ZDF-Fernsehgarten: Quote baut ohne „Immer wieder sonntags“-Vorlauf ab – warum die These spannender denn je ist

ZDF-Fernsehgarten 2026: Die schönsten Fotos der Ausgabe vom 17.05.26
Hier mehr dazu!
© ZDF

Jahrzehntelang war es ein eingespieltes Sonntags-Duo: Erst Stefan Mross mit „Immer wieder sonntags“ in der ARD, danach Andrea Kiewel mit dem „ZDF-Fernsehgarten“. Doch was passiert mit dem Fernsehgarten, wenn der beliebte Vorlauf plötzlich wegfällt? Die Quoten aus diesem Jahr liefern dazu eine bemerkenswerte Spur. Vor allem, wenn man sich die Quoten vom vergangenen Sonntag (20.09.26) anschaut.


ZDF-Fernsehgarten: Zweimal entfiel „Immer wieder sonntags“, zweimal gab es Tiefstwerte

Am vergangenen Sonntag war es erstmals so weit: „Immer wieder sonntags“ lief nicht mehr regulär im Ersten – und der „Fernsehgarten“ musste ohne den gewohnten Schlager-Vorlauf auskommen (schon in der vergangenen Woche gab es keine neue IWS-Ausgabe, aber es gab noch ein Best-Of im Ersten). Das ist deshalb interessant, weil es in dieser Saison bereits zwei unfreiwillige „Experimente“ gab.

Am 26. Juli fiel „Immer wieder sonntags“ wegen der „Finals“ aus. Der anschließende „ZDF-Fernsehgarten“ kam auf 1,46 Millionen Zuschauer und 16,6 Prozent Marktanteil.

Am 16. August wiederholte sich das Bild: Wegen umfangreicher Sportübertragungen gab es erneut kein „Immer wieder sonntags“. Der „Fernsehgarten“ erreichte an diesem Sonntag nur 1,36 Millionen Zuschauer und 15,7 Prozent Marktanteil.

Damit waren ausgerechnet diese beiden Sonntage die schwächsten Marktanteile des „ZDF-Fernsehgarten“ während der laufenden IWS-Saison. Zufall?


Das lässt sich natürlich nicht beweisen. Schließlich gab es an beiden Tagen außergewöhnlich viel Sport im Ersten. Doch auffällig ist es allemal. Denn an den Sonntagen, an denen Stefan Mross wie gewohnt vorlegte, sah es beim „ZDF-Fernsehgarten“ häufig besser aus. Am 6. September etwa verabschiedete sich „Immer wieder sonntags“ mit starken 1,59 Millionen Zuschauern und 22,0 Prozent Marktanteil. Anschließend schalteten 1,66 Millionen Zuschauer zum „Fernsehgarten“ – bei 19,9 Prozent Marktanteil.

Das muss nicht bedeuten, dass die IWS-Zuschauer anschließend automatisch zum ZDF rüberschalten. Aber möglicherweise gibt es tatsächlich ein gemeinsames Publikum, das seinen Sonntagvormittag mit Schlager und guter Laune verbringt – und nach Stefan Mross einfach bei Andrea Kiewel weiterschaut.


Was bedeutet das „Immer wieder sonntags“-Aus für den ZDF-Fernsehgarten in 2027?

Genau deshalb dürfte der 20. September besonders interessant sein. Denn diesmal war der fehlende Vorlauf kein einmaliger Programmausfall. „Immer wieder sonntags“ ist vorbei. Nach mehr als 30 Jahren war die Saison 2026 die letzte Ausgabe der Show mit Stefan Mross. Ab 2027 wird das Format nicht mehr fortgesetzt.

Für den „ZDF-Fernsehgarten“ beginnt damit eine neue Situation. Zum ersten Mal steht die Sendung am Sonntagmittag ohne den etablierten Schlager-Vorlauf aus dem Ersten da. Eine ganze Saison lang und auch darüber hinaus, wenn „Immer wieder sonntags“ nicht doch in irgendeiner Weise fortgesetzt wird.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie viele Zuschauer bringt „Immer wieder sonntags“ tatsächlich mit – und wie viele davon wechseln anschließend zum „ZDF-Fernsehgarten“?

Die beiden Ausfalltage in diesem Jahr machen diese Frage jedenfalls ziemlich spannend. Und wenn sich am vergangenen Sonntag erneut ein deutlicher Unterschied gezeigt hat, dürfte das Thema für die nächste „Fernsehgarten“-Saison noch interessanter werden. Denn dann gibt es keinen Stefan Mross mehr, der um 10 Uhr den Sonntagvormittag eröffnet.

Bild von Kevin Drewes

Kevin Drewes

Chefredakteur

Kevin Drewes ist seit über 10 Jahren im Schlager unterwegs und bringt als Chefredakteur seine ganze Erfahrung und Leidenschaft mit hinein. Kein anderer kann solch eine Expertise wie er vorweisen.

Das könnte Euch auch interessieren:

Keine Top-News verpassen

Wer keine News mehr verpassen will, sollte unbedingt auch unseren kostenfreien Instagram-Broadcast beitreten!