„Schlager-Spaß mit Andy Borg“: SWR trifft weitreichende Entscheidung – was das für die Zukunft der Show bedeutet

„Schlager-Spaß mit Andy Borg“: Keine neue Ausgabe im Juli, aber…
Was das jetzt für die Show bedeutet...
© SWR/Kerstin Joensson

Wie uns der SWR kürzlich auf Nachfrage versicherte, ist der „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ weiterhin fest gesetzt. Doch eine große Änderung wird es hinter den Kulissen im kommenden Jahr geben – die Kultshow wird nicht mehr in Baden-Baden produziert! Damit zieht man genau das durch, was man bereits 2025 ankündigte. Was diese Veränderung jetzt für die Zukunft der Show bedeutet und was der Sender dazu sagt…



Auch „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ betroffen: SWR trifft weitere Sparmaßnahmen

Während schon der nächste „Tatort“ aus dem Schwarzwald erstmals als Produktion der Giganten Film Ludwigsburg gedreht wird, stehen auch Veränderungen bei den Unterhaltungsformatne an. Der SWR hat jetzt über die Vergabe der Formate „Sag die Wahrheit“, „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ und „Tigerenten Club“ entschieden, die ab 2027 in externen Studios produziert werden. Eben diese Vergabe geht auf die im Jahr 2025 getroffene Entscheidung des SWR zurück, fiktionale Produktionen und ausgewählte Unterhaltungsformate nicht mehr selbst herzustellen, um Ressourcen flexibler steuern und eigene Studioflächen reduzieren zu können. Heißt konkret: Sparmaßnahmen.



„Schlager-Spaß mit Andy Borg“: Das ist der neue Aufzeichnungsort für die nächsten Folgen

Doch was heißt das konkret für die sehr beliebte Sendung „Schlager-Spaß mit Andy Borg“? Das erklärt der SWR jetzt in einer Pressemitteilung: „Die beliebte SWR Sendung „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ produziert der SWR gemeinsam mit Kimmig Entertainment ab 2027 in einer vom Europa-Park angemieteten Halle in Mahlberg im badischen Ortenaukreis.“ Dabei heißt es: „Eine bewusste Entscheidung, um den Charakter der Sendung zu erhalten und in der Umgebung zu produzieren, die das Format ausstrahlt.“

Kai Gniffke, Intendant des SWR erklärt: „Der SWR entscheidet sich aus Verantwortung für die ihm anvertrauten Mittel für die wirtschaftlichsten und sinnvollsten Lösungen. An der Qualität unserer Produktionen für unser Publikum wird sich durch die neuen Produktionsorte nichts verändern. Wir setzen dadurch unsere Ressourcen zielgerichteter ein und reduzieren unsere eigenen Flächen. Der SWR gewinnt an Flexibilität und stärkt gleichzeitig die Produzentenlandschaft.“



„Schlager-Spaß mit Andy Borg“: Zukunft der Show erstmal gesichert

Und Clemens Bratzler, Programmdirektor des SWR, dazu: „Dass so beliebte SWR-Formate künftig nicht mehr von eigenen Produktions-Teams und in eigenen Studios hergestellt werden, ist schmerzhaft für die betroffenen Mitarbeitenden, die mit ihrem Können und Engagement maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben, Dennoch bleibt es angesichts schneller Veränderungen und großer finanzieller Unsicherheit richtig, uns flexibler aufzustellen. Wir haben überzeugende Lösungen für die Auslagerung gefunden und können den Prozess sozialverträglich umsetzen.“ Das Ganze hat einen kleinen Beigeschmack, denn den deutschen Vorentscheid vom ESC richtet der SWR auch 2027 weiterhin aus – dafür ist anscheinend Geld da.

Immerhin geht es mit dem „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ weiter (lest hier ein sehr spannendes, aktuelles Interview mit Andy Borg), auch wenn es hier schon knüppeldick für viele Mitarbeiter kommt. Es wäre aber auch ein Skandal, wenn man nun auch noch die letzte Schlager-Show im SWR absetzt. Die Entscheidung zum Aus von „Immer wieder sonntags“ polarisiert aktuell ohnehin schon enorm – schließlich sind die Quoten (auch bei der jüngeren Zielgruppe!) in der aktuellen Saison wieder einmal sehr stark.

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