Die Dorfrocker haben schon so manch außergewöhnliche Aktion gefahren, doch zum 20-jährigen Jubiläum in 2027 übertreffen sie sich jetzt selbst! Sie wollen einen Weltrekord aufstellen! Wie? Die Musiker planen, in 2027 in jedem der 294 Landkreise in Deutschland einen Auftritt zu geben. Wie es dazu kam und warum ihnen diese Aktion eine absolute Herzenssache ist, das verrieten die Musiker jetzt im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com!
Schlagerpuls.com: Wie kam Euch die Idee zu dieser besonderen Aktion?
Die Dorfrocker: „Wir haben ja nächstes Jahr unser 20-jähriges Jubiläum und haben uns gefragt: Was ist in den letzten Jahren eigentlich alles passiert? Bei uns ist ja schon grundsätzlich im Bandnamen das Wort „Dorf“ enthalten – als Dorfrocker. Wir werden ja seit jeher eigentlich als Botschafter des ländlichen Raums gesehen. Unser Hit ist „Dorfkind“ mit zig Millionen Streams.
Wir haben uns also überlegt: Was können wir zum Jubiläum machen? Viele machen ein einzelnes Konzert, aber wir wollten einfach etwas Spezielles machen. Dann sind wir auf die Idee gekommen: Wir gehen genau in die Gebiete, in den ländlichen Raum, der uns letzten Endes groß gemacht hat. Wir sind durch über 2.000 Liveauftritte bekannt geworden und wollen jetzt einfach im nächsten Jahr allen in ganz Deutschland die Möglichkeit geben, Teil unseres 20-jährigen Jubiläums zu sein.
Das Ganze wird ein Weltrekordversuch – mit dem offiziellen Guinness World Records aus London. Wir sagen: Okay, wir möchten wirklich in einem Jahr in allen 294 Landkreisen in Deutschland jeweils ein einziges Mal auftreten.
Und wir wollen dabei alle mitnehmen – von jung bis jung geblieben. Das heißt, es sollen jetzt nicht nur Konzerte am Maibaum oder irgendwo auf dem Dorfplatz sein. Es sollen auch Konzerte sein, bei denen wir mal im Kindergarten spielen, im Seniorenheim, bei der Feuerwehr, auf einem Landwirtschaftsbetrieb, beim Ehrenamt oder bei einem Handwerksbetrieb. Und natürlich auch im Dorf selbst – also beim Dorffest oder beim Vereinsfest. Wir wollen im Endeffekt etwas Generationenübergreifendes und Familienfreundliches machen, bei dem alle angesprochen werden.“
Schlagerpuls.com: Und wie wollt ihr das angehen? Werdet ihr einen Aufruf starten?
Die Dorfrocker: „Unsere Aktion nennt sich „Mission 294“, und genauso heißt auch die Homepage: www.mission294.de. Hier haben wir den Aufruf jetzt gestartet. Es kann sich dort wirklich jeder bewerben. Eltern können sich beispielsweise für ihre Kindergartengruppe bewerben, oder ein Seniorenheim, ein Vereinsvorstand oder ein -mitglied oder eben auch ein Landwirt, der sagt: ‚Macht doch mal eine Scheunenparty.‘“
Schlagerpuls.com: Habt ihr schon festgelegt, wann es losgehen soll?
Die Dorfrocker: „Die Aktion geht das ganze Jahr über -also vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.“
Schlagerpuls.com: Gab es die Idee schon länger, so etwas zum Jubiläum zu machen? Ich finde, die Idee zum Jubiläum ist ja wirklich außergewöhnlich – und ihr hattet schon einige sehr coole Ideen.
Die Dorfrocker: „Ja, das ist etwas Außergewöhnliches. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder schon mal so positiv verrückte Ideen. Wenn ich jetzt mal Revue passieren lasse: Wir hatten ja während Corona, als alles verboten war, zum Beispiel die Idee, dass wir uns eine mobile Bühne anschaffen. Dann sind wir mit dieser mobilen Bühne rumgefahren und haben überall Corona-Konzerte für die stillen Helden gemacht.
Teilweise haben wir vor 100, 200 Leuten gespielt. Dann haben wir Traktorkonzerte gemacht – auch während Corona. Wir haben gesagt: „Okay, wir versuchen einfach, da positiv ranzugehen und zu schauen: ‚Was ist denn überhaupt möglich?‘ – Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und gesagt: Wir wollen einfach anpacken, wir wollen machen und jetzt nicht nur irgendwelche Reden schwingen. Das hat uns ja auch dazu geführt, dass wir vor 3 Jahren zum Beispiel das größte Traktorkonzert der Welt in Brasilien gemacht haben. Oder wir hatten letztes Jahr auch eine Aktion, bei der wir mit dem Rennrad von Deutschland bis nach Mallorca gefahren sind.
Das waren also immer schon solche Aktionen, die wir neben den normalen Auftritten gemacht haben. Und dieses Jahr hatte ich dann die Idee, dass wir sagen: ‚Okay, was gibt es da noch nicht?‘
Und jetzt haben wir eben dieses Thema. Das passt ja zu uns wirklich wie die Faust aufs Auge als Dorfrocker: dass wir in sämtlichen Dörfern beziehungsweise in sämtlichen ländlichen Gebieten in Deutschland auftreten.“
Schlagerpuls.com: Was denkt ihr, wenn du auf die letzten Jahre zurückblickst? Heutzutage muss man es ja überhaupt erst einmal schaffen, so lange dabei zu sein.
Die Dorfrocker: „Das ist richtig. Letzendes ist der Weg das Ziel. Man muss halt beständig dabei sein.
Bei uns war der Vorteil, dass wir eigentlich von vornherein schon immer alles selbst gemacht haben – sowohl das Management und das Booking als auch unsere eigenen Lieder. Zwischenzeitlich produzieren wir auch Lieder selbst. Das alles kommt von uns und ist intern aufgeteilt – jeder hat seinen Bereich. Wir sind wie ein Familienunternehmen. Und da ist es so: Stillstand ist irgendwo Rückschritt. Das heißt, du musst immer wieder nach vorne schauen.
Und das Schöne ist ja: Wenn du selbst etwas machst, kannst du am Abend in den Spiegel schauen und sagen: ‚Okay, das habe ich heute geschafft und das habe ich gestern geschafft.‘ Das Macher Gen habe ich schon in die Wiege gelegt bekommen. Unser Großvater hat mit Ende 70 noch 6 Tage die Woche gearbeitet als Schreiner, unser Vater sind mit Anfang/Mitte 70 6 Tage die Woche in seiner Kanzlei. Wir wollen einfach anpacken und machen, schon immer. Und wenn es mal nicht funktioniert, suchen wir jetzt nicht irgendwo nach Ausreden und sagen: ‚Hier, der und der ist jetzt daran schuld‘, sondern dann sind wir selbst dafür verantwortlich. Das ist das Schöne an unserem Dorfrocker-Dasein.“
Die Bewerbungsphase ist ab sofort auf www.mission294.de gestartet – hier findet ihr alle Infos und könnt Euch direkt bewerben!
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