Die aktuelle Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ legt nochmal einen oben drauf! Am 9. August 2026 erreichte 1,283 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 19,5 Prozent – so viel wie noch keine Ausgabe der laufenden Saison. Mehr noch: Beim Marktanteil lag die Show mit Stefan Mross damit sogar knapp vor dem „Tatort“, der am Abend auf 19,4 Prozent kam!
„Immer wieder sonntags“ toppt sich in der Abschiedssaison immer wieder
Es gehört inzwischen fast schon zur Geschichte dieser letzten Staffel: Während der Abschied von „Immer wieder sonntags“ näher rückt, liefert die Sendung weiterhin Quoten, die zeigen, welche Bedeutung das Format im ARD-Programm noch immer hat. Am Sonntag wurde daraus sogar ein neuer Staffelrekord.
19,5 Prozent Marktanteil erreichte die von Stefan Mross moderierte Live-Sendung. Insgesamt sahen 1,283 Millionen Menschen zu. Für eine Unterhaltungsshow am Sonntagvormittag ist vor allem der Marktanteil eine beachtliche Größe. Und diesmal bekommt dieser Wert durch das weitere Tagesprogramm eine zusätzliche Dimension….
„Immer wieder sonntags“ schlägt selbst den „Tatort“
Am Abend zeigte Das Erste den „Tatort: Borowski und das ewige Meer“. 3,620 Millionen Zuschauer waren dabei, der Marktanteil lag bei 19,4 Prozent. Natürlich handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Sendezeiten. Am Abend sitzen erheblich mehr Menschen vor dem Fernseher, weshalb auch die absoluten Zuschauerzahlen nicht miteinander verglichen werden sollten.
Der Marktanteil allerdings lässt durchaus einen interessanten Blick auf beide Sendungen zu: 19,5 Prozent für „Immer wieder sonntags“, 19,4 Prozent für den „Tatort“. Dass eine Musik- und Unterhaltungssendung am Sonntagvormittag an diesem Tag einen höheren Marktanteil erzielt als der traditionsreiche ARD-Sonntagskrimi zur Primetime, unterstreicht, wie stark „Immer wieder sonntags“ nach wie vor angenommen wird.
„Immer wieder sonntags“: Erneuter Quoten-Rekord beweist, dass der SWR einen großen Fehler machte
Und damit kommt zwangsläufig wieder eine Frage auf, die die Sendung seit Bekanntgabe ihres Endes begleitet. Der SWR hat entschieden, „Immer wieder sonntags“ nach dieser Staffel abzusetzen. Ausschlaggebend dafür sind nach Angaben des Senders finanzielle und strategische Gründe. Diese Gründe verschwinden durch einen Staffelbestwert selbstverständlich nicht.
Aber die 19,5 Prozent machen auch deutlich, dass „Immer wieder sonntags“ nicht als Sendung abtritt, die ihr Publikum verloren hätte. Genau das macht die Entscheidung so schwer nachvollziehbar. Die Quote ist nicht eingebrochen, das Interesse ist nicht verschwunden und die Sendung bewegt sich weiterhin auf einem Niveau, von dem zahlreiche andere Unterhaltungsformate nur träumen können. Deshalb darf man die Entscheidung des SWR auch jetzt noch einmal hinterfragen.
Nicht mit dem Vorwurf, dass wirtschaftliche Zwänge ignoriert werden müssten. Sondern mit der Frage, ob es für ein derart etabliertes und weiterhin erfolgreiches Format tatsächlich keine andere Lösung gegeben hätte.
„Immer wieder sonntags“ wird abgesetzt – geht aber mit erhobenen Hauptes
Gerade für den Schlager ist „Immer wieder sonntags“ zudem weit mehr als irgendeine Sendung im Vormittagsprogramm. Das Format gehört zu den wenigen regelmäßigen großen Fernsehflächen, auf denen etablierte Künstler ebenso ihren Platz finden wie jüngere Namen und Newcomer. Über viele Jahre hinweg ist dadurch eine Bühne entstanden, deren Wegfall auch für die Branche eine große Lücke hinterlassen wird.
Umso bemerkenswerter ist, dass diese Bühne ausgerechnet auf ihrer Abschiedsrunde noch einmal solche Zahlen erreicht. Vielleicht ändern 19,5 Prozent nichts mehr an einer längst getroffenen Entscheidung. Sie verändern aber durchaus den Blick darauf. Denn der Staffelbestwert zeigt sehr deutlich: „Immer wieder sonntags“ geht nicht, weil die Zuschauer nicht mehr einschalten, sondern weil jemand, der den Hebel in der Hand hat, offensichtlich wenig Wert auf Schlager legt. Ein zunehmendes Problem: Der Schlager wird verkannt. Stichwort Kulturgut.
Und genau deshalb bleibt die Frage bestehen, ob das Ende dieser Sendung wirklich der richtige Schritt ist. Dass „Immer wieder sonntags“ nun sogar beim Marktanteil den „Tatort“ eines Sonntags hinter sich lässt, macht diese Frage jedenfalls nicht kleiner.

