Für sein neues Album „Flashback“ ist Matthias Reim tief in sein musikalisches Schaffenswerk getaucht und – und hat viele Referenzen an seine Klassiker in die Songs vom aktuellen Album fließen lassen, wie er uns jetzt im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com voller Begeisterung verriet. Dabei macht der Volltblutmusiker in dem offenen Gespräch auch klar, warum er bewusst gegen den Strom damit geht und nicht auf Spotify-Algorithmen schaut.
Schlagerpuls.com: Was steckt hinter dem Albumtitel „Flashback“?
Matthias Reim: „In den neuen Songs greife ich Themen aus den frühen 90ern auf und spiele mit Zeilen aus meinen alten Liedern – zum Beispiel „Verdammt, ich will dich nicht verlieren“, „Groß wie ein Planet“ oder „Und geträumt habe ich schon lange nicht mehr von dir“. Eine wirklich bewusste Auseinandersetzung mit dem Matthias Reim von vor 30, 35 Jahren. Dazu habe ich versucht, ein bisschen im Retrostil – mit Blick zurück – zu produzieren und zu schreiben.“
Schlagerpuls.com: Was hat dich dazu inspiriert, das zu machen?
Matthias Reim: „Ich habe mich gefragt „Was war damals so erfolgreich und warum war es so erfolgreich?“ Ich habe mir die alten Sachen angehört und gedacht: „Okay, du musst wieder ein bisschen mehr in diese Richtung denken und weniger auf die Spotify-Algorithmen schauen.“
Schlagerpuls.com: Welche Songs lagen dir denn noch ganz besonders am Herzen auf dem neuen Album?
Matthias Reim: „Es sind wirklich viele. Ich mag auch diese Reminiszenzen an „Verdammt, ich lieb dich“. Ich mag auch so etwas wie „Gottverdammte Nacht“. Diese schweren Balladen, bei denen man am Ende doch noch die Kurve zur Einsicht kriegt. Ich liebe so etwas und werde immer Spaß daran haben, Balladen zu produzieren.“
Schlagerpuls.com: „Ich finde solche Songs auch einfach schön, in denen man noch mal eine Geschichte hat. Und das sollte es gerade jetzt auch noch geben. Die Menschen sollten sich die Zeit dafür nehmen.“
Matthias Reim: „Die Menschen, die mit Matthias Reim groß geworden sind und ein neues Album bekommen, erwarten das auch. „Matthias, nimm mich ein bisschen mit. Erzähl mir Geschichten.“ – und das ist mir bei diesem Album wirklich gut gelungen. Ich bin unheimlich zufrieden damit. Es ist eines meiner besten Alben der letzten 20, 30 Jahre. Es läuft einfach rund, und es sind so viele witzige Ideen drin.“



