Kerstin Ott und Maite Kelly: Welche Rolle Kerstins Frau Karolina bei ihrem Duett spielte

Kerstin Ott und Maite Kelly: Welche Rolle Kerstins Frau Karolina bei ihrem Duett spielte
Sie war die treibende Muse
© Universal Music

Mit ihrem Duett „Ich weiß, was du brauchst“ erzählen Kerstin Ott und Maite Kelly eine Geschichte von Anziehung, Vertrauen und großen Gefühlen. Auch das Musikvideo lebt von dieser besonderen Nähe zwischen den beiden Sängerinnen. Doch hinter der sinnlichen Inszenierung steckt noch viel mehr: die Liebesgeschichte von Kerstin Ott und ihrer Frau Karolina – und Maite Kellys Gespür für Emotionen. Wir verraten Euch spannende Hintergrundinfos!


Manchmal braucht es nur einen besonderen Menschen, um eine Geschichte zu erzählen, die mitten ins Herz trifft. Mit ihrem gemeinsamen Song „Ich weiß, was du brauchst“ zeigen Maite Kelly und Kerstin Ott, wie viel Gefühl, Nähe und Sinnlichkeit in der Musik stecken können. Im dazugehörigen Musikvideo kommen sich die beiden Sängerinnen auf ganz besondere Weise nahe. Maite umgarnt Kerstin, berührt sie zärtlich und sorgt mit einer Szene zum Schluss für einen Moment, der garantiert in Erinnerung bleibt.

Doch wie kam es zu dieser besonderen Inszenierung? Und was empfanden die beiden Künstlerinnen dabei? Im Gespräch mit BILD gaben Maite Kelly und Kerstin Ott spannende Einblicke in die Entstehung des Songs und die Gedanken hinter dem Video.

Maite Kelly: „Ich fand Frauenkörper immer schöner als männliche“

Für Maite Kelly war die Begegnung mit Kerstin Ott vor der Kamera vor allem eine spannende künstlerische Erfahrung. Dabei ging es ihr nicht einfach darum, eine Frau zu verführen. Vielmehr wollte sie die besondere Dynamik zwischen den beiden Sängerinnen spürbar machen.


Auf die Frage, was sie als heterosexuelle Frau empfinde, wenn sie mit Kerstin kuschele, antwortete Maite Kelly gegenüber BILD offen und bemerkenswert ehrlich: „Wenn ich in meiner Performance meine feminine Energie ausleben kann und Kerstin ihre maskuline, dann ist es für mich wie mit einem Mann: genauso schön, genauso bedeutsam und genauso ehrlich.“

Eine Aussage, die zeigt, wie sehr Maite Kelly bei ihrer Arbeit auf Gefühle und Ausdruck setzt. Für sie steht im Mittelpunkt, welche Energie zwei Menschen miteinander entwickeln und wie sich diese vor der Kamera erzählen lässt. Dabei machte die Sängerin auch keinen Hehl daraus, dass sie die weibliche Schönheit schon immer besonders faszinierend fand: „Ich fand Frauenkörper immer schöner als männliche und schaue Frauen auch manchmal hinterher.“

Für die Inszenierung von „Ich weiß, was du brauchst“ war dieses Gespür offenbar ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses. Maite Kelly konnte sich auf die sinnliche Seite ihrer Rolle einlassen und gemeinsam mit Kerstin Ott eine Bildsprache entwickeln, die von Nähe, Selbstbewusstsein und gegenseitiger Anziehung lebt.


Kerstin Ott und Maite Kelly über Duett: „Karolina war wirklich die treibende Feder und Muse“

Hinter dem Song steckt allerdings nicht nur eine reizvolle künstlerische Idee. Auch die Liebesgeschichte von Kerstin Ott und ihrer Frau Karolina spielte bei der Entstehung eine wichtige Rolle. Karolina, die zuvor mit einem Mann liiert war, wurde für Maite Kelly zu einer entscheidenden Inspirationsquelle. „Karolina war wirklich die treibende Feder und Muse“, erklärte Maite Kelly gegenüber BILD.

Für die Sängerin stellte sich dabei eine spannende Frage: Wie begehrt Kerstin Ott eine Frau? Schließlich wollte sie nicht einfach eine beliebige Verführung darstellen, sondern etwas zeigen, das zu Kerstin, ihrer Persönlichkeit und ihrer Geschichte passt.

Maite Kelly beschrieb ihre Überlegungen so: „Und ich habe mich aus der künstlerischen Perspektive gefragt: Wie begehrt Kerstin eine Frau? Denn Kerstin hat mehr maskuline Energie als die meisten Männer. Da war es für mich sehr einfach, in der Performance die weibliche Raubkatze rauszulassen.“ Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz des Musikvideos aus: Maite Kelly verkörpert eine selbstbewusste, sinnliche Frau, während Kerstin Ott ihre eigene Ausstrahlung einbringt. So entsteht ein Spiel mit Rollen und Energien, das die Geschichte des Songs visuell unterstreicht.


Auch Kerstin Ott selbst blickte im BILD-Interview auf die Frage, ob es für eine Frau, die Frauen liebt, einen besonderen Reiz habe, eine vermeintlich heterosexuelle Frau zu verführen. Ihre Antwort fiel differenziert aus. „Früher fand ich das erstrebenswert. Mit meiner Frau Karolina war das am Anfang ja auch so“, verriet die Sängerin.

Gleichzeitig machte Kerstin Ott deutlich, dass Liebe und Anziehung nicht immer nach einem festen Plan verlaufen. „Ich glaube aber auch, dass es viele Frauen gibt, die sich darüber keine Gedanken machen, ob sie vielleicht auch auf Frauen stehen könnten. Und dann ist es plötzlich so.“ Damit berührt die Geschichte hinter „Ich weiß, was du brauchst“ ein Thema, das viele Menschen aus ihrem eigenen Leben kennen dürften: Gefühle lassen sich nicht immer vorhersehen oder in klare Kategorien einordnen. Manchmal entwickelt sich eine Verbindung ganz selbstverständlich – und erst im Laufe der Zeit wird deutlich, welche Bedeutung sie tatsächlich hat.

 

Verwendete Quellen: BILD.de

Bild von Kevin Drewes

Kevin Drewes

Chefredakteur

Kevin Drewes ist seit über 10 Jahren im Schlager unterwegs und bringt als Chefredakteur seine ganze Erfahrung und Leidenschaft mit hinein. Kein anderer kann solch eine Expertise wie er vorweisen.

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