Ikone Uschi Glas kehrt an Neujahr mit einer neuen Gastrolle in der Vietnam-Folge auf „Das Traumschiff“ zurück. Im ZDF-Interview spricht die Schauspielerin über ihre Reise nach Vietnam, die Begegnung mit einem Land, das sie lange nicht mehr erlebt hat. Dabei wird deutlich: Die Dreharbeiten an Bord sind für die Grande Dame des deutschen Films weit mehr als nur ein Job!
Vier Jahrzehnte liegen zwischen ihrer ersten Reise mit dem „Traumschiff“ und ihrem jüngsten Abenteuer vor der Kamera. Uschi Glas hat in dieser Zeit viel erlebt – und doch hält die beliebte Schauspielerin noch immer Überraschungen für sich bereit. Für die neue Folge des ZDF-Klassikers ging es nach Vietnam. Ein Reiseziel, das bei ihr zunächst durchaus gemischte Gefühle auslöste.
„Natürlich ist auch durch mein Alter mir erst mal so ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen“, erzählt Uschi Glas im ZDF-Interview. Der Grund: Vietnam war für sie nicht einfach irgendein fernes Land, sondern ein Ort, mit dem sich auch Erinnerungen und Vorstellungen aus einer anderen Zeit verbanden. Umso größer war die Überraschung, als sie das Land nun erneut erlebte.
Vietnam überrascht Uschi Glas: „Das Land ist wunderschön“
Was sie in Vietnam erwartete, war offenbar ganz anders, als sie es sich zunächst vorgestellt hatte. Die Schauspielerin zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Landes, der Energie der Menschen und der besonderen Atmosphäre, die sie dort erlebte.
„Ich war dann eigentlich total überrascht und positiv überrascht, was das für ein Puls ist, was da geschieht, was da gebaut wird, was da die Lebensfreude da ist“, berichtet sie. Besonders die jungen Menschen seien ihr aufgefallen, die abends ans Meer gingen und dort gemeinsam feierten.
Doch nicht nur die Dynamik des Landes hinterließ Eindruck. Es waren vor allem die Begegnungen mit den Menschen, die Uschi Glas in Erinnerung bleiben werden. „Die Leute, was mir ganz besonders aufgefallen sind, wahnsinnig freundlich und fröhlich“, sagt sie. Die Atmosphäre habe sie geradezu beglückt.
Auch landschaftlich hatte Vietnam einiges zu bieten. Ein Ausflug in die Natur, bei dem es zu einem Wasserfall ging, verlangte bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit durchaus etwas ab. Trotzdem überwog die Begeisterung. „Es war spannend und es ist wirklich toll“, lautet ihr Fazit. Und auch kulinarisch kam die Schauspielerin auf ihre Kosten: Das Essen habe ihr gefallen, ebenso diese besondere Leichtigkeit, die sie während der Reise empfand.
Uschi Glas: Drei Reisen mit dem Traumschiff – und jede war besonders
Vietnam ist nicht das erste Ziel, das Uschi Glas im Rahmen der beliebten ZDF-Reihe kennenlernen durfte. Bereits 1986 stand sie für eine „Traumschiff“-Folge in Thailand vor der Kamera. 2019 führte sie die Reise nach Antigua, nun also nach Vietnam. Eine Lieblingsreise möchte sie daraus allerdings nicht küren.
„Das kann ich gar nicht vergleichen, weil alle drei waren wirklich toll“, sagt sie. Jede Reise habe ihren eigenen Reiz gehabt. Besonders lebhaft erinnert sie sich an die erste Fahrt mit ihrem Kollegen Helmut. Der sei eher ängstlich gewesen, wenn das Schiff ins Schaukeln geriet. Uschi Glas dagegen konnte die Situation offenbar gelassen nehmen: „Da war ich so ein bisschen so der Schutzengel für ihn“, erzählt sie lachend.
Für die Schauspielerin liegt der besondere Reiz der Reihe ohnehin nicht allein in der Arbeit vor der Kamera. Die Möglichkeit, neue Länder kennenzulernen, ist für sie ein außergewöhnlicher Bonus ihres Berufs. Die Reisen seien „sozusagen der Zuckerguss oder die Sahnehäubchen für so eine Rolle“. Schließlich könne man auf diese Weise Orte entdecken, die man im normalen Alltag vielleicht niemals besuchen würde.
Uschi Glas: Privat lieber individuell statt auf großer Kreuzfahrt
So gern Uschi Glas für das Fernsehen an Bord geht: Für ihren privaten Urlaub würde sie sich eher gegen eine ausgedehnte Kreuzfahrt entscheiden. Das Leben auf einem Schiff sei ihr persönlich zu eng. Wenn sie verreise, wolle sie lieber individuell unterwegs sein und selbst entscheiden können, wie sie ihre Zeit verbringt.
Hinzu kommt die Familie. Sie und ihr Mann haben Enkelkinder, weshalb längere Reisen ohnehin selten geworden sind. „Wir verreisen eigentlich nur ganz, ganz kurz, wenn wir überhaupt verreisen“, erzählt sie. Seekrankheit ist für die Schauspielerin zum Glück kein Thema. Selbst wenn ein großes Schiff einmal ordentlich ins Schwanken gerät, macht ihr das wenig aus. Nur beim Gang an Land kann sich der Körper noch bemerkbar machen: Nach längerer Zeit auf See fühlt es sich manchmal an, als würde man leicht schwanken, obwohl der feste Boden längst wieder unter den Füßen ist. Schlecht geworden sei ihr dabei aber nie.
Uschi Glas über ihre neue Gastrolle auf dem „Traumschiff“
In ihrer neuen Rolle als Rosamunde Schmidt verkörpert Uschi Glas eine Frau, die an vertrauten Gewohnheiten festhält. Am liebsten reist die Figur immer in derselben Suite. Für die Schauspielerin ist das Verhalten durchaus nachvollziehbar, wenn man die Geschichte ihrer Filmfigur betrachtet.
Rosamunde Schmidt sei in ein großes Geschäft mit vielen Hindernissen geraten, erklärt Uschi Glas. Sie habe viel arbeiten müssen, sei betrogen worden und dadurch möglicherweise einsam und verbittert geworden. „Sie hat ihr Herz, glaube ich, ziemlich weggeschlossen.“
Da erscheint das Schiff für die Figur wie ein geschützter Ort, an dem alles seinen festen Platz hat: die vertraute Suite, die gewohnten Mahlzeiten und der geregelte Tagesablauf. Neues muss sie nicht unbedingt annehmen. Sie kann an Land gehen, wenn sie möchte, und ansonsten an Bord bleiben. Uschi Glas beschreibt diesen Rückzugsort treffend: „Und ich glaube, ist für die Frau so eine, ja, vielleicht wie so eine Rettungsinsel gewesen immer.“
Doch die vertraute Ordnung gerät ins Wanken, als Rosamunde auf eine fröhliche, unkomplizierte Frau trifft. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, begegnen sich – und gerade daraus entwickelt sich ein besonderer Reiz der Geschichte. Gespielt wird die andere Frau von Barbara Schnitzler, mit der Uschi Glas auch hinter der Kamera bestens zurechtkam. Die Zusammenarbeit habe ihr viel Freude gemacht.
Für Uschi Glas bleibt das „Traumschiff“ eine besondere Station ihrer langen Karriere. Drei Reisen, drei unterschiedliche Länder und viele Eindrücke, die weit über die eigentlichen Dreharbeiten hinausgehen. Dass sie privat lieber individuell reist, schmälert ihre Begeisterung für die Fernsehproduktion nicht. Im Gegenteil: Die Arbeit ermöglicht ihr Begegnungen und Erfahrungen, die sie auf andere Weise vielleicht nicht gemacht hätte.
Vor allem Vietnam scheint bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Aus anfänglicher Skepsis wurde echte Begeisterung – für ein Land voller Energie, für freundliche Menschen und für eine Atmosphäre, die sie als beglückend beschreibt.
Fans sollten unbedingt am 01.01.27 um 20.15 Uhr im ZDF einschalten – das wird ein spannendes Wiedersehen mit Uschi Glas!
*Das Interview führte Alexandra Miebach, Presse Partner Köln



