ela. verrät ihre bewegende Geschichte von der schweren Kindheit bis zum Erfolg – Diesen Rat ihrer Mutter vergisst sie nie

ela. verrät ihre bewegende Geschichte von der schweren Kindheit bis zum Erfolg – Diesen Rat ihrer Mutter vergisst sie nie
Exklusiv
Bewegend!
© Kevin Drewes / Schlagerpuls.com

„Manchmal brauchen Dinge Zeit“, sagte einst die eigene Mutter zu ihr. Und damit sollte sie Recht haben, wie die Künstlerin ela. heute weiß. Längst ist sie eine der gefragtesten Songwriterinnen in der deutschen Musik und begeistert auch als Künstlerin auf der Bühne. Mit uns sprach sie über ihr bewegtes Leben, bei dem sie es vor allem als Kind sehr schwer hatte. Offen erzählt sie im exklusiven Interview vom Verlassen ihrer Heimat, dem schweren Stand in der Schule bei ihren Mitschülern und ihrem Erfolg heute. ela. Hat es geschafft – und blickt jetzt voller Stolz zurück.


Schlagerpuls.com: ela., du hast dieses Jahr mit „Pinke Plüschjacke“ ein neues Album herausgebracht. Wo holst du denn überhaupt die Inspiration für deine Songs her?

ela.: „Tatsächlich aus dem Leben. Meine ganzen Songs sind biografisch. ‚Pinke Plüschjacke‘ ist ja schon mein drittes deutschsprachiges Album. Es ist eine kleine Hommage an alle Menschen, die vielleicht auch nie richtig reingepasst haben.

Denn die ‚Pinke Plüschjacke‘ ist für mich eine Art Symbol. Der Song beschreibt, wie wir damals mit meiner Mum aus der Ukraine über Polen nach Deutschland gekommen sind – mit nur zwei Taschen – und hier komplett neu angefangen haben. Das war wirklich nicht einfach für mich, denn ich war ein Bühnenkind. Ich bin auf der Bühne aufgewachsen, für mich gab es nichts anderes. Ich stand schon mit fünf Jahren auf der Bühne, hatte immer verrückte Outfits an und für mich war das das Normalste der Welt.

Mein leiblicher Papa war Gitarrist, meine Mutter Opernsängerin. Deshalb gab es für mich gar nichts anderes. Unser Haus war voller bunter Menschen, und das war für mich völlig normal. Plötzlich war aber alles anders. Für ein Kind war das extrem viel, denn wir sind weggezogen, nachdem mein leiblicher Papa gestorben ist. Komplett neu anzufangen, ist nicht ohne… weil man ja auch gar nicht weiß, was einen erwartet.


Offen fährt sie fort: „Wir sind damals zu meinem Stiefvater nach Deutschland gezogen. Das war total schön, weil er immer für mich da war – und das bis heute. Er war mein Safe Space. Und genauso war es meine pinke Plüschjacke. Sie wurde für mich zu einem Symbol. Als ich in die Grundschule kam, trug ich immer diese pinke Plüschjacke. Für die anderen Kinder war das total verrückt, weil ich ohnehin ein kleiner Paradiesvogel war und außerdem kein Deutsch konnte. Ich habe wirklich versucht, innerhalb eines halben Jahres Deutsch zu lernen, damit die anderen mich verstehen. Trotzdem war es hart. Mein Turnbeutel landete im Mülleimer, weil ich eben nicht reingepasst habe. Außerdem war ich eine der wenigen Ausländerinnen in der Klasse. Das hat es wirklich schwer gemacht, anzukommen. Ich weiß noch, dass ich damals nach Hause zu meiner Mum gekommen bin und gesagt habe: ‚Ich will da nicht mehr hin.‘ Und sie meinte nur: ‚Manchmal brauchen Dinge Zeit.‘

Dann hat meine Grundschullehrerin mitbekommen, dass ich singen kann, und sagte: ‚Hey, wir haben hier einen Chor‘. So kam tatsächlich die Integration durch die Musik. Ich war zwar immer noch der Paradiesvogel mit der pinken Plüschjacke, aber ich konnte eben singen. Plötzlich war ich nicht mehr nur die Außenseiterin, sondern auch das künstlerische Kind.

Deshalb möchte ich dieses Album allen Menschen widmen, die vielleicht auch ihre eigene ‚pinke Plüschjacke‘ tragen, die vielleicht nie richtig reingepasst haben, aber trotzdem das Beste daraus gemacht haben und heute zurückblicken und sagen können: ‚Ich bin stolz darauf. Ich bin stolz auf das, was ich geschafft habe und auf meinen Weg. Auch wenn ich nie richtig reingepasst habe, habe ich das Beste daraus gemacht.‘“


Schlagerpuls.com: Wie ist das für dich, es geschafft zu haben? Ich meine, du bist als Songwriterin für große Künstlerinnen und Künstler unglaublich erfolgreich, aber auch selbst als Künstlerin auf der Bühne. Wie fühlt sich das an?

ela.: „Ich glaube, mein kleines Ich würde heute komplett durchdrehen. Für mich ist das auf jeden Fall eine große Ehre. Gleichzeitig habe ich mir das alles hart erarbeitet.

Wenn ich manchmal auf die Zeit nach dem ESC zurückblicke, dann denke ich schon daran: Viele waren danach feiern… hier eine Party, da eine Party. Ich dagegen saß bis vier Uhr morgens im Studio und habe an Zeilen gefeilt, weil ich wusste, dass sie es wert sind.

Deshalb ist da vor allem ganz viel Dankbarkeit. Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass ich das machen darf. Dass wir heute dieses Interview führen, dass ich auf so schönen Bühnen wie gestern oder heute stehen darf und mit so tollen Menschen zusammenarbeiten kann – all das ist nicht selbstverständlich. Das muss man sich immer wieder bewusst machen und einfach sagen: Danke, danke, danke.“

Schlagerpuls.com: Wirklich beeindruckend! Nach deinem Auftritt bei der „STARnacht am Wörthersee“ geh es für dich bald wieder auf Tour. Wie ist das für dich?

ela.: „Mein Gott, ich freue mich so! Es dauert ja wirklich nicht mehr lange. Ich freue mich total darauf. Meine Band ist dabei, wir werden auf jeden Fall ganz viele neue Songs spielen, aber natürlich auch die Hits der vergangenen Alben performen. Und es wird ganz viel Girlpower geben. Vielleicht kommen auch noch ein paar Gäste mit auf die Bühne. Das sind wir gerade noch am Checken. Bei uns Kreativen ist das immer so eine spontane Sache. Deshalb sind wir gerade noch mitten in der Planung. Ich freue mich riesig auf die Tour. Vor allem war ich jetzt auch zwei Jahre lang nicht mehr auf Tour. Es wird also mal wieder Zeit. Es kribbelt schon – ich habe richtig Lust darauf.“

 

Was für eine bewegende Geschichte einer jungen Künstlerin! Wer sie selbst mal live erleben will, sollte unbedingt bei der Tour vorbeikommen! TICKETS gibt es direkt hier!

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