G.G. Anderson hat es versprochen und so kommt es auch: Seine Biografie erscheint im Frühjahr 2027. Doch wie wird sie? Im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com verriet der Schlagerstar, wie tief die Biografie in sein Leben und die Karriere eintaucht und wie es überhaupt für ihn war, auf diese Zeitreise zu gehen. Dabei fand G.G. Anderson versöhnliche Worte – sichtlich dankbar für all das, was er schon erleben durfte. Beispielsweise mit „Herzilein“ und den Wildecker Herzbuben einen Riesenhit zu landen!
Schlagerpuls.com: Was steckt denn hinter dem Titel „Sonntagskind“?
G.G. Anderson: „Ich bin ein Sonntagskind, und früher hat man immer gesagt, dass Sonntagskinder diejenigen sind, die sehr viel Glück haben werden. Ich muss sagen, dass ich natürlich sehr viel Glück gehabt habe, das muss ich zugeben. Aber es gab auch Schicksalsschläge und Krankheiten. Gesamt gesehen ist bis jetzt alles gut gelaufen. Wenn man bedenkt, wie lange ich schon dabei bin und was ich alles erleben durfte, ist das schon toll. Ich bin sehr, sehr glücklich.“
Schlagerpuls.com: Und immer noch voll am Start!
G.G. Anderson: „Klar! Jetzt planen wir auch für nächstes Jahr noch eine Abschiedstournee. Aber ich meine, man kennt das ja von Kollegen: Abschiedstourneen ziehen sich oft über mehrere Jahre.“
Schlagerpuls.com: Wie ist die Biografie aufgebaut? Ist sie chronologisch und zieht sich durch dein ganzes Leben?
G.G. Anderson: „Ja, genau. Es geht mit der Kindheit los, dann kommen die Einschulung und die Jugend. Später geht es um den Beruf und darum, wie ich mit einer Band unterwegs war und wie es dann weiterging. Und dann kamen die Beatles, und da war es natürlich passiert.“
Schlagerpuls.com: Wie war es für dich, durch die Arbeit an der Biografie zurückzublicken?
G.G. Anderson: „Das war schon auch für mich Gänsehaut pur. Es war wirklich faszinierend. Wenn man das alles erzählt, wird man quasi wieder in die jeweilige Zeit zurückversetzt. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Wo ist die Zeit geblieben?!“
Schlagerpuls.com: Welche privaten Themen lagen dir besonders am Herzen, die du jetzt darin aufgegriffen hast?
G.G. Anderson: „Unser behindertes Kind Philipp natürlich, der eine große Rolle in unserem Leben spielt und immer spielen wird. Wir sind sehr glücklich, dass es ihm gut geht. Ansonsten haben Monika und ich sehr viel mit unseren Eltern unternommen. Wir haben auch Reisen mit den Eltern gemacht. Ich war schon immer ein Familienmensch.“
Schlagerpuls.com: Habt ihr auch ordentlich im Poesiealbum gewühlt, um Material für die Biografie zu finden?
G.G. Anderson: „Ja, klar! Die Bilder waren natürlich auch wichtig. Ich habe bei der Arbeit mit meinem Produzenten Gerd Jacobs wirklich tolle Unterstützung von Birgit Behle-Langenbach gehabt. Es gab bei mir und Gerd da einen ganz strikten Ablauf: Frühstück und danach hinsetzen und erzählen. Er hatte eine Vorrichtung mitgebracht, damit ich alles hineinsprechen konnte, was ich erzählen wollte. Wenn man erst einmal drin ist, macht das natürlich riesigen Spaß.“
Schlagerpuls.com: Sind dir dabei auch viele Dinge aus deiner Karriere wieder eingefallen, an die du dich gar nicht mehr so richtig erinnert hattest? Ich meine, bei dir ist ja unfassbar viel passiert.
G.G. Anderson: „Da ist sehr viel passiert… wenn man bedenkt, dass man in so einer langen Zeit 1.000 Lieder schreibt! Ich habe die ja nie allein geschrieben, sondern immer mit Partnern. Am Anfang war das Bernd Dietrich, der später auch Matthias Reim mit reingenommen hat. Dann kam Engelbert Simons aus Göttingen dazu, mit dem ich unter anderem die Wildecker Herzbuben gemacht habe. Das sind natürlich schon spannende und witzige Geschichten.“
Schlagerpuls.com: Was hat dich damals so sicher gemacht, dass „Herzilein“ so ein Erfolg wird?
G.G. Anderson: „Ich bin glücklich, dass ich irgendwie ein Gassenhauer-Gen in mir habe. Wenn ein Lied einem nicht mehr aus dem Kopf geht, wenn man gute Laune bekommt und strahlt, dann ist das natürlich ein gutes Zeichen. Bei ‚Herzilein‘ war es wirklich so. Das Demo haben ganz viele Leute abgelehnt. „Herzilein“ wurde von vielen Leuten abgelehnt, ich glaube sogar von Peter Alexander, Frank Zander oder auch Gottlieb Wendehals. Es war aber auch ein sehr, sehr ungewöhnliches Demo. Da musste man erst einmal erkennen, was darin steckt. Gott sei Dank habe ich das erkannt. Ich habe auch sofort die beiden Jungs vor mir gesehen.
Dabei ergänzt der Kultstar: „Ich war sehr glücklich, dass ich diese Jungs mit als Band gewinnen konnte und endlich mit einer eigenen Band auf Tournee gehen durfte. Wenn ich an die DDR-Tournee kurz vor der Wende zurückdenke: 6.000 Leute in Rostock, und 1.500 standen vor der Tür!“
Schlagerpuls.com: Auf welche Zusammenarbeiten blickst du in der Biografie noch zurück?
G.G. Anderson: „Wenn man mit Weltstars arbeiten darf, ist das schon großartig. Tony Christie ist zum Beispiel ein ganz, ganz liebenswerter Mensch. Ihn produzieren und für ihn schreiben zu dürfen, ist schon etwas Besonderes. Aber ich darf ja noch nicht so viel verraten. Seid gespannt.“




