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Monika Martin nach Tod ihrer Mutter: „Ich habe die Angst vorm Sterben verloren“

Monika Martin nach Tod ihrer Mutter: „Ich habe die Angst vorm Sterben verloren“

Berührende Worte!

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© Jean Van Lülik

Schlagersängerin Monika Martin spricht im exklusiven Interview mit Schlagerpuls.com so offen wie selten zuvor über den schwersten Verlust ihres Lebens: den Tod ihrer Mutter. Aus dieser Erfahrung entstand auch ihr bewegendes Lied „Wenn wir uns wiederseh’n“ – ein Werk, das sie selbst als zutiefst persönlich beschreibt. Das wird im sehr offenen Gespräch schnell deutlich…



Monika Martin: Lied weckte schmerzliche Erinnerungen an Tod ihrer Mutter

Die Geschichte beginnt mit einer Melodie des verstorbenen griechischen Komponisten Nikos Ignatiadis. Dessen Witwe stellte Monika Martin unveröffentlichte Kompositionen zur Verfügung. Als die Sängerin an einem Sonntag im März eine dieser Melodien hörte, geschah etwas Außergewöhnliches.

„Ich holte sofort einen Stift und Papier und habe eigentlich zunächst einmal geweint“, erinnert sich Martin. „Ich musste im Grunde nur mitschreiben, was da an Text hereinkam.“ Zwei Packungen Taschentücher habe sie dabei verbraucht. Der Grund: Die Musik öffnete einen Schmerz, den sie bis dahin kaum in Worte fassen konnte. Denn wenige Monate zuvor hatte sie ihre Mutter verloren. Nach einem schweren Schlaganfall begleitete die Sängerin sie intensiv durch ihre letzte Lebensphase. Gegen viele Erwartungen holte sie ihre Mutter nach Hause und kümmerte sich gemeinsam mit einer Pflegerin um sie.



Monika Martin: „Der Tod ist ein totales Tabuthema unserer Gesellschaft“

„Die wichtigste Medizin ist Liebe“, sagt Martin. Tatsächlich erholte sich ihre Mutter zunächst überraschend gut, nahm wieder zu, begann zu sprechen und konnte sogar noch gemeinsame Ausflüge genießen.

Besonders bewegend sind Martins Erinnerungen an die letzten gemeinsamen Monate. Sie erzählt von Urlaubstagen in einem Lieblingshotel, von Lippenstift vor jedem Ausflug und von dem festen Willen, ihrer Mutter bis zuletzt Würde und Lebensfreude zu schenken.

Als ihre Mutter schließlich Anfang 2025 starb, veränderte das auch Martins Blick auf das Leben. „Ich habe die Angst vorm Sterben verloren“, sagt sie heute. Der Tod sei für sie kein Kampf gewesen, sondern „wirklich ein Hinübergleiten“.

Diese Erfahrungen prägen nicht nur ihr neues Lied, sondern auch ihre Konzerte. Dort spricht Monika Martin offen über Trauer, Abschied und Hoffnung. Themen, die in einer Gesellschaft, die den Tod oft verdrängt, selten so direkt angesprochen werden. „Der Tod ist ein totales Tabuthema unserer Gesellschaft“, sagt die Sängerin. Viele Menschen würden ähnliche Erfahrungen machen, trauten sich aber nicht, darüber zu sprechen.



Monika Martin über ihre Mutter: „Diese Liebe ist meine größte Erbschaft“

Das zeigt sich auch in der Resonanz auf „Wenn wir uns wiederseh’n“. Das offizielle Musikvideo wurde innerhalb kürzester Zeit außergewöhnlich oft aufgerufen. Darin sind sogar private Aufnahmen ihrer Mutter zu sehen. „Ich muss mich meiner Tränen nicht schämen“, erklärt Martin. Die Emotionen seien echt und nicht inszeniert.

Am Ende bleibt eine Botschaft, die tief berührt. Die größte Erbschaft ihrer Mutter sei weder Geld noch Besitz gewesen. „Diese Liebe ist meine größte Erbschaft“, sagt Monika Martin. Vielleicht berührt das Lied deshalb so viele Menschen. Weil es nicht von einer Sängerin erzählt. Sondern von einer Tochter, die Abschied nehmen musste.

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