Phil Olavide ist es, der die Gäste durch jedes Konzert bei der Musikreise „Goldene Herbstklänge“ in der Region Serfaus-Fiss-Ladis führt – und damit wohl passender ist, als jeder andere. Denn: Phil ist hier aufgewachsen – und so ist es ihm eine Herzenssache, seine Heimat zu präsentieren. Im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com sprach der Musiker über die Intention hinter der Reise und wie er sie selbst erlebt.
Schlagerpuls.com: Was machen die „Goldenen Herbstklänge“ für dich persönlich aus?
Phil Olavide: „Die Goldenen Herbstklänge machen für mich persönlich aus, dass man das Bergerlebnis mit Schlagermusik, volkstümlicher Musik, Evergreens, Tanzen und Freude verbinden kann. Das ist so die große Idee dahinter.“
Schlagerpuls.com: Was bedeutet es dir, deine Heimat zu repräsentieren?
Phil Olavide: „Sehr viel, weil ich in dieser Region aufgewachsen bin, explizit in Serfaus. Ich bin ja nicht nur ein Dorfkind, sondern auch auf der Alm aufgewachsen. Meine Eltern hatten damals ein Restaurant hier und damit kenne ich natürlich auch das Gebiet oben sehr gut. Ich bin mit acht Geschwistern aufgewachsen – und so lernt man das ganze Leben hier am Berg kennen.
Das hat sich natürlich in den letzten Jahren irrsinnig viel entwickelt und modernisiert, und das ist auch für einen selbst spannend, wie schnell das eigentlich geht und wie schnell die Technologie weitergeht.“
Schlagerpuls.com: Wie hast du die Reise bisher erlebt?
Phil Olavide: „Es ist für mich fast surreal, dass die Fans, die dabei sind, wirklich nur wegen der Musik und auch wegen des Bergerlebnisses kommen. Das ist für mich eigentlich unfassbar, dass man eine Woche lang jeden Tag bei jedem Abendkonzert am Start ist, mitklatscht, mitsingt und mittanzt und am nächsten Tag um neun Uhr auf den Berg geht und dabei fast nicht links und rechts schaut, sondern wieder zum nächsten Hotspot geht, wo Musik spielt und wieder mitmacht. Das ist für mich faszinierend. So etwas habe ich eigentlich noch nicht erlebt.“
Schlagerpuls.com: Du hast ja auch eine ganz besondere Hymne für die Reise. Wie entstand sie?
Phil Olavide: „Das kam durch Charly Breiter. Das ist der Produzent in der Schweiz, der auch Mitinitiator dieser Goldenen Herbstklänge ist. Wir haben uns gefragt ‚Wie können wir Schlager und volkstümlichen Schlager in unsere Region bringen? Wie schaffen wir das?‘
Denn wir wollten das nicht nur in einem Hotel machen, wo normalerweise der Schlagerfan wohnt, mit einem Bus kommt und alles organisiert ist. Man geht als Package in ein Hotel, hat dort Unterkunft, Essen und die Eintrittskarte – und wird zum Eventplatz geführt. Wir wollten die ganze Region ins Boot holen. Serfaus-Fiss-Ladis ist die Dachmarke und jeder Ort sollte davon profitieren. Das war einfach die Intention. Und dann haben wir uns gedacht: Wenn man so etwas professionell macht, sollte man auch eine Hymne haben.
Dadurch, dass ich alle Titel, die ich komponiere, auch meine eigenen Titel sind und aus meiner Feder stammen, habe ich gesagt: ‚Ich komme aus dieser Region, ich kenne hier jeden Stein, jeden Baum und auch jeden Fortschritt. Das packe ich jetzt in einen Song rein, der leicht mitzusingen ist.“

