Nach dem Getummel am roten Teppich und bevor die ersten beiden Teile der Doku „Heino – Karamba, Karacho, Kult!“ am gestrigen Freitagabend (13.03.26) im Filmtheater in Kitzbühel gezeigt wurden, kam natürlich der Star des Abends – Heino – sowie sein Team zu Wort… und überraschend auch Weggefährten, die leider nicht persönlich vor Ort sein konnten. Dabei machte Heino (87) voller Dankbarkeit und Stolz klar: „… die Beatles sind heute Geschichte und Heino singt immer noch“
Heino-Manager Helmut Werner: „Der Film wird gerecht“
Mit den Worten „Heute erleben wir ein Monument, das einem Künstler gewidmet worden ist oder was gebaut worden ist… und das noch zu Lebzeiten. Die meisten, denen solche eine Ehre zuteil wird, die sind schon nicht mehr da. Aber der Heino ist jetzt 87 und steht voll noch im Saft, meine Damen und Herren“, begann Helmut Werner seine Rede im Filmtheater und verriet zur Entstehung der Heino Doku: „Wir haben so viel kennengelernt, was wir noch nicht wussten, weil so viel aufgearbeitet worden ist. Und ich denke, dass es gerecht wird.
Sichtlich dankbar fügte Werner hinzu: „Der Film wird gerecht und dann muss ich auch noch mal Danke sagen zu der Firma REC.n ROLL Media die das mit uns produziert hat, und mit dem Benedict Bartsch…der 21 Jahre alt ist. Und da bitte ich jetzt einmal um einen ganz großen Applaus. Sie haben sich alle Mühe gegeben – und natürlich auch die Leute, die es am Ende des Tages bezahlt haben und der sitzt da vorne ganz unscheinbar mit Brille. Das ist der Christoph Richter von VOX.“
Unter großen Applaus wandte sich dann Heino auch persönlich an das Premierenpublikum…
Heino: „Ich bin noch fit“
Heino: „Vielen herzlichen Dank, meine Damen und Herren, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind. Ich kann mich erinnern, als ich in den 60‘er Jahren anfing, Volkslieder zu singen, da hat man mich ausgelacht… zum Teil beschimpft… und die Beatles waren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Ich war in der gleichen Schallplattenfirma wie die Beatles und was soll ich Ihnen sagen… die Beatles sind heute Geschichte und Heino singt immer noch. Also, wie gesagt… vielen herzlichen Dank. Ohne Sie würde ich hier nicht stehen… Sie haben mich so bekannt gemacht und das freut mich natürlich. Ich bin noch fit und ich werde immer gefragt, Heino, wie lang willst du denn noch singen? Ja, ich muss sagen… bis 104 Jahre haben wir beide noch einen Vertrag. Also, der liebe Gott wird mich schon anständig behandeln, sodass ich noch ein paar Jahre zu singen hab.“
Social Media Manager und Regisser Benedict Bartsch nennt beeindruckende Fakten zur Heino-Doku
„…100.000 Bilder wurden sortiert und digitalisiert aus Heinos und Helmuts Privatarchiv. Das ist eine ganze Menge Arbeit und Sie werden sehen… es hat sich gelohnt. Außerdem wurden 54 Stunden Videorohmaterial verarbeitet. Kann man sich auch vorstellen… das dauert eine ganze Weile, bis sowas geschnitten ist, nämlich 700 Stunden. Und daraus sind nun vier Folgen entstanden, vier 45-minütige Folgen und die ersten beiden zeigen wir Ihnen hier heute gleich einmal zusammengefasst. Es ist eine wirkliche Hommage an eine lebende Legende. Hier ist ‚Heino – Karamba, Karacho, Kult!‘. Zuvor sehen wir noch ein paar besondere Grußbotschaften von Künstlern und Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, über die wir uns natürlich ganz besonders freuen. Sie können heute leider nicht persönlich hier vor Ort sein, aber Sie richten schöne Grüße aus und im Anschluss ganz, ganz viel Spaß bei ‚Heino – Karamba, Karacho, Kult!‘“
Zu Wort kamen daraufhin der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer sowie Verteidigungsminsterin Klaudia Tanner… als auch Frank Elstner aus einem Fitnessraum, der sich an sein erstes Interview mit Heino erinnerte… und an ein unvergesses Ereignis: „Warst du nicht damals dabei, als wir mit Pele gegen Eintracht Braunschweig Fußball gespielt haben?!“
Otto Waalkes über Heino: „Seine Refrains kennen oft mehr Menschen, als die eigene Telefonnummer“
Unnachahmlich fand auch Otto Waalkes herzliche Worte für seinen jahrzehntelangen Weggefährten: „Heute Abend geht es um einen Künstler, den man schon an der Silberstimme erkennt, bevor man die Sonnenbrille sieht. Seit Jahrzehnten hält Heino verlässlich Kurs… keine modischen Verenkungen, kein unnötiger Lärm… dafür Lieder mit Wiedererkennungswert. Und eine Präsenz, die man nicht lange erklären muss. Die Dokumentation ‚Karamba, Karacho, Kult!‘ zeigt den Weg eines Mannes, der Trends freundlich vorbeiziehen ließ und dabei einfach weitergesungen hat. Seine Refrains kennen oft mehr Menschen, als die eigene Telefonnummer. Das ist norddeutsch gesagt keine große Aufgeregtheit, sondern solide Kulturbeständigkeit.“





