Das Aus von „Immer wieder sonntags“ sorgt für Kopfschütteln und Fassungslosigkeit in der Schlagerbranche. Jetzt äußerte sich auch NDW-Ikone Markus Mörl im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com dazu, welches bei der „Nacht des Deutschen Schlagers“ zugunsten der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help auf Fuerteventura entstand – wo Markus mit seinen Hits beim Benefizkonzert die 80’er wieder aufleben ließ. Dabei fand Markus im Interview deutliche Worte…
Schlagerpuls.com: Du warst ja auch immer wieder bei „Immer wieder sonntags“ zu Gast. Wie stehst du dazu, dass so eine Show abgesetzt wird nach so langer Zeit?
Markus Mörl: „Skandal in der ARD. Ich habe live miterlebt, wie enthusiastisch die Leute mit Stefan vor Ort gefeiert und bei dieser Show mitgemacht haben. Das war immer ein echtes Happening. Die Leute sind da mit Bussen und Vereinen angereist. Ich glaube, dass hat sich auch über den Bildschirm an die Zuschauer übertragen. Es ist sehr schade, dass diese Show nicht mehr stattfinden soll. Was will man denn am Sonntagvormittag sonst machen, als ‚Immer wieder sonntags‘ zu schauen?“
Schlagerpuls.com: Ja, Patrick Lindner hatte uns gegenüber letztens einen spannenden Aspekt genannt – was ist mit den älteren Menschen in den Heimen, für die diese Sendung ein großer Anker war?
Markus Mörl: „Man sollte an den Kunden dranbleiben. Die Kunden sind eben die Zuschauer und wenn die das gerne schauen und die Quoten stabil sind, dann sollte man es auch weiterlaufen lassen.“
Schlagerpuls.com: Ja, und die Zielgruppe gibt es, wie du sagst, ja immer noch, definitiv.
Markus Mörl: „Die wird immer größer.“
Schlagerpuls.com: Wie stehst du allgemein dazu, dass die ganzen Schlagersendungen jetzt aussterben? Da gab es in diesem Jahr ja schon einige abgesetzte Shows.
Markus Mörl: „Es ist ein Trend bei den Öffentlich-Rechtlichen, dass man sie so hinten runter fallen lässt. Man versucht zwanghaft modern zu sein. Wie gesagt, das Publikum will bedient werden – und es gibt viele, viele Fans. Ich merke das auch bei den Konzerten, wie begeistert sie sind. Und sie möchten sich auch mit den Songs gerne erinnern und wollen das auch wieder hören. Zudem ist der Schlager ist ja auch ganz modern geworden. Ich mache jetzt auch gerade was Neues und jeder Kollege macht ebenfalls neue Songs und geht mit der Zeit. Das Metier darf einfach nicht untergehen und es wird auch nicht untergehen. Dann verlagert es sich vielleicht ins Internet, aber dann sind die TV-Sender dann leider außen vor.“







