„The Voice of Germany“ 2026: Michi Beck und Smudo verraten im Interview – so wollen sie den fünften Sieg holen!

„The Voice of Germany“ 2026: Michi Beck und Smudo verraten im Interview – so wollen sie den fünften Sieg holen!
Das haben sie vor!
© Seven.One

Vier Siege, zwölf Jahre „The Voice of Germany“ – und Michi Beck und Smudo wollen mehr. Im Sender-Interview sprechen die Coaches kurz vor Start der neuen Staffel über ihren Kampf um den fünften Titel, besondere Talente und warum die Show für sie längst mehr als nur ein Wettbewerb ist.


In der letzten Staffel seid ihr mit Allstar Bernarda ins Finale eingezogen – war das besonders für euch, weil euch schon eine gemeinsame #TVOG-Geschichte verbunden hat?

Michi Beck: „Es war für uns etwas Besonderes, mit Bernarda im letzten Jahr ins Finale einzuziehen, weil wir sie schon seit der Staffel, in der sie in Michael Patricks Team 2018 war, kannten und wir auch persönlich ein bisschen Kontakt hatten. Es hat uns dann super gefreut, dass wir sie bis ins Finale bringen konnten. Und unser Side-Coach Thomilla, der auch Mitproduzent bei den Fantastischen Vier ist, hat inzwischen auch mit ihr und Cliff zusammen mehrere Songs produziert – das ist auf jeden Fall eine besondere Reise gewesen mit Bernarda.“

Nico Santos hat letzte Staffel sogar drei Talente ins Finale gebracht – war für euch damit schon klar, dass er sehr gute Chancen auf den Titel hat?

Smudo: „Nico hatte in der letzten Staffel mit Anne Mosters ein Talent, das in den Teamfights schon gezeigt hat, dass sie wahrscheinlich gewinnen könnte. Ich finde aber, es war nicht klar, sondern sogar absolut spannend im Finale. Und ein verdienter Sieg für Anne. Aber Staffel-Gewinner aus anderen Teams gewinnen selten unsere Sympathien.“ (lacht)

Michi Beck: „Kommt die Gewinnerin oder der Gewinner aus unserem Team, ist das anders!“ (lacht)

Ihr habt schon vier „The Voice“-Titel, zuletzt war es ein Doppelsieg bei #VoiceKids. Jetzt will euch das Nico Santos gleichtun und bei #TVOG den Doppelsieg schaffen. Wie haltet ihr ihn ab?

Smudo: „Wir setzen Shirin David ein. Sie soll dieses Jahr #TVOG gewinnen – das ist unser Trick. (lacht) Nein, nur Spaß! Natürlich buzzern wir und versuchen das beste Team aufzustellen. Das Schwierige an der Sache ist natürlich – wenn der Favorit, also der Titelgewinner aus dem Vorjahr, wieder ins Rennen geht, dann wollen alle Talente zu ihm. Wir werden dann aber nach den Blind Auditions unweigerlich davon Zeuge werden, wenn die Hälfte von ihnen in den Battles dann schon wieder gehen muss. Aber ja, es ist starkes Gewächs da – einen mutmaßlichen Champion habe ich aber noch nicht gesehen – es ist noch alles offen!“


Mit vier Titeln seid ihr die All-Time-Titelrekordhalter. Wie holt man sich jetzt den fünften?

Michi Beck: „Es wird nicht leichter, denn je länger man nicht gewonnen hat, desto weiter ist es natürlich auch für die neuen Talente weg. Sie haben immer noch so die letzte und die vorletzte Staffel im Sinn. Wir sind ja schon seit 2014 dabei – das sind 12 Jahre mit einem Mal aussetzen. Und bei den Blinds entscheidet sich zwar noch nicht, wer gewinnt, aber die Weichen werden schon gestellt. Und man kann auch nicht sagen, je mehr Vierer-Buzzer, desto größer ist die Gewinnchance, denn wir haben unsere erste Staffel mit Charley Ann, einem Einer-Buzzer-Talent gewonnen.“

Smudo: „Das ist ja die verrückte Annahme, die bei #TVOG tatsächlich nicht stimmt! In den Battles sieht man zum Beispiel total oft, dass bestimmte Talente, die in den Blind Auditions kaum einem aufgefallen sind, plötzlich ganz groß werden und welche, für die alle durchgedreht sind, bei denen merkt man, okay, sie kochen auch nur mit Wasser. Ich finde es aber immer spannend zu beobachten, wer in den letzten Jahren gewonnen hat. Ist es eher ein Under Dog wie Andreas Kümmert, der eine Geschichte über das Leben zu erzählen hatte, oder jemand wie Anne Mosters, die wirklich auf der gesamten Klaviatur der Features überall top notch war. Wir sind gespannt, wer es in dieser Staffel an die Spitze schafft.“

Wie stehen die Chancen in diesem Jahr?

Smudo: „Noch haben wir die Siegerin oder den Sieger der Staffel nicht gesehen. Wir haben aber mal wieder ein sehr auffälliges Team und das mögen wir ganz besonders. Man muss schon sagen, dass alle Coaches auf den vier Stühlen ihr ganz eigenes Profil haben. Rea ist am ähnlichsten gepolt wie wir, ihm ist auch die Geschichte einer Person ganz wichtig. Und das ist auch in der Musikwelt so. Ich persönlich gehe ungern auf ein Konzert von einer Band, die einfach nur perfekt spielt. Sondern ich möchte eine Geschichte haben, einen Künstler, der mir etwas zu erzählen hat, der über Gefühle spricht, die ich glaubhaft mitkonsumieren kann. Wir haben auch in dieser Staffel vom Operngesang bis hin zum Rock’n’Roll-Underdog ganz unterschiedliche Talente am Start.“


Gibt es für euch Songs, bei denen ihr noch etwas lieber buzzert als bei anderen?

Smudo: „Wir haben leider beide die gleiche Schwäche für Whitney Houston. Das ist wirklich blöd, wenn die ersten Töne kommen, da zucken wir und gucken uns an. Wir wissen schon, dass wir Gefahr laufen, gleich darauf reinzufallen, auch wenn die Performance etwas hinkt.“

Michi Beck: „Aber ansonsten sind wir musikalisch wirklich 0,0 Prozent eingeschränkt. Das hat glaube ich auch zwei, drei #TVOG-Staffeln gebraucht, bis klar wurde, dass wir uns nicht nur in der Rap-Welt aufhalten. Wir hatten auch ein Musiklabel und eine Booking Agentur, wo wir alle mögliche Musik gemacht haben.“

Smudo: „Aber es gibt schon auch ein paar Sachen, bei denen wir uns schwer umdrehen. Zum Beispiel bei Jon Bon Jovi. Aber wenn das Talent das richtig wegrockt, dann habe ich auch keine Hemmung, mich umzudrehen. Bei Schlager- und Ballermannsongs wird auf jeden Fall auch trotzdem mal hingehört.“

Michi Beck: „Es wird auf jeden Fall genauer hingehört als bei Whitney Houston. (lacht)

Smudo: Whitney Houston ist echt die einzige Ausnahme. Das ist verrückt, weil es uns beide betrifft.“ (lacht)

Michi Beck: „Ich sehe ja Smudo und mich zusammen im Estrel in Berlin, in dieser berühmten Doppelgänger-Show. Sektchen trinkend am Whitney-Houston-Abend.“

Smudo: „Das klingt schön. Das kann ich mir mal vorstellen als Pension letztendlich.“

Der Block ist in den Blind Auditions wieder dabei. Und ganz in der Tradition des letzten Jahres, blockt Rea Garvey Shirin David beim ersten Talent der Staffel…

Smudo: „Ich glaube, das hat sich Rea echt schon eine Woche vorher überlegt.“ (lacht)

Michi Beck: „Rea tritt die Staffel mit einem extremen Siegeswillen an. Er ist so on fire und will gewinnen. Das ist echt geil, weil er in der ersten Staffel von ‚The Voice‘ schon dabei war, so lange schon dabei ist und jetzt mit so einer Leidenschaft in die 16. Staffel der Show geht. Das ist bemerkenswert.“


Welcher Tipp funktioniert aus eurer Sicht in den Coachings immer, um die Talente weiterzubringen?

Michi Beck: „Wir schwören die Talente von Anfang an als Team ein und versuchen ihnen klarzumachen, dass zwar jeder für sich kämpft, aber wir versuchen, die Konkurrenz nicht intern zu sehen, sondern bei den anderen Teams. Das hilft tatsächlich für eine bessere Stimmung in jedem einzelnen Battle. Wir sagen ihnen, die Hälfte muss zwar gehen, aber wir sind einmal #TeamFanta – immer #TeamFanta. Wenn die Talents dann von uns nach Hause geschickt werden müssen, kriegen sie trotzdem den Kontakt zu uns, werden auf Shows eingeladen. Wir wollen Teambildung. Wir gehen auch zu den Teamfights immer noch mal was zusammen essen auf unseren Nacken und sitzen zusammen und chillen.“

Smudo: „Das ist auch das Schöne am ‚The Voice‘-Coach-Sein. Ich habe erst kürzlich noch ein ehemaliges Talent von uns an einem Bahnhof getroffen, das mir erzählt hat, dass er jetzt einen Deal hat. Oder dass uns Bernarda auf dem Laufenden hält, was sie gerade macht und was sie aufnimmt. Oder Dustin aka GAP aus der letzten Staffel, der gar nicht bei uns im Team war, aber mir immer protokolliert, was er gerade macht. Das hat was schön Väterliches für uns Coaches. Jamie-Lee ist gerade 16 gewesen, als sie bei uns gewonnen hat. Jetzt ist sie erwachsen und verheiratet.“

Michi Beck: „Jamie war noch ein Teenager, als sie die Staffel bei uns im Team gewonnen hat und ich treffe sie jetzt auch wieder zum Mittagessen.“

Smudo: „Immer so ein bisschen Wind davon zu bekommen, wie die Talente weitermachen, ist schön. Wir haben einen Teil ihres Lebens begleitet und vielleicht haben wir auch eine Weiche mitstellen können oder ein bisschen etwas anschieben können. ‚The Voice‘ ist echt eine Show, finde ich, die auch echt nah am Leben ist und diese Biografien ein Stück weit mitzuerleben, das finde ich toll.“

Ihr habt jetzt euren letzten Bus groß angekündigt. Geht ihr mit Blick auf die letzte große Tour anders in die neue #TVOG-Staffel?

Michi Beck: „Gott sei Dank haben wir ein spitzen Timing. Direkt zwei Tage nach dem #TVOG-Finale sind wir sozusagen im letzten Bus. Dann werden noch mal Proben gemacht. Wir haben ein komplett neues Programm, komplett neue Bühnenshows, ein Riesenzinnober, was wir da abfeiern. Das wird schon ein aufregender Dezember, weil es geht ja direkt Anfang Dezember los mit den Vorbereitungen für die ‚The Voice‘-Live-Shows, dann Halbfinale und Finale und danach geht es nahtlos in den letzten Bus über. Im Dezember scharren wir bestimmt schon mit den Hufen und freuen uns auf all das. Aber die Vorbereitungen für die Tour ziehen sich jetzt durchs Jahr, das ist eine lange und akribische Arbeit.“

Bild von Ina Fiethen-Drewes

Ina Fiethen-Drewes

Redaktionsleitung Unterhaltung

Ina-Fiethen Drewes übernimmt bei Schlagerpuls.com den Bereich Unterhaltung. Ob Reality, Telenovela oder Quiz-Shows – sie berichtet über die ganze Bandbreite des deutschen Fernsehens.

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