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Sonya Kraus im Interview über „Let’s Dance“: „Am meisten Respekt habe ich vor dem Gebrechen meines eigenen Körpers“

Sonya Kraus im Interview über „Let’s Dance“: „Am meisten Respekt habe ich vor dem Gebrechen meines eigenen Körpers“
© RTL / Jörn Strojny

Mit ihrer Teilnahme an der diesjährigen Staffel von „Let’s Dance“ wagt sich Fernsehmoderatorin Sonya Kraus auf unbekanntes Terrain. Im RTL-Interview sprach sie offen über ihre Motivation, ihre Herausforderungen und die persönlichen Hintergründe, die sie antreiben.



1. Sonya, warum „Let`s Dance”?

Sonya Kraus: „Das ist eine ganz falsche Frage, warum Let’s Dance? Du musst sagen, endlich Let’s Dance. Denn ganz ehrlich, seit Jahr 1 flirte ich mit Let’s Dance. Damals war ich einfach beim falschen Verein. Ich habe gearbeitet wie ein Stier… sechs Tage die Woche. Es war undenkbar, dass ich irgendwie meinen Schedule freiräume, um täglich zu trainieren. Dann war ich schwanger, bekam ein Baby. Dann war ich wieder schwanger. Dann hatte ich ein Baby und ein Kleinkind. Und als sie einigermaßen aus den Pampers raus waren und so ein bisschen selbständig, wurde ich ziemlich schwer krank. Dann war es wieder nichts mit Let’s Dance, dann war ich zu schwach. Und jetzt ist es perfekt, weil die sind im ekelhaften Teenageralter von 13 und 15, finden ihre Mama einfach nur peinlich und nervend. Deswegen, von zu Hause raus, habe ich mir jetzt wirklich gegönnt, wie eine Traumweltreise, die Mutti tanzt bei Let’s Dance. Endlich, bevor sie zu altersschwach wird.“

2. Was reizt dich denn so besonders an LD?

Sonya Kraus: „Der Reiz von Let’s Dance liegt für mich einfach in einem Wort: Tanzen. Es ist sicherlich auch die tollen Kostüme, dass es das letzte Stück schönes Fernsehen im deutschen TV ist… aber auf der anderen Seite, es geht wirklich mir weder um einen TV-Comeback, oder…. Es geht mir nur darum, eine neue Tanzart zu lernen, denn ich sag ja immer, es gibt nichts, was diese Füße mehr lieben als tanzen. Es ist für mich das schönste Gefühl.“



3. Das hört sich nach ordentlich Tanzerfahrung an…

Sonya Kraus: „Nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt keine Standard- und Latein-Turnier-Gesellschaftstanzerfahrung, überhaupt nicht. Ich habe aber von 4 bis 14 Jahren klassisches Ballett gemacht und war auf dem Konservatorium der Musikhochschule Frankfurt für klassisch russisches Ballett und gleichzeitig auch im Kinderballett der Frankfurter Oper. Wow, ja. Also großartige Zeit, auch eine harte Zeit. Ich verdanke dieser Zeit meiner Disziplin, meine Härte zu mir selbst, sicherlich auch meine Figur, meine Körperbeherrschung. Aber ob mir jetzt diese Balletterfahrung tatsächlich bei Latein und Standard hilft, wo alles in die Erde geht und aus der Hüfte, das ist genau das Gegenteil von Ballett. Mein Vater war ein ganz grandioser Tänzer und so ein richtiger Showman. Ich kann mich aber wirklich noch an meinen Vater erinnern, wie er die Treppe herunter schreitet oder eine Show gemacht hat oder irgendeinen Kimono von meiner Mutter angezogen hat und dann Pirouetten im Wohnzimmer gedreht hat und so. Also von daher war das für mich immer Tanzekstase, ein gutes Gefühl, Trips ohne Drogen, also total positiv besetzt.“

4. Hier spricht eine absolute Entertainerin…

Sonya Kraus: „Ich sehe mich nicht als Entertainerin, so ernst nehme ich mich nicht. Ich würde sagen, ich bin Dienstleisterin oder professionelles Plauderpüppchen. Aber Entertainerin, da denk ich an irgendwie Udo Jürgens am Klavier, der singt, tanzt und gleichzeitig noch drei Instrumente spielt. Das bin ich nicht. Ich bringe und versuche immer ein wenig gute Laune um mich herum zu verströmen und manchmal wird davon hoffentlich was von der Kamera aufgegriffen und weiter über den Äther gestrahlt, aber ansonsten würde ich da auf keinen Fall so hochgreifen. Ich sage deshalb auch immer, ich spreche von meinem Job, nicht von meinem Beruf, weil ein Beruf kommt von der Berufung. Ich bin dazu nicht berufen, ich bin da zufällig gelandet.“



5. Wovor hast du am meisten Respekt, wenn du an die Zeit bei LD denkst?

Sonya Kraus: „Am meisten Respekt habe ich vor dem Gebrechen meines eigenen Körpers. Esther und ich sind ja die Omas hier im Feld und dann denk ich mir, oh mein Gott, weißt du, du bist 52 Jahre alt, gehst jetzt steil auf die 60 zu und schmeißt dich da aufs Parkett mit einem jungen von Kraft strotzenden Anfang 20 Ninja Warrior. Hast du sie noch alle? Bist du noch ganz sauber hinter den Löffeln oder was hast du…? Aber gut, das atme ich jetzt einfach mal weg, ignorier es und denk so, hm, mach ich mit Charme oder wie auch immer wett.“

6. Wie bereitest du dich konkret auf diese anstrengende Zeit vor?

Sonya Kraus: „Ach, also ich habe mir ganz viel vorgenommen, du gehst dann morgens joggen und dann machst du was für deine Kondition, na ja, hat nicht ganz so geklappt. Also es gibt so ein paar Übungen, die hat uns Sergio Luca allen gezeigt, wie wir gewisse Körperpartien ein wenig stählen können, zum Beispiel die Fesseln und Rücken eben diese verrückte Standardhaltung mit Rücken nach hinten, Rückbeuge sozusagen, ist ja völlig unnatürlich und das mach ich brav. Aber ansonsten bin ich jetzt leider nicht dazu gekommen, eine Crossfit Karriere zu starten oder so. Ich habe mich aber ganz, ganz toll vorbereitet. Ich habe mir ganz viele Tanzschuhe gekauft, die schon mal eingelaufen, fand ich auch wichtig, entspricht mehr meinem Charakter.“



7. Wie hat deine Familie eigentlich auf die Teilnahme reagiert?

Sonya Kraus: „Also mein Kerl hat mich nur angeschaut und gesagt, wie stellst du dir das vor? Meine jungen Kerle haben gesagt, O. K., wer fährt mich denn morgens in die Schule, wenn ich ein Bus verpasse? Also man merkt, man vermisst mich wahnsinnig und mein kleinster Kerl, der so gut die Leute nachmachen kann, inklusive meiner Wenigkeit, sagt er dann, oh Gott, das wird so peinlich, wenn du da und dann wackelte er so in der Luft mit den Armen, oh Gott, Mama.“

8. Wie weit möchtest du denn bei LD gerne kommen?

Sonya Kraus: „Ganz ehrlich, als Leistungssportler müsste man jetzt hier sitzen und sagen, ich habe das schon visualisiert, wie ich dann auf dem Treppchen stehe, mit dem Sieg in der Hand sozusagen. Aber das bin ich halt auch gar nicht. Ich lass mich da treiben und sehe immer das Ziel, das direkte Ziel, das jetzige Ziel im Hier und Jetzt. Also sozusagen die Show am Freitag und danach schauen wir weiter. Und vielleicht macht es dann irgendwann auch gar keinen Spaß mehr oder vielleicht bist du so ausgepowert, dass du denkst: ‚Ey, das alte Fleisch, das braucht jetzt einfach ’ne, wer weiß? Also da habe ich aber schon einen sehr, sehr ausgeklügelten Plan, was ich mache, wenn ich früh ausscheide und was ich mache, wenn ich ganz weit komme. Also, wenn ich ganz weit komme, dann mach ich eine Reise zu meinen Kumpels nach L. A. und wenn ich ganz früh ausscheide, dann belohne ich mich auch, weil dann habe ich ja so viel Zeit, weil ich ja meinen Terminkalender leer geräumt hab für Let’s Dance. Da belohn ich mich mit einer ganz großen Reise. Also von daher, all good.“

 

Quelle: RTL

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Bild von Ina Fiethen-Drewes

Ina Fiethen-Drewes

Ina Fiethen übernimmt bei schlagerpuls.com den Bereich Unterhaltung und versorgt Euch topaktuell mit allem, was ihr über die beliebsten TV-Formate wissen müsst!

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