracht, doch wir zwei haben’s sogar vier Mal geschafft.“ Ich war in Mathe früher vielleicht nicht der Beste, aber bis vier zählen kann ich offensichtlich ganz gut! Und bevor jetzt jemand Beweise verlangt: Ich veröffentliche Musik, keine Statistiken aus dem Schlafzimmer!

Aber genauso wichtig ist mir die Zeile: „Auch wenn ich mehr will, eine Stunde küssen ist besser als dich ewig zu vermissen.“ Denn da merkt man, dass hinter den zweideutigen Anspielungen echte Sehnsucht steckt. Eine Affäre beginnt vielleicht mit körperlicher Anziehung. Aber wenn man irgendwann nicht nur den Körper, sondern den Menschen vermisst, dann ist es plötzlich mehr als ein heimliches Abenteuer.

Genau diese Mischung wollte ich. Einen Song, bei dem die Leute lachen, vielleicht ein bisschen rot werden und trotzdem spüren, dass echte Gefühle manchmal verdammt kompliziert sein können.“


Schlagerpuls.com: Wie würdest du „OFFIZIELL“ beschreiben?

Max Weidner: „Als einen ziemlich unanständigen Popschlager mit einem überraschend großen Herzen! Modern, sexy, provokant und mit einem Text, bei dem man ruhig zweimal hinhören darf. Beim ersten Mal wegen der Melodie und beim zweiten Mal, weil man sich fragt: Hat der das gerade wirklich gesungen?

Ich liebe diesen Gegensatz zwischen offiziell und heimlich. Offiziell kennt man sich nur vom Sehen. Offiziell hat man sich nie berührt. Offiziell weiß man nicht einmal, wie der andere küsst. Ja klar! Und ich gehe nachts um halb vier auch nur spazieren, weil ich so gerne die Sterne beobachte. Nach außen ist alles völlig harmlos. Hinter verschlossenen Türen sieht die Sache möglicherweise ganz anders aus. Und am nächsten Morgen tut man so, als wäre nichts gewesen. Wobei ich zugeben muss: Wer um halb vier morgens mit zerzausten Haaren und einem verdächtig zufriedenen Grinsen nach Hause kommt, sollte sich vielleicht vorher eine bessere Ausrede überlegen! (lacht)

Ich glaube sowieso, dass es viel mehr heimliche Geschichten gibt, als wir alle ahnen. Die einen nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab. Ich bringe meine lieber in die Charts. Ist vielleicht nicht besonders diskret, aber musikalisch deutlich ergiebiger! Was ich aber wichtig finde: Nicht jede Affäre bleibt eine Affäre. Manchmal entstehen Gefühle, mit denen niemand gerechnet hat. Und dann wird aus einer Geschichte, die eigentlich nur heimlich stattfinden sollte, plötzlich etwas, das einen emotional komplett aus der Bahn werfen kann.

Trotzdem soll „OFFIZIELL“ vor allem Spaß machen. Ich wollte keinen erhobenen Zeigefinger, sondern einen Song, zu dem man tanzen, lachen und vielleicht auch ein bisschen sündigen kann. Wobei ich für Letzteres selbstverständlich keinerlei Verantwortung übernehme! Ein guter Schlager muss ins Ohr gehen. Ein richtig guter darf auch ruhig ein bisschen tiefer rutschen!

Ich bin auch nur ein ganz normaler Mensch, der manchmal Blödsinn macht, manchmal zu viel fühlt und gelegentlich Dinge singt, bei denen andere schon beim Zuhören rot werden. Ich selbst bin da ziemlich schmerzbefreit. Irgendwer muss die unanständigen Gedanken schließlich auch mal laut aussprechen! (lacht) Und wenn jemand beim Hören plötzlich nervös wird, sein Handy umdreht oder seinem Partner auffällig nicht mehr in die Augen schaut, dann kann ich auch nichts dafür. Ich liefere nur die Musik. Die Geheimnisse bringen die Leute schon selbst mit!“


Schlagerpuls.com: Wie war der Videodreh?

Max Weidner: „Der Videodreh war wirklich MEGA! Wir wollten etwas, das genauso knistert wie der Song. Kein kitschiges Liebesdrama mit Rosenblättern und Sonnenuntergang, sondern einen coolen, reduzierten Look mit ganz viel rotem Licht. Leidenschaft, Versuchung und dieses Gefühl, dass hinter der scheinbar harmlosen Fassade etwas ganz anderes passiert.

Direkt am Anfang des Videos gibt es eine Besonderheit, die mir persönlich sehr wichtig war. Noch bevor die Musik richtig losgeht, richte ich ein paar Worte ganz bewusst an die Frau, um die es in dieser Geschichte geht. Ziemlich direkt, ziemlich selbstbewusst und vielleicht auch ein kleines bisschen unverschämt. Man kann nach außen noch so überzeugend behaupten, dass alles völlig harmlos ist. Aber manchmal verraten die Gefühle längst mehr, als einem lieb ist. Genau mit diesem Widerspruch spiele ich im Video.

Ob die Dame weiß, dass sie gemeint ist? Da bin ich mir ziemlich sicher. Und ob ich mit meiner Botschaft recht habe? Aber sowas von! Manche Wahrheiten kann man noch so gut verstecken. Sie bleiben trotzdem wahr. Erst ganz am Ende des Videos kommt der Regen, den wir direkt im Studio erzeugt haben. Auf den Aufnahmen sieht das wahnsinnig sexy aus. In Wirklichkeit hatte ich allerdings zwei ganz andere Sorgen: Hoffentlich schwimmen mir nicht gleich die Kontaktlinsen davon, und hoffentlich denke ich daran, mein kleines Bäuchlein einzuziehen!

Denn so ein nasses Shirt ist gnadenlos. Da kannst du noch so verführerisch in die Kamera schauen. Sobald der Stoff am Körper klebt, werden sämtliche kulinarischen Entscheidungen der letzten Wochen öffentlich gemacht. Ich habe also versucht, gleichzeitig sexy auszusehen, meine Kontaktlinsen zu retten und den Bauch einzuziehen. Ich wollte schließlich ein heißes Musikvideo drehen und keine Dokumentation über meine letzten drei Schweinebraten! (lacht)

Ich liebe diesen Kontrast im Video. Erst das intensive rote Licht, die Spannung und die Heimlichkeit. Und zum Schluss der Regen, bei dem endgültig nichts mehr trocken bleibt. Zumindest mein Shirt nicht! Und was meine Botschaft am Anfang betrifft: Ich werde natürlich nicht verraten, für wen sie gedacht ist. Manche Dinge müssen schließlich auch bei einem Song namens „OFFIZIELL“ nicht offiziell werden!“

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Bild von Kevin Drewes

Kevin Drewes

Chefredakteur

Kevin Drewes ist seit über 10 Jahren im Schlager unterwegs und bringt als Chefredakteur seine ganze Erfahrung und Leidenschaft mit hinein. Kein anderer kann solch eine Expertise wie er vorweisen.

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