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Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“ im Interview: „Ich habe mich durch ‚Sing meinen Song‘ als Sängerin auch noch mal anders entdeckt.“

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“ im Interview: „Ich habe mich durch ‚Sing meinen Song‘ als Sängerin auch noch mal anders entdeckt.“

Spannend!

© Foto: RTL / Boris Breuer

Punk-Rock-Sängerin Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“ spricht im Sender-Interview sehr offen über ihre Erfahrungen bei „Sing meinen Song“ – dabei findet sie offene Worte!



Warum nennst du dich „Deine Cousine“?

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Deine Cousine ist in erster Linie entstanden, weil ich immer Bandmucke machen wollte und als ich damals angefangen habe, hießen alle Künstler, die Popmusik machten oder machen so, wie sie heißen. Ich habe mich in dieser Riege nicht gesehen. Ich habe mich in der Riege von ‚Die Toten Hosen‘, ‚Le Mans‘gesehen und das waren halt immer Bands und ich dachte, ich brauch einen Namen, der irgendwie klingt wie ’ne Band, trotzdem für mich steht und man weiß, dass ich Ina bin. Ich fand es auch komisch, mir einen Namen zu geben, der nicht ich bin. Bei seiner Cousine weiß man ja, dass sie Ina heißt. Ist ja ganz klar.“

Für alle, die dich bisher noch nicht gesehen haben – wie würdest du deine Musik verorten? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „In meinem Fall reden wir auf jeden Fall von einer Mischung aus Rock, Punk… Ich würde es ehrlich gesagt in großem Maße Musik nennen. Alles, was mich an Musik berührt und bewegt. Ich glaube, man kann einfach sagen, es ist handgemachte Musik mit sehr viel Energie.“



Ihr seid ein bunter „Strauß Blumen“ dort auf dem Sofa in Südafrika!

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Also eins kann man sagen, ich glaub unterschiedlicher hätten die Charaktere, die da auf dem Sofa saßen, nicht sein können und das macht es unfassbar spannend. Ich habe in meinem Leben schon viele Staffeln ‚Sing meinen Song‘ gesehen und ich würde sagen, diese ist eine der spannendsten.“

Ihr Künstler seid bei „Sing meinen Song“ aus unterschiedlichsten musikalischen Bereichen. Würdest du sagen, das macht diese Sendung so besonders? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Ich glaube, all das macht es spannend, denn man weiß musikalisch pro Song nicht, was einen erwartet. Alle haben schon unterschiedliche Genres, dann kommen sie aus unterschiedlicher Sozialisierung, auch was das Gesellschaftliche angeht, und das hat die Gespräche auf dem Sofa sowie auch die musikalischen Beiträge so spannend gemacht und man wusste gar nicht, ob sich jetzt die Person, die eigentlich für Gothic steht oder die eigentlich für Schlager steht oder was auch immer, ob die sich jetzt gerade vielleicht auch noch mal so aus dem eigenen Gewand wieder rausgewagt hat und deshalb uns was ganz anderes erwartet. Ich fand es für die eigene kreative Arbeit sowie das Zuschauen, wie andere ihre kreative Arbeit machen, einen unfassbar spannenden und überraschenden Prozess.“



Du bist absolute Quereinsteigerin – erzähl mal, wie war dein ungewöhnlicher Weg zur Musik? Du wurdest später auch von Udo Lindenberg begleitet, richtig? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Ja, ich habe 2011 nach 9 Jahren meinen Job hingeworfen. Ich war bei Airbus Industriemechanikerin, habe meine Meisterprüfung gemacht, Wirtschaftsingenieurswesen anfangen zu studieren und habe dann den Horror meiner Eltern gemacht und gesagt: ‚Hey Leute, ich schmeiß jetzt übrigens hin und werde Musikerin.‘ Danach bin ich sehr, sehr lange kellnern gegangen und habe versucht, mir eine Karriere aufzubauen. Irgendwann habe ich Udo Lindenberg getroffen und war eine Zeit lang später Teil seiner Band. Ich bin dann mit ihm auf die erste Arenatour gegangen und hab währenddessen ohne Ende angefangen ‚Deine Cousine‘-Songs zu schreiben. Ab da ging es immer jedes Jahr ein kleines bisschen weiter bergauf.“

Welches Verhältnis hast du zu Udo Lindenberg? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Udo sucht sich immer Charaktere, für seinen, ich nenn es mal Panikzirkus, die sehr für sich stehen, die einen eigenen Charakter haben und die nichts übergestülpt kriegen. Ich hätte auch, glaube ich, nirgendwo anders Backgroundsängerin sein können, weil bei Udo ist es nicht im Background stehen. Bei Udo ist es wie vorne stehen und ebenbürtig sein und er gibt einem Raum und er will, dass du da bist, als die Person mit all deinen Stärken und Schwächen, die du halt bist.“



Würdest du sagen, für euch Künstler ist SMS ein besonders liebevolles Format? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Es gibt ja keinen Musikerstammtisch, wo man sich sagt: ‚Heute setzen wir uns mal alle hin und wir reden mal darüber, wie wir das Lied von dir, die neue Single, empfinden‘, oder was das in einem ausgelöst hat. Man bekommt manchmal von Fans zu gewissen Themen und Songs Nachrichten, aber diese Klarheit von anderen Leuten, die sich mit denselben Themen beschäftigen, die auch vor einem leeren Blatt Papier sitzen und dann versuchen, ihre Kunst und ihre Emotionen in Musik zu verpacken, dass die sich mit deinen Sachen beschäftigen und sagen, was sie da berührt hat. Es gab auch ein paar Momente in dieser Staffel, die teilweise einen noch viel emotionaleren Blick oder eine ganz andere Sichtweise schufen und das Thema, was du nur aus der einen Sicht betrachtet hast, drehten. Das macht es einfach unfassbar spannend, emotional und liebevoll. Das klingt so blöd, aber da ist wirklich ganz, ganz viel Wärme und Nahbarkeit im Spiel und man fühlt sich sehr, sehr gesehen. Wir Künstler und Künstlerinnen und ich glaube alle Menschen auf dieser Welt dürsten ja auch ’n bisschen danach, sich gesehen zu fühlen.“

Ihr sprecht also auch über Sorgen und Ängste von Künstlern? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Ja, natürlich, wobei ich glaube, dass die Ängste, die man da bespricht, das sind sogar noch mal andere. Das sind essenziellere Ängste, die auch sehr viele normale Menschen zu Hause haben, weil ich glaube, über die Ängste, die man in seiner Karriere hat, spricht man vielleicht sogar mit anderen Künstlern mal eher oder auch mit Managements oder beruflichen Partner/-innen. Ich glaube, was es super spannend macht, ist, dass es ‚Sing meinen Song‘ ermöglicht, sich an Themen ranzutrauen, für die man selber gar nicht bereit war und für die man auch selber vielleicht gar nicht die richtigen Worte gefunden hat. Und auch bei uns in der Staffel gab es ein paar Momente, wo Menschen sich an Themen ran gewagt haben, wo sie sich, wenn sie alleine vor einem leeren weißen Blatt Papier gesessen hätten, nicht rangetraut hätten.“



Wirst du lieber beschenkt oder schenkst du lieber?  

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Ich fand es schöner zu schenken. Ich finde es generell im Leben schöner zu schenken.“

Würdest du sagen, du hast dich bei „Sing meinen Song“ noch mal ganz anders als Künstlerin entdeckt? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Auf jeden Fall. Ich muss sagen, ich war da generell, vorher auch schon bei meinem letzten Album, ein bisschen auf einer Reise. Aber ich habe mich durch ‚Sing meinen Song‘ als Sängerin auch noch mal anders entdeckt. Als Songwriterin auch in Teilen, aber mir ist viel mehr die Verbundenheit zu meiner Stimme bewusst geworden und wie viel ich damit eigentlich noch mehr arbeiten möchte, als ich es jetzt tue. Dieser Einfluss ist etwas, was man vielleicht auf der nächsten Platte hören wird. Dass ich da einfach noch mal ’ne andere Sängerin war.“



Was wünschst du dir für die Zeit nach SMS? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Ich hoffe auf jeden Fall, dass es so den nächsten Step macht und dass man noch mal eins größer spielen kann. Ich mag es einfach vor unfassbar vielen Leuten live zu spielen und ich möchte vor allen Dingen viel live spielen. Ich möchte viel, viel mehr Konzerte noch spielen können. Das heißt ich wünsche mir mehr Menschen und mehr Konzerte. Das fände ich schön.“

Welchen Stellenwert hat eine solche Sendung für euch Künstler? 

Ina Bredehorn alias „Deine Cousine“: „Es hat einen riesen Stellenwert. Erstens, weil es solche Sendungen überhaupt nicht gibt, in denen man sich so präsentieren kann und so eine breite Masse erreichen kann. Und es hat auch einfach einen riesen Stellenwert, weil es ein Format ist, wo man sich mit so viel Respekt und so im Detail diesen Songs und den Künstlern widmet  und auch die Geschichte so respektvoll erzählt werden kann. Das ist schon sehr neu. Neu natürlich nicht im Sinne von neu, das ist die 13. Staffel, aber es war ein sehr neues Format, was es auch so wieder nicht noch mal gab.“

 

Verwendete Quellen: RTL

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Ina Fiethen-Drewes

Ina Fiethen übernimmt bei schlagerpuls.com den Bereich Unterhaltung und versorgt Euch topaktuell mit allem, was ihr über die beliebsten TV-Formate wissen müsst!

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