Wird Menowin Fröhlich am kommenden Samstag (09.05.26) nach zwei Anläufen sein Happy End im DSDS-Finale erleben? Und der Superstar 2026 werden? Die Ausgangslage scheint so gut wie lange nicht. Doch genau das wirft auch eine entscheidende Frage auf: Wie fair ist diese Situation eigentlich gegenüber den jungen Talenten, die ohne vergleichbare Erfahrung in den Wettbewerb gestartet sind?
Menowin bringt nicht nur Bühnenerfahrung mit, sondern kennt das Format, den Druck und die Mechanismen der Show bereits aus zwei vorherigen Teilnahmen. Ein klarer Vorteil gegenüber Kandidatinnen und Kandidaten, die zum ersten Mal auf dieser großen Bühne stehen. Während andere erst lernen müssen, mit Liveshows und öffentlicher Aufmerksamkeit umzugehen, bewegt sich Menowin längst sicher in diesem Umfeld. Auch innerhalb der DSDS-Welt bleibt das nicht unkommentiert. So gab es mehrere kritische Stimmen, dass eine erneute Teilnahme überhaupt möglich ist. Die Diskussion darüber, ob ein solcher „Wiederantritt“ dem Grundgedanken der Show entspricht, ist damit längst eröffnet.
Gleichzeitig zeigt sich Menowin im RTL-Interview selbst so reflektiert wie selten zuvor. Gegenüber RTL sagt er nach der zweiten Live-Show: „Ich freue mich übertrieben darüber. Ich fand den heutigen Abend total cool.” Und doch scheint ihm die Tragweite noch nicht ganz bewusst: „Vielleicht bin ich nächste Woche Superstar. Ich weiß es nicht. Es ist crazy.”
Auch seine eigene Entwicklung spricht er in dem Interview offen an: „Als ich damals ins Finale eingezogen bin, das war alles eher mit einem ganz verbissenen Charakter.” Heute gehe es ihm anders an die Sache heran: „Das ist hier gar nicht der Fall. Ich komme hier her und habe Spaß. Spaß an der Musik, Spaß mit meinen Coaches zu arbeiten. Ich habe so viel hier gelernt. Ich habe in dieser Staffel mehr gelernt als in den letzten 22 Jahren.”
Und dennoch bleibt die zentrale Frage bestehen: Wäre ein Sieg von Menowin Fröhlich tatsächlich ein rundes Happy End – oder würde er gleichzeitig ein Ungleichgewicht im Wettbewerb offenlegen? Sicher ist: Dieter Bohlen feiert Menowin extrem – und positioniert sich damit deutlich. Doch am Ende liegt die Entscheidung, wie so oft, beim Publikum. Und genau das macht dieses Finale so spannend.



