ORF-Premiere: Zweiteilige Doku über den Schlagerhype zwischen Kitsch und Kult!
Er füllt Stadien, dominiert Social-Media-Algorithmen und vermittelt ein einzigartiges Lebensgefühl: Um die ungebrochene Popularität des Schlagers im deutschsprachigen Raum dreht sich alles in der zweiteiligen ORF-Doku-Premiere „Hits, Herz, Heimat“ am Mittwoch, dem 23. September, um 21.05 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON. Neben Pop und Hip-Hop zählen Schlager und Volksmusik zu den beliebtesten Genres am Musikmarkt bei Jung und Alt. Gleichzeitig gibt es wohl kaum eine Musikrichtung, bei der die Meinungen und Geschmäcker so auseinandergehen.
„Der Schlagerhype“ und die gleichzeitige Marginalisierung des Genres stehen im Mittelpunkt von Teil eins. Die Dokumentation zeigt u. a. die Erfolgsstorys von Andreas Gabalier und der Kärntner Band „Die Nockis“ und widmet sich auch den Herausforderungen des Musikgeschäfts. Im zweiten Teil „Kitsch und Kult“ nimmt Constanze Griessler um 22.00 Uhr das Phänomen Schlager jenseits von Verkaufszahlen unter die Lupe und zeigt, welches Lebensgefühl damit verbunden ist und wie tief seine Wurzeln in die Operette der 1920er-Jahre reichen.
Hits, Herz, Heimat – Der Schlagerhype (21.05 Uhr)
Schlager und Volksmusik zählen zu den beliebtesten Genres am Musikmarkt. Obwohl die Songs mit kitschigen Melodien, altmodischen Texten und älterem Publikum assoziiert werden, erreichen sie über soziale Medien junge Generationen und sorgen für hohe Einschaltquoten von TV-Shows. Stars wie Andreas Gabalier, der sein traditionelles, volkstümliches Image mit Rock’n’Roll verbindet, füllen die größten Konzerthallen. Bei einem Blick hinter die Kulissen der Schlagerindustrie kommen neben Andreas Gabalier auch die Newcomer „Mountain Crew“, Schlagerkünstlerin Anna-Carina Woitschack und Schlagerikone Peggy March zu Wort.
Hits, Herz, Heimat – Kitsch und Kult (22.00 Uhr)
Von der Operette über den Musikantenstadl bis zum ESC-Kult – eine Reise zu Kitsch, Kunst und Kommerz. Schlagerinsider und -insiderinnen wie Guildo Horn oder die Geschwister Pfister erkunden das Lebensgefühl dieser Musik. Schlager ist nämlich mehr als heile Welt. Die Dokumentation verlässt die Pfade der Musikindustrie und begibt sich auf eine (kultur)historische Spurensuche. Eine kleine Reise zu den Hits, aber auch den subversiven Wurzeln des Genres, die heute noch hie und da durchschimmern. Im Queer Museum Wien beleuchten Alkis Vlakassakis und Marco Schreuder, Hosts von „Merci Chéri – Der Eurovision Podcast“ und Kuratoren der Ausstellung „United by Queerness“, eine besondere Seite der Schlagergeschichte: das Genre als „Safe Space“ für die LGBTQ+-Community.
Bitte beachten: Die Doku wird nach aktuellen Stand leider nicht im deutschen TV zu sehen sein. ORF 1 ist nur in Österreich empfangbar.



