Im Dschungelcamp spitzte sich die Lage zu! Zwei Abende hintereinander gab es schon kein Essen. Die Nerven lagen blank, Vorwürfe flogen hin und her und das Lagerfeuer wurde zum Schauplatz hitziger Diskussionen. Timur Ülker konfrontierte die Gruppe mit einem Thema, das für Aufruhr sorgte – doch seine Worte kamen bei den meisten nicht gut an. Auch Edith Stehfest und Pierre Sanoussi-Bliss gerieten aneinander. Außerdem: Das Sonnenstudio „Murwillumbah Sun“ hatte erneut geöffnet. Nach dem Abbruch von Anna-Carina mussten sich jetzt Timur und Edith der Herausforderung stellen und gegen Dunkelheit, Enge und ungebetene Gäste kämpfen. Konnten sie nach zwei Tagen Reis und Bohnen mit Sternen ins Camp zurückkehren? All das und noch viel lest ihr jetzt in unserem ausführlichen Rückblick auf den 15. Tag bei „IBES“
Dschungelcamp: Timur Ülker von der Rolle & Anna-Carina langte es!
„Mir ist etwas aufgefallen, das ich gar nicht cool finde. Das hat einen ganz privaten Background.“ Timur eröffnete das Gespräch am Lagerfeuer, nicht ahnend, dass er damit eine nicht enden wollende Diskussion auslöste. „Ich finde es nicht cool, wenn sich über einzelne Personen lustig gemacht wird. Anna, ich muss dich da ansprechen. Wenn du ein Problem mit jemandem hast, dann sprich es direkt an – aber mach nicht diese Hinterrücks-Geschichten.“ Anna-Carina war fassungslos. „Gegen wen soll ich denn hinterrücks was machen?“ Timur bieb dabei: „Bei Edith fällt mir das extrem auf – und ich persönlich reagiere da sehr allergisch drauf. Aber das hat etwas Persönliches.“ Pierre hakte nach: „Wenn es etwas Persönliches ist, warum besprichst du es dann hier offen? Das ist doch übergriffig! Was maßt du dir denn an?“ Der 35-Jährige führte ein Beispiel an: „Sie steht im Regen, genießt den Regen – und ihr macht euch darüber lustig.“ Alessia Herren mischt sich ein: „Seitdem du ein ‚Vielleicht‘ bekommen hast, versuchst du, mit allen Dingen, dass die Sendezeit auf dich kommt. Du suchst nach Themen, die völlig irrelevant sind – einfach, weil du Angst hast, rauszufliegen!“ Timur blieb gelassen: „Mir ist es egal, ob ich rausfliege. Das ist kein Argument.“ Doch Alessia gab nicht nach: „Vielleicht hat dich deine Familie auch einfach motiviert? Die haben doch geschrieben: ‚Komm mehr aus dir heraus‘.“ Timur nickte. „100 Prozent! Und: ‚Steh für deine Werte.‘ Und das tue ich!“
Für Anna-Carina war die Sache klar: „Seitdem du gestern mit Edith ein schönes Gespräch hattest, bist du heute total verändert. Du bist wie hypnotisiert!“ Edith bat die Schlagersängerin, ihr zu erklären, was sie mit „hypnotisiert“ meinte. Anna-Carina blockte ab: „Brauch‘ ich nicht. Du verstehst es doch eh nicht.“ Edith konterte: „Du lachst gerne Menschen aus, Anna-Carina!“ „Oh ja, guck dir das an!“, entgegnete sie ironisch, völlig konsterniert. Lilly Becker sprang auf: „STOP!“ Sie verstand nicht, warum Timur das Thema überhaupt ansprach. Die Situation eskalierte. Maurice Dziwak wurde wütend und brüllte: „Anna, lass dich nicht provozieren. Hör auf!“ Dann kam es zum finalen Eklat: Edith ging erneut auf Anna-Carina zu, doch die sprang auf. „NEIN, ich will nicht mit dir reden!“
Anna-Carina stürmte weinend mit Lilly aus der Gruppe. „Ich schwör’s dir, der ist ja wie verzaubert!“ Die beiden waren fassungslos – wo kam das plötzlich her? Wieso hatte Timur so reagiert? „Da ist irgendeine manipulative Technik, die ihm da eine Gehirnwäsche unterzogen hat, dass dieser Mann wie ferngesteuert die Leute anmacht“, so die Schlagersängerin. Sie war überzeugt: Timur machte das nur, weil in seinem Brief stand, dass er sich mehr zeigen soll. Aber warum musste er das ausgerechnet auf ihrem Rücken austragen? Maurice kam dazu und glaubte, dass Timur nach Gründen suchte, um den „Messias raushängen zu lassen“. „Das war auch mein Streitthema mit ihm, weil ich gesagt habe, du machst hier gewisse Sachen, damit du auffällst, damit du bei den Zuschauern gut ankommst.“
Edith Stehfest sorgte weiter für Unruhe
Ein falsch interpretierte Geste von Pierre sorgte für die nächste Diskussion. „Edith, das hat was mit Respekt zu tun“, so der Schauspieler zu der Musikerin, während er ihr die „Respekt-Faust“ hinstreckte. Edith reagierte zunächst mit einem Lächeln, doch später platzte es aus ihr heraus. „Mit der Faust auf eine Frau zugehen – das macht man nicht! Ich möchte nicht, dass man so auf mich zukommt. NEIN“, brüllte die 29-Jährige. Pierre konnte ihre Reaktion nicht nachvollziehen. „Hier ist niemand gewalttätig!“, reagierte er gewohnt gelassen. Auch die anderen wussten nicht, was Edith meinte. Maurice versuchte derweil, die alten Wogen zu glätten: Niemand grenze Edith aus. Doch die sah das anders. „Nein, aber es geht um Sprüche und ums Auslachen!“ Viele Menschen hätten es schwer, einfach sie selbst zu sein. Aber warum hatte sie das vorher nie angesprochen? Plötzlich brach es aus ihr heraus: „WEIL ICH ZU SCHWACH BIN! Weil schon zu viel über mich gelacht wurde. Weil ich sowas nicht ansprechen kann.“ Alessia verstand das nicht. „Aber du redest doch immer über alles?“ Und überhaupt – die Frauen hätten Edith doch oft genug verziehen.
Was war nur mit Timur Ülker los?
„Wir sind hier keine Familie, wir sind auch keine Freunde. Wir sind eine Gemeinschaft, die zusammenlebt – und entweder man versteht sich oder man versteht sich nicht.“ Mit diesen Worten stellte Alessia klar, wie sie das Zusammenleben im Camp sieht. Timur hakte nach: „Aber wo ist die Grenze der Menschlichkeit? Nur weil jemand anders ist, vielleicht mal überdreht…“ Alessia blieb bei ihrer Meinung: „Wir sind alle anders.“ Und sie hat kein Problem damit, sich auch selbst auf die Schippe zu nehmen: „Ich lach‘ mich sogar selbst aus, wenn ich Angst habe. Ich mach‘ mir jedes Mal in die Hose.“ Doch Timur sah einen Unterschied: „Es geht um die Intention. Wenn du dich selbst auslachst, ist das schön. Aber wenn du andere auslachst… Es ist lustig, bis es nicht mehr lustig ist.“ Alessia fand es unfair, dass Timur es so hinstellte, als würde die gesamte Gruppe über eine einzelne Person lachen: Doch für Timur ging es um die Gruppendynamik – und er blieb bei seinem Punkt. Anna-Carina verstand nicht, warum er sich überhaupt einmischte. Timur blieb ruhig: „Weil ich Sachen feststelle, die nicht cool sind. Anna, bitte, hör auf damit.“ Alessia ging vehement dazwischen: „Anna, ich möchte bitte, dass du nicht mehr drauf eingehst, weil es das ist, was die zwei jetzt wollen: Die zwei sind in der Opferrolle und wir sind die MOBBER!“ Applaus, von den anderen! Alessia schloss einen Pakt: „Lilly, Pierre, bitte lasst uns nicht mehr darüber reden. Die wollen uns jetzt darstellen, als ob wir irgendjemand mobben würden – aber das ist nie passiert!“
Die gereizte Stimmung am Abend schlug auf die Gemüter der Stars. „Ich hab‘ gehofft, das war alles ein blöder Albtraum“, so Anna-Carina zu Maurice zu Beginn ihrer Nachtwache. Und natürlich drehte sich dann wieder alles um Timur. „Er hat von Grüppchenbildung gesprochen, aber das hat er doch jetzt damit erzwungen! Das wollte er“. Maurice nickte und ergänzte: „Seit unserem Streit hat er mich nur noch ignoriert – das ist auch nicht so korrekt, das ist ja auch ausgrenzen!“ Anne pflichtete ihm bei: „Doppelmoral! Wie bei Edith. Sie fordert Toleranz, aber hat keine Toleranz, wenn andere Leute eine andere Meinung haben.“ Dafür stehe der Dschungel nicht. „Hier soll doch jemand aufrichtiges, authentisches gewinnen“, fand Maurice. Dann waren die Reality-Neulinge Timur und Pierre dran, das Feuer zu bewachen. Timur: „Ich bin was Reality angeht, komplett raus. Das ist mir zu doof! Reality-TV hat wenig mit real zu tun!“
Lilly und Pierre gingen auf Schatzsuche
So richtig Lust hatten Lilly und Pierre nicht, auf eine Schatzsuche zu gehen. „Aber vielleicht gibt es was zu essen“, motivierte das Model den Schauspieler. Mitten im Dschungel mussten die beiden von einem Boot aus Entchen angeln. Unter jedem Entchen befand sich eine Punktzahl und am Ende mussten sie die Punktzahl 44 erreichen. „Ja, wir schaffen das“, wusste Lilly. Hochmotiviert angelte Lilly, während Pierre den Bootsmann machte. Eine gute Wahl! Sie schafften es. Mit der Kiste ging es zurück ins Camp. Dort galt es folgende Frage richtig zu beantworten: Wofür steht die chemische Bezeichnung H20? Wasser, war sich die Gruppe sofort schnell einig. „Bitte, was zu essen, bitte“, bettelte Alessia, während Lilly die Kiste öffnete. Ein Minigläschen mit Oregano war die Belohnung. Enttäuschung machte sie breit: „Nooo, das ist eine Frechheit“, meckerte Lilly.









